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I Phone11
Ein iPhone, sechs Farben – das normale iPhone 11 dürfte für die meisten Nutzer die beste Wahl sein (Foto: Apple)
Apple iPhone iPhone 11

11 Dinge, die du über das iPhone 11 wissen musst

Wird das Apples künftige Erfolgs-11? Morgen, am 20. September, kommen die drei neuen iPhones auf den Markt – das iPhone 11 (ab 799 Euro), das iPhone 11 Pro (ab 1.149 Euro) und das iPhone 11 Pro Max (ab 1.249 Euro). LEAD hat die Apple-Handys vorab getestet und verrät 11 Dinge, die uns an den neuen iPhones aufgefallen sind.

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So viel vorab: Das Smartphone neu erfunden, so wie 2007 mit dem ersten iPhone, hat Apple auch dieses Jahr nicht. Und richtig spannend wird’s für Fans ohnehin erst 2020, mit den ersten 5G-iPhones, die auch ein völlig neues Design bringen sollen. Trotzdem bietet Apple vor allem mit exzellenten Kameras und deutlich längeren Akku-Laufzeiten so viel Neues, dass sich gerade für Besitzer älterer iPhones mit Home-Knopf jetzt der Umstieg lohnt.

Der erste Eindruck

I Phone 11
Treibt's bunt: Leider gibt es nur das iPhone 11 in diesen Farben, aber nicht das 11 Pro (Foto: Apple)

Natürlich wirken das 11 Pro und das 11 Pro Max mit glänzendem Edelstahlrahmen hochwertiger als das aus Aluminium gefertigte normale iPhone 11. Außerdem ist bei den Pro-Modellen die matte Rückseite spürbar griffiger als der glatte Glas-Rücken des normalen 11ers, das damit schneller aus den Händen rutscht. Dafür sind die Farben des Einstiegsmodells schicker und frischer als beim Pro, bei dem das neue Nachtgrün auch in natura arg düster daherkommt. Gerade das 6,5 Zoll große Pro Max ist arg wuchtig. In Zahlen: Es wiegt 226 Gramm – beim kleineren iPhone 7 waren es 2016 noch 138 Gramm. Wer nicht unbedingt den ganz großen Bildschirm braucht, ist mit dem iPhone 11 (6,1 Zoll) und dem recht handlichen 11 Pro (5,8 Zoll) besser bedient.

Der Start

I Phone 11 Pro
Schon die Farben sollen zeigen: Das iPhone 11 Pro ist das seriöse, aufwändigere Modell für iPhone-Profis (Foto: Apple)

Das Einrichten und das Übertragen der Daten vom alten aufs neue iPhone hat Apple nochmals erleichtert und beschleunigt. Bisher musste sich das neue iPhone die Datensicherung aus der Cloud oder von iTunes laden. Nun transferiert das alte iPhone den Großteil der Daten direkt lokal aufs neue Gerät, das danebenliegt. Nicht erschrecken, wenn zuerst eine Übertragungsdauer von sieben Stunden angezeigt wird. Dieser Wert geht schnell zurück. Ein gut gefülltes 256-GB-iPhone überträgt seine Daten in rund eineinhalb Stunden. Schnell und praktisch!

Die Bildschirme

Für sich genommen ist der LCD-Bildschirm des iPhone 11 exzellent. Niemand wird sich über dieses Display beschweren. Erst wenn direkt daneben ein 11 Pro mit OLED-Schirm liegt, ist zu sehen, um wie viel heller, kontrastreicher und farbintensiver das Pro-Display ist. Hier ist Schwarz wirklich schwarz wie die Nacht. Im Vergleich zum Vorgänger XS hat das 11 Pro bei Helligkeit und Kontrast nochmals zugelegt. Die maximale Helligkeit ist von 625 auf 1.200 nits angestiegen. Wer XS und 11 Pro nebeneinander legt, staunt über den Fortschritt innerhalb eines Jahres. Der Bildschirm des 11 Pro blendet bei maximaler Helligkeit beinahe, und lässt sich auch im Sonnenlicht brillant ablesen.

Mehr zum Thema: iPhone 11, Watch 5, iPad, günstigere Preise – alles neu bei Apple

Die Akkus

I Phone 11 Akku
Das ist mein Laden! Selbst mit aufwändigen Spielen halten die neuen Akkus deutlich länger durch (Foto: Apple)

Die Akkus von 11 Pro und 11 Pro Max bieten bis zu 25 Prozent mehr Kapazität als bei den Vorgängern. Dafür hat Apple die beiden Modelle um 0,4 Millimeter dicker gemacht, was aber praktisch nicht zu bemerken ist. Sehr zu bemerken sind dagegen die offiziell um vier bzw. fünf Stunden gestiegenen Akku-Laufzeiten. Unser erster Test betätigt diesen Quantensprung: Nach zwei Stunden Netflix bei mittlerer Helligkeit sind am XS noch 72 Prozent Akku übrig, beim 11 Pro sind es 84 Prozent. Vom Akku-Fortschritt beim iPhone 11 ist in der Praxis weniger zu merken. Aber es soll immerhin eine Stunde länger laufen als der Vorgänger XR.

Die Ladegeräte

I Phone 11 Ladegeraet
Mit USB-C-Anschluss – das ist das 18-Watt-Ladegerät des 11 Pro und des 11 Pro Max (Foto: 9to5Mac)

Na endlich! Wenigstens den Pro-Modellen legt Apple jetzt ein zeitgemäßes 18-Watt-Netzteil bei, das ein leeres iPhone in einer halben Stunde auf 50 Prozent bringt. Das neue Ladegerät kommt mit einer USB-C-Buchse. Der nicht mehr taufrische Lightning-Anschluss an allen neuen iPhones bleibt aber. Das iPhone 11 beherrscht zwar ebenfalls schnelles Laden. Aber hier packt Apple weiterhin das langsame 5-Watt-Ladegerät in die Schachtel. Wer schneller laden will, zahlt bei Apple 35 Euro für ein 18-Watt-Netzteil, und braucht auch noch das passende Kabel von USB-C auf Lightning. Dafür nimmt Apple mit einem Meter Länge 25 Euro. Unverständlich bei einem 799-Euro-Smartphone.

Die Kameras

Die neuen Kameras sind die Hauptattraktion an den 2019er-iPhones – und brillieren auch im ersten Test. Dem iPhone 11 hat Apple neben der bisherigen Weitwinkel-Linse (26 Millimeter) zusätzlich ein Ultra-Weitwinkel (13 Millimeter) spendiert. Dadurch passt viel mehr vom Motiv aufs Bild – gerade bei Landschaftsaufnahmen oder in engen Umgebungen ein Riesenplus. Leider fehlt ein Tele, um Motive näher heranzuzoomen. Denn der digitale Zoom produziert weiterhin nur matschige Pixel.

11 Pro und 11 Pro Max haben als dritte Linse zusätzlich ein Tele mit 52 Millimetern Brennweite eingebaut. Das ermöglicht einen vierfachen optischen Zoom. Im Vergleich zum XS, das Bilder gerade im HDR-Modus überzeichnet und oft regelrecht ausgebleicht hat, liefern alle drei neuen iPhones extrem scharfe, kontrastreiche und farbintensive Fotos. Und alle fotografieren nun auch Haustiere im Portraitmodus mit unscharfem Hintergrund. Das Magazin The Verge bringt es so auf den Punkt: "Die besten Kameras, die es in einem Smartphone gibt." Das tröstet über den quadratischen Kamerabuckel auf der Rückseite hinweg – der leider auch im richtigen Leben nicht schöner ist als auf Fotos.

Mehr zum Thema: TechTäglich: Hat das iPhone 11 eine quadratische Kamera-Linse?

Die Kamera-Extras

I Phone 11 Kamera App
Einfacher und schlauer: Apple hat die Kamera-App deutlich überarbeitet (Foto: Apple)

Applaus! Tusch! Alle neuen iPhones fotografieren endlich auch im zeitgemäßen Format 16:9, das aktuelle Bildschirme besser füllt als das altmodische 4:3. Wer bisher mit dem iPhone in 16:9 fotografieren wollte, brauchte dazu Apps wie ProCamera. Nun klappt’s auch mit Bordmitteln. Die Einstellung findet sich in der komplett überarbeiteten Kamera-App der neuen iPhones, die wesentlich übersichtlicher und einfacher zu bedienen ist als bisher. Sie macht viele Zusatz-Apps zum Fotografieren überflüssig.

Zum Filmen müssen Nutzer jetzt nicht mehr den Videomodus aufrufen, sondern bleiben einfach mit dem Finger auf dem Auslöser. Für den Mehrbilder-Modus, der bisher so gestartet wurde, wird der Auslöser zur Seite geschoben. Besonders clever: Beim Fotografieren mit Weitwinkel oder Tele speichert das iPhone auf Wunsch die Daten des Ultra-Weitwinkels 30 Tage lang mit. So lässt sich der Bildausschnitt bei Bedarf nachträglich vergrößern. Diese nützliche Option heißt "Fotoaufnahme außerhalb des Rahmens". Man merkt, wie wichtig die Kamera-App für die neuen iPhones ist. Hier hat Apple viel Gehirnschmalz investiert.

Der Nachtmodus

Nachtmodus
Night-Gefühle: Der neue Nachtmodus bringt Licht ins Dunkel (Foto: Apple)

Bisher konnten iPhone-Besitzer nur neidisch auf den Nachtmodus des Google Pixel 3 schauen, der mit Hilfe künstlicher Intelligenz umwerfend gute Bilder bei Dämmerung und Dunkelheit liefert. Mit dem Night-Neid ist es ab sofort vorbei. Denn sowohl beim iPhone 11 als auch beim 11 Pro und Pro Max ist jetzt ebenfalls ein Nachtmodus an Bord, der zumindest vergleichbare Bilder liefert. In vielen Fällen sind beim iPhone-Nachtmodus sogar noch mehr Details zu erkennen als beim Pixel 3.

Aktiviert wird der Nachtmodus denkbar einfach: Er schaltet sich bei schlechtem Licht von selber ein – und zeigt dem Nutzer an, für wie viele Sekunden er das iPhone möglichst ruhig halten muss. Und mit einem Stativ lassen sich Nachtfotos mit bis zu 28 Sekunden Belichtungsdauer aufnehmen. Bei den Pro-Modellen verbessert Apple im Herbst per Software-Update die Fotos bei schlechtem Licht nochmals. Dann kombiniert der neue "Deep Fusion"-Modus neun Bilder mit verschiedenen Belichtungen zu einem einzigen Foto.

Die Selfies

Selfie I Phone 11
Selfie oder Slofie? Die überarbeitete Frontkamera bietet viele neue Möglichkeiten (Foto: Apple)

Statt der bisherigen 7-Megapixel-Frontkamera baut Apple bei allen drei neuen iPhones ein 12-Megapixel-Modell ein. Spannender als die höhere Auflösung ist aber die Option, erstmals auch vorne per Weitwinkel zu fotografieren. Allzu groß ist der Unterschied zwischen normalem Modus und Weitwinkel zwar nicht – aber die eine oder andere Person passt dann zusätzlich aufs Selfie. Quasi ein eingebauter Selfie-Stick (den Samsung, Huawei und Google aber schon länger bieten)! Die neuen Zeitlupen-Selfie-Videos mit 120 Bildern pro Sekunde, die Apple „Slofies“ getauft hat, sind ein amüsantes Spielzeug – brauchen aber Planung und eine entsprechende Umgebung, um wirklich gut auszusehen. Unsere Ergebnisse waren bisher sehr überschaubar…

Der Rest

Akku
Face ID soll an den neuen iPhones schneller funktionieren. Wirklich zu spüren ist das im Alltag aber nicht (Foto: Apple)

Um Platz für größere Batterien zu schaffen, hat Apple an iPhone 11 Pro und Pro Max 3D Touch gestrichen – die Funktion, die die Stärke des Fingerdrucks auf das Display gemessen hat, um damit verschiedene Aktionen auszulösen. Stattdessen kommt an allen neuen iPhones jetzt Haptic Touch zum Einsatz, das nur noch registriert, ob länger gedrückt wird oder nicht. Man spürt, dass Haptic Touch langsamer reagiert als 3D Touch, und muss sich bei Aktionen wie dem Verschieben von Ordnern oder dem Setzen des Cursors auf der Tastatur umstellen. Ein großer Verlust ist das ohnehin kaum genutzte 3D Touch aber nicht. Außerdem lassen sich iPhones und iPads nun alle mit Haptic Touch auf die gleiche Weise bedienen. Die Gesichtserkennung Face ID soll im Übrigen nun schneller und aus größeren Winkeln reagieren. Im LEAD-Test war davon aber nichts zu merken.

Das richtige Modell

Das Richtige I Phone 11
Zwei Linsen oder drei Linsen, iPhone 11, 11 Pro oder Pro Max? Apple-Fans haben die Wahl (Foto: Apple)

Für die allermeisten Nutzer ist das Standard-Modell iPhone 11 ab 799 Euro die sinnvollste Wahl. Es ist relativ günstig – für ein iPhone. Weil Apple für die Verdopplung des 64-GB-Speichers nur 50 Euro verlangt, ist die 128-GB-Variante für 849 Euro dabei der klare Kauftipp. Dieser Platz reicht im iCloud-Zeitalter, in dem viele Inhalte in der Apple-Wolke gespeichert werden, meist aus. Der maximale Speicher von 256 GB fürs iPhone 11 ist mit 969 Euro schon wieder deutlich teurer.

Den Aufpreis fürs 11 Pro (ab 1.149 Euro) oder fürs 11 Pro Max (ab 1.249 Euro) sollten wirklich nur absolute Foto-Fans bezahlen – oder Liebhaber von Filmen und Serien, die die perfekte Bildqualität auf dem OLED-Bildschirm der Pro-Modelle haben wollen. Für solche Ansprüche sind die 64 GB der günstigsten Varianten aber zu wenig. 256 GB für 1.319 Euro (Pro) oder 1.419 Euro (Pro Max) sind der beste Kompromiss. Die ebenfalls angebotenen 512 GB lassen sich kaum füllen.

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