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QUER Urban Zintel Tijen 2016
LEAD-Kolumnistin Tijen Onaran. (Foto: Urban Zintel)
leadfaces Kolumne

3 Tipps für erfolgreiche Communitys

Ein lebendiges Geschäftsleben gründet auf Gemeinschaften. Unsere Kolumnistin Tijen Onaran hat 3 Tipps, wie Communitys auch in Zukunft funktionieren.

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Veranstaltungen wie Messen, Tagungen oder Events bieten immer auch eine Gelegenheit, um zu sehen, wie Communitys funktionieren. Auch ich stelle mir bei Veranstaltungen, die ich besuche oder organisiere, immer wieder die Frage: Was macht eigentlich den Erfolg von Communitys aus und warum funktionieren manche besser als andere? Ich sehe vor allem drei mögliche Wege, die in Zukunft dafür sorgen können, dass Communitys relevant bleiben, Austausch fördern und wertvolle Impulse liefern.

Hierarchische Strukturen abbauen

Communitys zeichneten sich lange Zeit dadurch aus, dass sie auf einen bestimmten Personenkreis zugeschnitten waren. Es trafen sich ausschließlich Führungskräfte oder ausschließlich Fachleute, um sich über ein spezielles Thema auszutauschen. Erfolgreiche Communitys müssen in Zukunft hierarchieübergreifend sein.

In meinen Augen ist "Reversed Mentoring" dafür ein gutes Beispiel. Denn heute kann nicht mehr nur die jüngere Generation etwas von der älteren lernen, sondern auch umgekehrt die ältere etwas von der jüngeren. Digitale Kompetenzen sind heute extrem relevant und ein Bereich, in dem die jüngere Generation der älteren etwas beibringen kann. Dasselbe gilt aber auch bei vielen andere Themen. Bei Global Digital Women treffen beispielsweise junge Nachwuchskräfte auf erfahrene Führungskräfte. Das führt zu spannungsreichen Begegnungen und zu einer starken Intensität innerhalb der Community. Hierarchieübergreifendes Netzwerken ist also die beste Voraussetzung dafür, dass aus Communitys spannende und gewinnbringende Bewegungen werden.

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Branchenübergreifende Diversität sorgt für neue Impulse

Insbesondere weil durch die Digitalisierung seit Jahrzehnten bestehende Branchengrenzen infrage gestellt werden, sind auch die damit verknüpften Communitys in Bewegung geraten. Seit einigen Jahren ist es beispielsweise auffällig, dass bei Messen Vertreter immer unterschiedlicherer Branchen aufeinander treffen. Heute ist es selbstverständlich, dass Automobilhersteller bei der CES in Las Vegas – eigentlich eine Messe für Unterhaltungselektronik – neue Modelle vorstellen.

Die Veränderungen durch die Digitalisierung müssen sich auch in Communitys widerspiegeln. Die Antwort auf den digitalen Wandel ist Diversität. Ganz gleich, ob Communitys von einzelnen Personen oder Unternehmen aufgebaut werden, wird es immer wichtig werden darauf zu achten, dass Austausch, Kollaboration und Kooperation stattfinden kann. Diversität liefert neue Impulse und ist damit der Nährboden für Innovationen. Bei einer der vergangenen Veranstaltungen von Global Digital Women trafen Vertreterinnen aus den Bereichen Mobility, Tourismus und Management zusammen und gerade aufgrund der vertretenen Branchenvielfalt war das Treffen so fruchtbar.

Communitys brauchen Gesichter und Geschichten

Gerade wenn Communitys in Zukunft immer diverser und immer heterogener in ihrer Zusammensetzung sind, muss sich jeder Einzelne die Frage stellen: Wie erreiche ich die Leute in meiner Community? Eine "gemeinsame Sprache" zu haben und auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren halte ich darum für absolut ausschlaggebend. Beispielsweise erlebe ich es selbst immer wieder als enorm förderlich, wenn trotz der Unterschiede bezüglich Alter oder Hierarchie konsequent geduzt wird. Wenn der Austausch nicht an der Oberfläche bleiben soll, muss ich mich in einer Community wohlfühlen.

Kommunikation hört aber nicht bei der Form auf. Die Tonalität bildet nur die Basis für die Inhalte, um die es gehen soll. Gerade darum ist Storytelling eine der zentralen Zukunftskompetenzen. Wie wichtig dieser Aspekt ist, beobachte ich oft auf Veranstaltungen, bei denen sich firmeninterne Communitys nach außen öffnen. Meist sind das erst die Momente, in denen klar wird, warum Plattformen nicht funktionieren oder Communitys nicht gut angenommen werden. Darum ist es heute so wichtig, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter als Botschafter verstehen. Es braucht also Menschen, die Communitys ein Gesicht geben, und Mitarbeiter, die zu Botschaftern werden.

Tijen Onaran ist Gründerin von startup affairs, einer PR und Digitalberatung. Wenn sie nicht publiziert, moderiert und spricht, bringt sie mit ihrer Initiative Global Digital Women ziemlich tolle Frauen aus ziemlich tollen Bereichen zusammen. Sie hat ein Herz für Freigeister, Menschen mit Macher-Gen und ihre Hunde Paul und Leo. Sie gehört außerdem zu den 100 Köpfen im jährlichen Ranking von W&V.

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