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Internet Jubiläum Social Media

30 Fakten zu 30 Jahren WWW

Am 12. März 1989 präsentierte Tim Berners-Lee erstmals das World Wide Web. Zum runden Geburtstag des Internets hat LEAD Kurioses und Wissenswertes gesammelt.

Das WWW wird 30 Jahre alt. LEAD sammelt die spannendsten 30 Fakten (Bild: Pixabay)
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1. Hotmail gehörte zu den ersten Mail-Anbietern im Web. Der Name bezog sich aber gar nicht auf Mails, sondern er ist nur eine die Erweiterung von HTML: HoTMaiL.

2. Die erste Website im Netz war am 6. August 1991 info.cern.ch des Europäischen Kernforschungszentrums – diese schlichte HTML erklärte das World Wide Web ohne Fotos und Animationen.

3. Das Internet Archiveist DAS Gedächtnis der Internet-Geschichte. Aktuell sind dort neben Videos und Tonaufnahmen mehr als 349 Milliarden Websites gespeichert.

4.Last.fm, im Jahr 2002 gegründet und heute ein Nischenprodukt, gilt als Vorreiter der heutigen Musikstreaming-Giganten Spotify und Apple Music. Der Online-Musikdienst wurde vor allem dadurch im Netz populär, weil er Nutzern aufgrund ihrer Hörgewohnheiten neue Musik empfahl. Ein Feature, das heute bei Spotify und Apple Music als selbstverständlich gilt.

5. Netflix, heute der beliebteste Videostreamingdienst im Netz, wurde 1997 gegründet, aber erst zehn Jahre später hatten die Gründer Reed Hastings und Marc Randolph die Idee, Video on Demand anzubieten. Zuvor verschickte Netflix per Post DVDs und Blu-rays an Abonnenten.

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6. Yahoo, nicht Google, ist die älteste Suchmaschine im Web. Das Portal startete 1994 unter dem sperrigen Namen "Jerry and David’s Guide to the World Wide Web". Benannt nach ihren Gründern David Filo und Jerry Yang. Erst als sich der Erfolg einstellte, wurde die Suchmaschine in "Yahoo" umbenannt.

7. Als eine der ersten Dating-Sites im Netz ging im August 2009 OkCupid an den Start und setzte auf einen Matching-Algorithmus. Inzwischen wischen Liebeshungrige bei Tinder oder daten bei Lovoo. OkCupid aber existiert weiterhin. Flirten können dort sowohl Heteros als auch Homosexuelle und Lesben.

8. Wenn du dich mit dem Web verbindest, musst du heutzutage auf das legendäre Geräusch des Modems, das sich ins WWW einwählt, verzichten. Das waren noch Zeiten, als zum Herunterladen von 1 MB (nicht GB!) über die Festnetzleitung Mitte der 90er Jahre fünf Minuten benötigt wurden – während heute für viele 150.000er-Leitungen schon zum Alltag gehören.

9. Nutzt jemand heute noch vBulletin im Netz? Ja! Eine der ersten Foren-Moderations-Software überhaupt im Internet erfreut sich auch heute noch reger Beliebtheit. Legendär wurde vBulletin durch die Einstellung "Tachy goes to Coventry". Damit konnte ein unerwünschter User aus dem Forum eliminiert werden, ohne dass dieser überhaupt bemerkte, dass kein anderer User seine Kommentare mehr zu Gesicht bekommt…

10. YouTube, das erfolgreichste Video-Portal im Netz, wurde 2005 ins Netz gestellt. Das erste Video ("Me at the Zoo") wurde von einem der Gründer, Jawed Karim, selbst hochgeladen. YouTube hatte übrigens neben Karim zwei weitere Gründer: Chad Hurley und Steve Chen. Alle drei hatten zuvor für PayPal gearbeitet. Den 18-Sekunden-Clip haben bis heute 63.740.500 User gesehen.

11. Als Berners-Lee das WWW erstmals in 1989 vorstellte, es war ein rudimentäres Projekt, nannte er es nicht "World Wide Web", sondern "Mess". Keine gute Idee, merkte Berners-Lee schnell, denn "Mess" bedeutet übersetzt "Unordnung". Also versuchte er es mit "Mine of Information" und "The Information Mine", schließlich mit "Web" und schlussendlich mit "World Wide Web". Dabei blieb es dann auch.

12. Laut Statistischem Bundesamt sind die Deutschen hauptsächlich im Netz, um "nach Infos über Waren und Dienstleistungen zu suchen" (91 Prozent). 89 Prozent gaben an, das Netz regelmäßig fürs Senden und Empfangen von Mails zu benötigen.

13. Nur weil Tim Berners-Lees Arbeitgeber CERN bereit war, sein Programmm kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und keinen finanziellen Nutzen aus der Entwicklung zu ziehen, wurde das WWW frei zugänglich für jedermann und andere Unis begannen auch, Webserver einzurichten. Berners-Lee hätte Milliardär werden können, stattdessen ist er heute weiter Uni-Dozent.

14. Noch bevor die Menschheit mit dem berühmten Netscape-Browser durchs Web surfte, gab es andere Browser, die einfach zu bedienen waren, aber am Ende von der Bildfläche verschwanden: Netscape löste Mosaic (1993 entstanden) und Nexus (1990 von Berners-Lee gezeigt) ab, 1995 erschien von Microsoft der legendäre Internet Explorer und beherrschte jahrelang den Markt, bevor ihn sich bis heute Chrome, Firefox und Safari aufteilten.

15. Laut der Studie "Freedom of the Net" ist das Internet nur in 15 von 65 untersuchten Ländern der Erde frei. In 20 Ländern kontrollieren die Regierungen das Internet komplett.

16. Die höchste Dichte für Internetzugänge gibt es in Europa. Hier hatten laut International Telecommunications Union im Jahr 2018 79,6 von 100 Einwohnern Zugang zum Netz. Gefolgt von den GUS-Staaten (71,3). Amerika liegt nur auf Platz 3 mit 69,6. Am schlechtesten sieht es in der Subsahara beziehungsweise Afrika aus (24,4). Gesamtschnitt weltweit: 51,2 von 100 Menschen auf der Erde können ins Internet gehen, also nur jeder Zweite!

17. Das heutige Facebook war zum Start des WWW das Portal GeoCities, welches die erste Community im Netz aufgebaut hatte – mit Bulletin Boards und Chats.

18. Schon vor den 2000erJahren wurde im Internet über Urheberrecht gestritten. Auslöser war Napster, die erste Peer-to-Perer-Tauschbörse.

19. Die erste Website von Apple ging 1992 live. Es gab keinen echten Text. Nur eine Grafik. Kein Wunder: Die meisten Computer zu dieser Zeit verstanden sich nur auf die Anzeige von 256 Farben. Auch eine Suche existierte noch nicht.

20. Ist das schnelle Internet wirklich überall angekommen? Mitnichten. Nur 1,1 von 100 Einwohnern in Deutschland sind laut einer Studie von Statista mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet.

21. Internet rund um die Uhr? Laut einer Studie der DAK haben zwei Drittel der Deutschen schon mal "mehrere Wochen" digital gefastet und mit dem Internet ausgesetzt. Hauptgrund laut der Studie: Mehr Zeit für sich selbst (67 Prozent) und weniger Stress haben (61 Prozent) sowie "Häufiger mit Freunden und Verwandten treffen" (ebenfalls 61 Prozent).

22. Das schnellste LTE-Netz der zehn größten deutschen Städte hat laut einer Studie von OpenSignal Stuttgart. Gefolgt von Düsseldorf und Leipzig. Schlusslicht: Frankfurt/Main.

23. Im weltweiten Vergleich der durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit, die in 3G- und 4G-Netzen verfügbar ist, belegte Deutschland bei einer Untersuchung von Open Signal in 69 Ländern nur Platz 29. Highspeed gibt es in Südkorea (Platz 1 mit 45,6 Mbps Download-Geschwindigkeit). Silber geht an Norwegen (40,3), Bronze an Singapur (38,1).

24. Die größten Umsätze im Netz, über alle Branchen in Deutschland hinweg, macht laut HDE Online-Monitor die Elektro-Branche mit 28,7 Prozent. Gefolgt von Fashion und Accessoires mit 25,6 Prozent.

25. 23,4 Millionen Deutsche wurden 2017 schon einmal Opfer von Cyberkriminellen. Weltweit entstand 2017 ein Schaden von 172 Milliarden US-Dollar durch Cyberkriminalität im WWW, ermittelte Symantec, Anbieter von Sicherheitssoftware.

26. Im Jahr 2000 galt AOL (America Online) als größter Internet-Dienstanbieter weltweit. Das Unternehmen, auch heute noch als kostenloser Mailanbieter unter aol.de am Start, hatte damals 30 Millionen zahlende Abonnenten. Testimonial war Boris Becker ("Ich bin drin").

27. Im Jahr 2011 revolutionierte ein neuer Dienst namens Snapchat den Alltag von Kids und Jugendlichen im Internet. Fotos und Videos zerstörten sich nach kurzer Zeit selbst. Schon 2013 wurden über Snapchat 350 Millionen Nachrichten am Tag versendet. Die Geist-Silhouette im Icon von Snapchat sorgt bis heute für hohen Wiedererkennungswert. Es heißt "Ghostface Chillah". Der Name basiert auf dem gleichnamigen Rapper der Hip-Hopper Wu-Tang Clan.

28. Vor kuriosen Websites wimmelt es nur so. Einer der Behämmertsten war Bonsai Kitten. Die Betreiber boten im Jahr 2000 sogenannte Bonsai-Katzen zum Verkauf an. Diese seien entstanden, weil man die Tiere viele Monate in Bonsai-ähnlichen Glasbehältern gehalten habe. Danach hätten die Tiere die Form der Behälter angenommen. Die Polizei ermittelte wegen Tierquälerei. Allerdings stellte sich das Ganze später als Scherz von Studenten des Massachussets Institute of Technology heraus.

29. Das Internet hatte eine eigene Krankheit hervorgebracht: den sogenannten Google-Hypochonder. Wer krank ist und die Ursache googelt, findet an irgendeiner Stelle im Netz garantiert einen Hinweis, dass man an einer unheilbaren Krankheit leidet. Mediziner warnen davor, nach Krankheiten zu googeln. Sie haben diese Internet-Krankheit "Cyberchondrie" genannt.

30. Der älteste und vermutlich erste Internet-User Deutschlands ist der amtierende deutsche Innenminister Horst Seehofer. Der CSU-Politiker erklärte jüngst: "Ich bin auch im Internet unterwegs, schon seit den Achtzigern und finde es faszinierend, was heute möglich ist." Alle anderen Deutschen hatten erst Mitte 1990 die Möglichkeit, ihre ersten Gehversuche im kommerziellen Internet zu machen. In diesem Sinne: Auf die nächsten 30 Jahre. Mit (hoffentlich) freiem Internet für alle!

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