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Geo-Targeting

Wie lokal ausgesteuerte Werbung Streuverluste minimiert

Christian Gehl Veröffentlicht am 16.04.2012 - 09:36 Uhr

Wie lokal ausgesteuerte Werbung Streuverluste minimiert
Foto: © apprupt

Geotargeting ordnet IP-Adressen ihrer geografischen Herkunft zu. Der Internet-Nutzer wird räumlich lokalisiert - vorausgesetzt, er stimmt zu. Werbe­mittel werden dann nur in bestimmten geografischen Gebieten ausgeliefert, die nach verschiedenen Kriterien (z. B. Postleitzahlen, Bundesländer) definiert sind. In einem Beitrag für LEAD digital sieht Jascha Samadi, Gründer und Geschäftsführer von Apprupt, einem Netzwerk für mobile Kontext-Werbung, lokal ausgesteuerte Kampagnen auf dem Weg zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Marketings.

Die Budgetvolumina von Geo-Targeting-unterstützten Kampagnen verzeichnen bei uns im laufenden Monat April bereits einen Anteil von nahezu 50 Prozent an den Gesamtspendings aller Advertiser; im Schnitt der vergangenen sechs Monate sprechen wir von einem Anteil von rund 20 Prozent. Wir sehen einen immer stärker werdenden Trend zu regional und lokal ausgesteuerter mobiler Werbung. Geo-Targeting ist nicht länger ein Kampagnen-Add-on, sondern wird mittelfristig vielmehr ein Must-Have.
 
Noch effizienter wird Geo-Targeting, wenn man es mit anderen Targeting-Komponenten verknüpft. Apprupt bietet Agenturen und Direktkunden seit April auch ein Wetter-Targeting an. Dieses beinhaltet die Aussteuerung von Anzeigen angepasst an die aktuelle Wetterlage, auf Wunsch des Kunden für alle deutschen Großstädte. Ein Beispiel: Die Sommerurlaubs-Kampagne eines Reiseveranstalters kann mit der Adserver-Technologie bei Regenwetter in Hamburg verstärkt ausgeliefert werden, während sie in München bei strahlendem Sonnenschein vorübergehend pausiert.
 
Auch wetter-spezifisch angepasste Anzeigen (für Regen, Sonne oder Schnee) kann der Adserver dank der Schnittstelle zum angeschlossenen Wetterdienst passend ausliefern. Das kann z.B. in der Pharma-Branche das Thema Heuschnupfen sein: Bei Sonnenschein erhalten Nutzer beispielsweise Botschaften mit einem spezifischen Anzeigen-Wording zur aktuellen Pollenflugsituation. Bei Regen dagegen können stattdessen Anzeigen ausgeliefert werden, deren Botschaften eher auf die generelle Heuschnupfen-Problematik ausgerichtet sind. Durch die Verknüpfung von Geo- und Wetter-Targeting können wir Städte und Wetter als „regionales Event“ clustern und somit Streuverluste noch stärker minimieren.

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