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3 Hennes Cr 1 Fc Koeln
Klub-Maskottchen Hennes bleibt auch, und ist ein echter Instagram-Star (Bild: 1. FC Köln)
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Sportlich hopp, digital top!

​Der 1. FC Köln in der Champions League – das gibt es tatsächlich. Zumindest digital. Im Suchmaschinen-Ranking der Onlineagentur web-netz aus Lüneburg belegte der FC Platz drei hinter dem FC Bayern und VfB Stuttgart.

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Der 1. FC Köln in der Champions League – das gibt es tatsächlich. Zumindest digital. Im Suchmaschinen-Ranking der Onlineagentur web-netz aus Lüneburg belegte der FC, der seit Ende April als erster Bundesliga-Absteiger feststeht, Ende 2017 Platz drei hinter dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart. Dritter in der Google-Bundesliga, das würde für die Champions League reichen – im Gegensatz zur echten Tabelle, in der die Kölner auf Rang 18 dümpeln. "Sportlicher Absteiger, digitaler Aufsteiger", so beschreibt Branchenexperte Felix Benckendorff, Head of Consulting bei web-netz, die erstaunliche Online-Performance der Rheinländer, die trotz Abstieg auch nächste Saison erstklassig bleiben soll.

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    Die Klub-Website (Bild: 1. FC Köln)
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    Die Klub-Website (Bild: 1. FC Köln)

"Spürbar anders", heißt es auf seiner Website fc.de über den Verein. Und auf Facebook lautet das Motto: "Der 1. FC Köln ist nicht irgendein Club. Er ist besonders." Das könnte auch für das digitale Spielfeld gelten, auf dem die Kölner deutlich quirliger, findiger und erfolgreicher unterwegs sind als ein großer Teil der deutschen Konkurrenz. Bereits 2014 wurde der Club für sein Portal FC-Connect mit dem Deutschen Preis für Online-Kommunikation ausgezeichnet.

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Im Bereich VR gilt der 1. FC Köln als Vorreiter

Im Bereich Virtual Reality gilt der FC sogar als Vorreiter. "Wir sind Anfang 2017 der erste deutsche Club gewesen, der mit der VR-Technologie experimentiert und dabei an 2.000 digitalaffine Fans eine VR-Brille im FC-Design versendet hat", erklärt Patrick Kress, Teamleiter Vertrieb und Mitglied der digitalen Task-Force des FC. Eine der Ideen: Die gesamte Saisoneröffnungsfeier wurde als Livestream in 360-Grad-Technologie produziert und rund sechs Stunden lang live auf Facebook und YouTube gestreamt. Oder: In der App des FC können Fans die Gründungskneipe des Traditionsvereins als VR-Anwendung besuchen. Nur am virtuellen Zigarrenrauch und am digitalen Kölsch-Ausschank muss der Club noch arbeiten. Patrick Kress über die Möglichkeiten der virtuellen Realität: "Sie bietet noch nie zuvor dagewesene Möglichkeiten, den FC erlebbar zu machen und als Fan so nah wie möglich an die Stars heranzukommen."

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Die Gründer-Kneipe des FC als VR-Anwendung (Bild: 1. FC Köln)

Clevere SEO-Arbeit und die Maxime "Online first"

Der völlig überraschende Abstieg, nur ein Jahr nach der Qualifikation für die Europa League, hat zumindest digital zu keinem Einbruch geführt. Auch die Umstellung auf die prominente Internet-Domain fc.de haben die Kölner durch clevere SEO-Arbeit ohne Verluste bei Reichweite und Traffic bewältigt. Und beispielsweise auf Twitter liegt der FC mit 664.000 Followern deutlich vor der rheinischen Konkurrenz aus Gladbach (488.000). Das ist zwar weit entfernt von "Digital-Meister" Bayern München (4,47 Millionen), der über ganz andere personelle und finanzielle Möglichkeiten verfügt – aber für Bundesliga-Verhältnisse ein erstklassiger Wert. "Hier zahlt sich aus, dass beim FC mehr als in anderen Clubs das Motto 'Online first' gilt", hat Experte Felix Benckendorff von web-netz beobachtet.

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    Die Stars bleiben! Frohe Instagram-Botschaften beim 1. FC Köln (Bild: 1. FC Köln)
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    Die Stars bleiben! Frohe Instagram-Botschaften beim 1. FC Köln (Bild: 1. FC Köln)

Und wer mit Pauken und Trompeten absteigt, hat vielleicht sogar spannendere und emotionalere Geschichten zu bieten als ein solider Neunter oder Zehnter in der Bundesliga-Tabelle. Der FC hat dies zuletzt genutzt, um die Vertragsverlängerungen seiner Stars Jonas Hector, Timo Horn, Marcel Risse und Marco Höger als Wohlfühlstory fürs Herz unter dem Hashtag #durchetfüer (durch das Feuer) digital zu erzählen. Zum Beispiel Jonas Hector: Der Nationalspieler war bei Borussia Dortmund und beim FC Bayern im Gespräch, geht aber nun – durchaus überraschend – mit "seinem" FC in die zweite Liga, und verlängerte seinen Vertrag gar bis 2023. Hectors schlichte und fürs kölsche Herz ergreifende Botschaft: "Ich gehöre zum FC."

Diese von den Fans ersehnte Meldung verbreitete der Club zunächst exklusiv über seine digitalen Kanäle – aus denen Express oder Bild dann zitieren mussten. Der Lohn: 19.000 "Gefällt mirs" für diese Nachricht innerhalb von zwei Stunden auf Instagram, und enthusiastisches Feedback der Fans, die ihren Kapitän als "Held" und "Ritter" feierten.

📝 Jonas #Hector bleibt beim #effzeh und verlängert bis 2023. #durchetfüer

Ein Beitrag geteilt von 1. FC Köln (@fckoeln) am

Branchenkenner Felix Benckendorff: "Früher wäre das eine Pressemitteilung per Fax gewesen, heute macht ein cleverer Klub daraus seinen eigenen Content. Die Fans erfahren das dann direkt von ihrem Verein, und nicht auf dem Umweg über die Presse." Bei Torwart Timo Horn lautete die digitale Botschaft: "Ich bin hier groß geworden und weiß, was ich am #effzeh habe", und bei Marcel Risse: "Ich laufe nicht davon, nur weil es eine Saison nicht gelaufen ist".

Ob die O-Töne tatsächlich von den Spielern stammen, sei dahingestellt. Aber es las sich jedenfalls großartig, und wärmte die Seele der FC-Fans, die in den letzten Monaten viel durchmachen mussten.

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    Wohlfühl-Botschaften auf Twitter (Bild: 1. FC Köln)
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    Wohlfühl-Botschaften auf Twitter (Bild: 1. FC Köln)

Sie müssen mit ihrem Club nun tatsächlich ein Jahr #durchetfüer gehen. Statt Bayern, Dortmund und Schalke warten in der zweiten Liga Sandhausen, Heidenheim und Bochum. Digital wird der 1. FC Köln aber weiterhin auf Bundesliganiveau kommunizieren, der Aufwand für Facebook, Instagram oder Twitter wird trotz des Abstiegs nicht reduziert. Im Sommer 2019 will der FC dann "nach Hause" in die Bundesliga zurückkehren. Einen Hashtag gibt es noch nicht – wie wär's mit #widderzohus?

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