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Twitter-Studie

Mailänder Professor: "Bis zu 46 Prozent der Follower sind Maschinen"

Linda Ross Veröffentlicht am 14.06.2012 - 09:29 Uhr

Mailänder Professor: "Bis zu 46 Prozent der Follower sind Maschinen"

Bis zu knapp 46 Prozent der Twitter-Gefolgschaften von Unternehmen bestehen aus maschinell betriebenen Accounts. Das zeigt eine Studie von Marco Camisani Calzolari, Professor an der Universität Mailand. Anhand eines mit einem Kriterienkatalog erschaffenen Algorithmus hat Calzolari untersucht, ob hinter den Followern von internationalen Konzernen, internationalen Unternehmen in Italien sowie italienischen Firmen wirkliche Menschen oder Bots, also Computerprogramme, stecken.

Die Kriterien berücksichtigen dabei unter anderem die Verwendung von Mobiltelefonen zur Einwahl bei Twitter, die User-Biografie, Geo-Daten, den Grad der Vernetzheit und den Inhalt, um Mensch von Maschine zu unterscheiden. "Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob ein Account von einem Bot betrieben wird. Wir sind aber in der Lage festzustellen, ob sich ein User wie ein Bot verhält. Bislang gibt es keine bessere Methode", so Calzolari.

Unter den internationalen Konzernen hat der Twitter-Account DellOutlet den höchsten Anteil an potenziell automatisierten Followern. Fast 46 Prozent sind laut dem Algorithmus verdächtig. Den "niedrigsten" Anteil auffälliger Follower unter den 13 untersuchten Konzernen weist Starbucks mit 6,9 Prozent auf. Coca-Cola kommt auf etwas mehr als 13 Prozent, Playstation liegt bei 11,6 Prozent und Samsung bei 10,6 Prozent. Bei den internationalen Unternehmen in Italien schneidet Ikea Italia am schlechtesten ab (45,9 Prozent).

"Die Firmen haben Fehler gemacht. Sie haben ihre Homepgaes vernachlässigt und ihre Marketing-Bemühungen in sozialen Medien ausgelagert. Viele der dazu angestellten Agenturen arbeiten unseriös und kaufen einfach Follower", erklärt Studienleiter Calzolari die Ursache für die hohe Zahl der Bot-Verdachtsmomente.

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