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Vierpartner

Studie: Social-Media-Gefälle im DAX 30

Sebastian Blum Veröffentlicht am 30.03.2012 - 13:50 Uhr

Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ist die deutsche Nummer eins im Social Web.
Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ist die deutsche Nummer eins im Social Web.
Foto: © Screenshot

Längst nicht alle Unternehmen im DAX 30 nutzen aktiv die Möglichkeiten sozialer Netzwerke - das ergibt eine Studie der Beratungsagentur Vierpartner aus Düsseldorf. Sportausstatter Adidas und die Autobauer BMW und Volkswagen sind dabei die Social-Media-Klassensprecher unter den stärksten Firmen im Deutschen Aktien-Index.

Laut jüngster Zahlen verfolgen fast 24 Millionen Nutzer die Aktivitäten der Marke Adidas auf Twitter und Facebook: im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von zehn Millionen. Guter Zweiter ist BMW mit rund 13,4 Millionen Followern, bzw. Fans. Damit legen die Bayern im Jahresvergleich um mehr als das Doppelte zu. Auch Volkswagen hat inzwischen die Zehn-Millionen-Marke geknackt . Auf die Wolfsburger folgen Daimler mit 5,1 Millionen, Beiersdorf mit 1,5 Millionen und die Deutsche Telekom mit 1,1 Millionen Fans und Followern.

Viele der führenden Unternehmen in Deutschland haben aber noch Nachholbedarf: 12 der 30 Branchenriesen erreichen über Social Media nicht einmal die Marke von 10.000 Interessierten. Dazu gehören der Pharmaziekonzern Merck, die Commerzbank und die Energiekonzerne RWE und Eon. Der Baustoffhersteller Heidelberger Cement und das Bergbauunternehmen K + S verzichten sogar ganz auf Facebook und Twitter. Doch selbst Finanz-Service-Unternehmen wie die Deutsche Bank mit gut 70.000 Followern dümpeln im mittleren bis unteren Mittelfeld.

Seit drei Jahren ermittelt Vierpartner die Reichweiten der 30 führenden DAX-Konzerne im Social Web. Dabei sammeln und zählen die Düsseldorfer die Seiten der verschiedenen Konzernbereiche, Töchter und Marken. Anschließend ermitteln sie, wie viele Fans diese Seiten haben. Für die aktuellen Zahlen erfasste die Agentur nach eigenen Angaben rund 1500 Twitter- und Facebook-Seiten.

Ob die Studie großen Einfluss auf die Aktivitäten der Unternehmen in Social Media hat, ist jedoch fraglich. Denn soziale Netzwerke machen nicht für jede Firma Sinn: Schließlich passt eine Fanpage auf Facebook eher zu dem Image von Marken wie Adidas als einem Bergbauunternehmen wie K + S. Zudem gibt die Studie keine Aufschlüsse über die Aktivität der Follower. Hier zählt beim Engagement im Netz immer noch das alte Motto Klasse statt Masse.

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