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Aktuell formieren sich mit Joyn, IMDbTV, Quibi & Co. bereits die ersten kostenlosen Streaming-Alternativen zu Apple TV+ oder Disney (Bild: Pixabay)
2020 Streaming Netflix

2020 startet die Ära der werbefinanzierten Streamingdienste

Wenige Wochen erst ist Apple TV+ alt, im März kommt Disney+ auch nach Deutschland. Aktuell formieren sich mit Joyn, IMDbTV, Quibi & Co. bereits die ersten kostenlosen Alternativen.

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Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, dass sich unsere Aufmerksamkeit vom linearen Fernsehen abgewendet und in Richtung Streamingabos verschoben hat. Serien-Darsteller sind die neuen Rockstars und von den diversen Preisverleihungen sind Netflix, Prime Video & Co. sowieso nicht mehr wegzudenken. Fragt sich nur: Was kommt danach? Die Antwort ist denkbar einfach: Es wird weiter gestreamt. Und zwar kostenlos und völlig ohne Einstiegshürden. Denn während sich viele Nutzer bereits über in Summe steigende Abogebühren beschweren, formiert sich eine kostenlose und werbefinanzierte Streamingwelt als große Ergänzung zu den überteuerten Platzhirschen. Ganz vorne mit dabei: Amazon, Facebook, Neueinsteiger wie Quibi, Pluto TV und Joyn aus Deutschland.

Mehr zum Thema: Schwache Abozahlen: Gerät Streaming-König Netflix ins Straucheln?

Subscription vs. Freemium

Die große Strategie hinter den Abodiensten ist es ja uns Zuschauer mit den besten Exklusivangeboten („dem fesselndsten Storytelling“ und „den größten Stars“) an sich zu binden, so dass wir Monat für Monat weiter Kunde bleiben und zahlen wollen. Gratisdienste müssen sich diesem Wettrennen nicht anschließen, weil sie ein grundsätzlich anderes Geschäftsmodell verfolgen. Dieses ist durch Nischen-Content und regelmäßige Werbepausen gekennzeichnet und funktioniert so ähnlich wie im linearen Fernsehen: Marken kaufen sich Reichweite ein und Plattformen stellen den Kundenzugang bereit. Im Unterschied zum klassischen TV kann das Nutzungsverhalten jedoch umfassend ausgewertet werden, um Menschen gezielt anzusprechen oder zumindest mit einer personalisierten Botschaft zu erreichen.

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Die Folgen der Werbefreiheit

Nun ist aber gerade der Wert der Werbefreiheit aus Nutzersicht beim Streaming sehr hoch anzusetzen. Denn eine breite Angebotsvielfalt mit ausreichend ansprechenden Inhalten gab es auch schon vor den Abodiensten. Aber es gab nie die Möglichkeit werbefrei zu schauen. Genau aus diesem Grund sind wir doch alle zu Streamern geworden, oder? Zum Glück für die neuen Dienste entsteht aber gerade durch den Siegeszug von Netflix, Prime Video & Co ein Vakuum aus Markensicht – denn die wissen nicht mehr, wie sie die Streaming-Nutzerschaft noch erreichen können. Und eine neue Generation kostenloser und finanziell gut aufgestellter Dienste kann genau diese Lücke schließen. Mit genügend Marketingpower und nischigem Content hat es schließlich noch jede Plattform geschafft Nutzer für sich zu begeistern.

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Werbewirksamkeit als großes Markenversprechen

Ein großes Argument für den Erfolg werbefinanzierter Dienste liefert YouTube, die sich und ihre Creators ja bekanntlich auch durch Werbeblöcke vor, während und zwischen den Videos finanzieren. Dort heißt es, dass die durchschnittliche Werbewirksamkeit doppelt so hoch ausfällt, wie im klassischen TV. Und die Erklärung ist denkbar einfach: Weil die Werbepausen kürzer ausfallen. Und es sich beim Schauen nicht lohnt derweil etwas anderes zu machen, wie es noch beim Fernsehen möglich war. Daraus folgt: Marken sind happy und bezahlen Plattformen, die das Geld wiederum für Content und zur Nutzer-Akquise aufwenden können.

Wer sind die neuen Anbieter?

Die größten Chancen im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Nutzer können sich derweil die Konzerne Amazon und Facebook mit ihren neuen Video-Plattformen IMDbTV und Facebook Watch ausrechnen. Sie verfügen bereits über eine große Nutzerschaft, sowie über genügend Erfahrung im Performance Marketing und können florierende Werbenetzwerke ihr Eigen nennen. Spannend wird es sein, wie sich dagegen die "Underdogs" Quibi und Pluto TV schlagen.

Erstere wollen als Plattform für Smartphone-Nutzer auf sich aufmerksam machen und haben dafür schon ein Investment über eine Milliarde Dollar für Originals angekündigt. Quibi ist die Kurzform von "Quick bites" und wird sich also ganz auf kurze Videos im Hochkant-Format fokussieren. Mit dabei sein werden zum Start im April 2020 Marken wie "60 Minutes" und TMZ, sowie Filmemacher wie Steven Spielberg, Guillermo del Toro und Christoph Waltz. Ein Fun Fact: Die Serie "After Dark" von Spielberg soll nur dann abzurufen sein, wenn lokal bereits die Sonne untergegangen ist.

Pluto TV ist bereits international aktiv und versteht sich als ergänzenden Dienst zum gängigen Streamingabo. Das Angebot vom US-Medienkonzern Viacom (u.a. MTV Networks und Paramount Pictures) umfasst bereits über 165 kuratierte Nischen-Kanäle – von "Pluto TV Weddings" über "Dogs 24/7" und bis hin zu "Forensic Files". Gemacht, für Fans ganz bestimmter Interessensschwerpunkte. Diese präzisen Nutzerprofile sind damit besonders spannend für Werbekunden.

Fazit

Aufgrund der Vielzahl an Abodiensten und den immer teurer werdenden Monatsbeiträgen entsteht 2020 eine große Chance für begleitende, werbefinanzierte Dienste. Denn während wir Nutzer irgendwann einfach nicht noch mehr Geld fürs Streaming ausgeben wollen, so haben wir doch alle genügend Interessen fernab von Drama-Serien und Hollywood-Komödien. Und für diese sind dann die neuen Player zuständig.

Mehr zum Thema: LEAD-Check: Welcher Streaming-Dienst passt zu dir?

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