Wie performen die Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen? Das nimmt die Plattform Socialbakers.com genau unter die Lupe. Nun eröffnet der Spezialist für Analysen von Facebook und Co. auch hierzulande ein Büro. LEAD digital hat mit dem neuen Deutschland-Chef Egon Wilcsek darüber gesprochen, warum sich Socialbakers mit Agenturen nicht schlecht stellen will, wie eng der Draht zur Facebook ist und was in näherer Zukunft geplant ist.
Herr Wilcsek, Sie bauen für Socialbakers gerade eine deutsche Niederlassung in München auf. Wer sind die Kunden von Socialbakers?
Alle Early Adopters, also diejenigen, die es sich leisten können zum jetzigen Zeitpunkt einen Social Media Manager einzusetzen oder eine Social Media Strategie zu definieren. Diese haben natürlich einen Bedarf an Kennzahlen, um die Wirkung weiterer Kampagnen zu steuern und zu messen. Die meisten von diesen sind aus dem B-to-C-Bereich, etwa Henkel, Lufthansa oder Adidas. In Deutschland haben wir auch eine hohe zweistellige Kundenzahl, ohne dass es bisher eine lokale Niederlassung gab.
Sind Ihre Tools denn auch interessant für kleinere Unternehmen und Marken?
Gerade für diese haben wir vom Prozess her ein sehr einfaches Online-Modell. Die Preise sind ganz klar definiert, noch sind sie in Dollar, aber das wird sich bald ändern. Es fängt bei 50 Dollar pro Monat an. Wichtig ist vor allem, dass diese gut ausgebildete Leute haben, die die Daten auch richtig interpretieren und daraus Handlungsanweisungen ableiten können.
Bieten Sie denn auch Unterstützung zur Interpretation der Daten an?
Wir haben inhouse Agenturleistungen, die reichen von der strategischen Leistung bis hin zur Entwicklung von Apps. Wir sind einer der weltweit weniger als 100 Preferred-Developer-Consultants von Facebook. Dadurch kriegen wir Änderungen beim sozialen Netzwerk aus erster Hand mit und davon profitieren natürlich auch unsere Kunden. Aber mein Ziel in Deutschland ist es natürlich zu wachsen und Socialbakers bekannt zu machen. Und das bedeutet auch, dass ich mich nicht mit Agenturen oder weiteren Multiplikatoren schlecht stellen möchte. Deshalb biete ich grundsätzlich Interpretationen der Daten an, aber wenn eine Agentur einen besseren Kontakt zum Kunden hat, dann geh ich den Weg über die Agentur. Die Agenturen, die Socialbakers für ihre Kunden einsetzen, macht fast ein Drittel unserer Kundschaft aus.
Mal ehrlich: Kann ich denn mit Tools wirklich die Wirkung meiner Faceboook-Kampagne messen?
Wir ermöglichen es, den Kunden eine Kennzahlen-Basis in die Hand zu geben. Durch die Mehrdimensionalität unserer Metriken und Berichte kann der Kunde tiefer gucken, ob er sein Ziel - etwa "die Anzahl der Fans zu erhöhen“- erreicht hat. Es ist wichtig, sich immer Ziele zu setzen, dann diese Kennzahlen zu messen und dann kontinuierlich Maßnahmen zu ergreifen. Das mögen Kampagnen sein, das mögen andere Kommunikationsmaßnahmen sein. Ich bin nicht der Meinung, dass eine Kampagne ein Allheilmittel ist. Das ist immer die Kombination aus verschiedenen Aspekten, die eben zum Aufbau einer Marke führen.
Was steht in näherer Zukunft bei Socialbakers an?
Wir haben ein weiteres Produkt "im Ofen“: eine andere Social Media Kompetenz, die es im Markt schon gibt. Es wird in Richtung Social Monitoring gehen, das sehen wir als gute Ergänzung und Abrundung zu unseren schon bestehenden Services.
Dieser Blogeintrag wurde verfasst von:
Linda
Ross