Das Ziel, mit Twitter mehr Werbeeinnahmen zu erzielen, will CEO Dick Costolo unter anderem mit neuen Unternehmensprofilen erreichen. Der erste deutschstämmige Kunde ist Volkswagen. Aktuell sind die Wolfsburger mit mehreren Twitter-Accounts vertreten. Das neue Twitter-Profil wird zunächst für die Volkswagen Group of America (Bild) mit mehr als 56.000 Followern eingerichtet. Von Deutschland aus kann man zwar folgen, sieht aber nicht das neue Design. "Wir wollen damit mehr Traffic erreichen", erklärt ein Unternehmenssprecher. Die Inhalte würden aus dem Marketing gesteuert, Unterstützung liefere die Agentur Edelman. "Bisher haben wir vor allem Marken-Themen über den Kanal verbreitet, daher ist es nun der logische Schluss, ihn als Brand Page auszustatten", so der Sprecher weiter. Darüber hinaus werde VW vermehrt Corporate Social Responsibility-Themen twittern, auch das zahle auf die Marke ein. Innerhalb des Marketingmix investiere Volkswagen stärker in Social Media - erkennbar auch am aktuellen SuperBowl-Spot und dessen rasanter viraler Verbreitung.
Im Dezember kündigte Twitter das neue Feature an, das zunächst mit 21 Unternehmen an den Start ging, darunter DisneyPixar, American Express, Dell, Heineken, McDonalds, Nike und Pepsi. Auch wenn in Bloggerkreisen die Kritik an den wenigen, aber teuren Möglichkeiten (25000 Dollar verlangt Twitter für ein Unternehmensprofil) überwiegt, scheint das Interesse der Wirtschaft langsam in Schwung zu kommen. Nun verkündete Twitter weitere Kunden für die aufgerüsteten Profilseiten, etwa die Medienkonzerne National Public Radio, NBC News, The Huffington Post und Al Jazeera sowie den deutschen Automobilkonzern Volkswagen.
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Annette
Mattgey