Facebook fürs Private. Google + für Brands: So sieht David Berkowitz, VP Emerging Media bei der New Yorker Digitalagentur 360i, die künftige Rollenverteilung der Social Networks. „Google+ ist für mich eine bessere Alternative zu Twitter, um mich an öffentlichen Diskussionen zu beteiligen oder meine diversen Circles mit verschiedenen Inhalten zu versorgen“, sagt er im Chat mit Junction App, die zum Verlag Werben & Verkaufen gehört. Im Gegensatz zum privateren Facebook bieten die Circles daher gerade für Unternehmen eine gute Möglichkeit, sich mit seinen Zielgruppen zu vernetzen. Als gelungene Beispiele hebt er H&M, Amazon und Dallas Cowboys hervor.
Im Zusammenspiel mit seinen weiteren Geschäftsfeldern könne der Suchmaschinen-Riese aus Kalifornien seine Stärken voll ausspielen, so Berkowitz. „Wenn User Brands mit Klick auf den „+1“-Button weiterempfehlen, können diese mitsamt User-Profil auch auf freien bzw. bezahlten Suchergebnissen auftauchen." Dies führe zu viel mehr Klicks und Engagement mit Brands.
Google kann beispielsweise auch auf die gesamte Palette seiner Gmail-Nutzer zugreifen. Wenn ein User den +1-Button betätigt, ist das nicht nur für seine Kontakte auf Google+ sichtbar, sondern auch für die Gmail-Nutzer. Digital-Experte Berkowitz: „Google+ ist ein wirkliches Netzwerk, bei dem alle Google-Services zusammengeführt werden: Maps, YouTube, Android, Search, Display, Blogger und so fort - damit können die Menschen Google+ nutzen, ohne bei plus.google.com ihre Zeit zu verbringen.“
Beim Privaten liege Facebook jedoch weiterhin vorn. Solange nicht alle Freunde und Familienmitglieder auf Google+ sind, bleibe das neue Netzwerk vor allem dem Business sowie geschäftlichen Beziehungen vorbehalten. „Facebook wird auch weiterhin das Soziale Netzwerk Nummer eins sein, so wie wir es kennen. Google+ wird im Zusammenspiel mit anderen Services reüssieren. In dem Bereich gibt es Raum für viele Gewinner.“
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Irmela
Schwab