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2019 wird sich die Streaming-Landschaft verändern (Foto: Shutterstock)
Streaming Film Netflix

2019 ordnet sich die Streaming-Landschaft neu

Bisher haben vor allem Netflix und Amazon den internationalen Markt unter sich aufgeteilt. Mit Apple, Disney und Warner wollen aber nun weitere Schwergewichte mitmischen.

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Das Streamen bei einem oder mehreren Video-Anbietern gehört bei den meisten Menschen inzwischen zur Abendgestaltung dazu. Wer die Zeit hat, nutzt gerne auch mal den ganzen Tag, um eine neue Staffel wegzubingen. Doch zukünftig wird es noch schwieriger, herauszufinden, was wo läuft.

Denn die Streaming-Landschaft wird sich in diesem Jahr grundlegend neu aufstellen. Wir erklären dir, was sich bei den alten Plattformen verändern wird und womit sich die neuen Anbieter profilieren wollen.

Netflix: Originals, Originals, Originals

Die bestehenden Lizenzverträge mit Filmstudios wie Disney und WarnerMedia laufen aus. Das heißt, dass die 139 Millionen Netflix-Abonnenten schon bald auf bekannte Filmreihen wie "Star Wars", die Pixar-Animationsfilme oder Serien wie "Friends" verzichten müssen. Denn die verschwinden still und heimlich aus dem Katalog. Weil dies aber für Netflix absehbar war, investierte man allein 2018 stolze 8 Milliarden Dollar in Eigenentwicklungen. Der verwöhnte Zuschauer soll ja weiterhin jede Woche neue Serien-Staffeln und Filme von Top-Regisseuren geboten bekommen.

Im selben Jahr stiegen aber auch die Marketingkosten um 65 Prozent, da es deutlich aufwändiger für Netflix wird, ausschließlich mit seinen (bislang unbekannten) Originals neue Abonnenten zu gewinnen. Doch die Wall Street feiert diesen Kurs und machte den ehemaligen DVD-Versand Netflix im Mai 2018 zum wertvollsten Medienkonzern der Welt – vor Disney. Und die Zuschauer feiern Netflix sowieso – für seine Inhalte und die gute Unterhaltung in den sozialen Medien.

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Amazon: Mit Indie-Hits punkten

"Manchester by the Sea" war 2017 der erste Spielfilm eines Streaming-Anbieters, der bei den Oscars punkten konnte. Die zwei Trophäen (unter anderem für das beste Original-Drehbuch) haben eine Änderung in der Film-Strategie des E-Commerce-Riesen eingeläutet: Zukünftig will man verstärkt auf Film-Festivals die Rechte an potentiellen Indie-Hits einkaufen. Anders als Netflix plant Amazon noch eine umfassende Kinoauswertung ein, bevor die Produktionen dann im Prime-Abo erscheinen.

Wie der Branchenblog Deadline Hollywood berichtet, befindet sich Amazon zusätzlich in Verhandlungen mit den Filmstudios Sony und Paramount, um auch deren Neuerscheinungen exklusiv zeigen zu dürfen. Dazu würden dann etwa die Filmreihen "Men in Black" und "Transformers" zählen. Damit könnte sich Prime Video langfristig am ehesten auf sein breites Angebot verlassen, ohne Eigenproduktionen herausstellen zu müssen.

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Wie bitte?

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Disney: Der Weg zu neuem Glanz

Mit Erlebnisparks und Kreuzfahrtschiffen war Disney der Konkurrenz in Sachen Angebotsvielfalt schon immer eine Nasenlänge voraus. Nur in Sachen Streaming hat man sich etwas zu lange zurückgehalten. Das soll sich 2019 ändern! Denn mit Disney+ ist ein Streaming-Angebot angekündigt, das jung und alt begeistern soll. Und wenn alle Zeichentrickfilme, Marvel-Superhelden und Weltraumabenteuer erst einmal beim Dealer Netflix wegfallen, dann werden sich Fans ihren Nachschub ganz sicher direkt beim Produzenten holen.

Mit der jüngsten Übernahme vom Filmstudio 20th Century Fox kann Disney sogar noch mehr Filmreihen sein Eigen nennen: James Camerons "Avatar" zählen genauso dazu wie das Superhelden-Franchise "X-Men". Dank der Mehrheitsbeteiligung am amerikanischen TV-Streaming-Anbieter Hulu und deren langjähriger Erfahrung sollte die neue Plattform Disney+ technisch ausgereift sein und von Anfang an glänzen können.

Apple: Vom Hardware- zum Service-Anbieter

Schon immer haben Apple-Kunden mit der teuren Hardware auch die Software mitgekauft – denn beides kommt bei Apple aus einem Guss. Mit Blick in die Gewinne wird aber immer deutlicher, dass der wertvollste Konzern der Welt aktuell seine größten Umsatztreiber woanders verbuchen kann. Denn Services wie Apple Music und Apple Care liefern aktuell die größten Wachstumskurven! Und so verwundert es auch nicht, dass man seit mehreren Jahren an der Konzeption eines Streaming-Abos für Filme und Serien werkelt.

Mit seiner TV-Box ist Apple eh längst im Wohnzimmer angekommen. Eine eigene Flatrate scheint da nur die nötige Konsequenz zu sein (und vielleicht ist diese ja sogar durch den Kauf der Hardware mitfinanziert). Zumindest kann Apple durch vorinstallierte Apps quasi über Nacht bei hunderten Millionen Menschen anklopfen.

Wie bereits bekannt ist, setzt man seinen Fokus dann auf familienfreundliche Unterhaltung – ohne Sex, Drogen oder Gewalt. Mit Serien von "La La Land"-Regisseur Damien Chazelle, sowie einer Co-Produktion von Reese Witherspoon und Jennifer Aniston dürfte trotzdem für genug Abwechslung gesorgt sein.

WarnerMedia: Hält die Trumpfkarte HBO

Abschließend möchte auch WarnerMedia ein Stück vom Kuchen abhaben. Hinter dem Filmstudio stehen die "World of Wizzards" mit Harry Potter, Newt Scamander und Co., beliebte Superhelden wie Batman und Superman aus den DC-Comics und auch die Serien des US-Senders HBO. Letztere gehören zu den beliebtesten Streaming-Inhalten überhaupt!

Allein "Game of Thrones" führt Jahr für Jahr die Liste der am meisten illegal gedownloadeten Serien an. Weiterhin ist mit Serien wie "Sex and the City“, "True Detective", "Westworld" und "The Big Bag Theory" beim neuen Streaming-Dienst von Warner wirklich für jeden Geschmack etwas dabei – und das ganz legal. Der Start der Plattform ist für Ende 2019 angekündigt.

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