Social-Media hat Macht. Das haben Unternehmen und Marken wie Media Markt und der FC Bayern, über die ein Shitstorm der Nutzer eingebrochen ist, am eigenen Leib zu spüren bekommen. Mächtigen Einfluss auf eine Entscheidung des Chiquita-Chefs Fernando Aguirre hatten nun Twitter-Beiträge. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hatte der Bananenproduzent aufgrund eines auslaufenden Mietvertrages über einen Standortwechsels seiner Zentrale nachgedacht. Bisher hatte Chiquita seinen Sitz in Cincinnati, Ohio. Nun sollen rund 400 Mitarbeiter aus der Zentrale und anderen Standorten nach Charlotte in North Carolina umziehen.
Chiquita hatte dabei mehrere mögliche "Kandidaten“ ins Visier genommen. Die Kommune in North Carolina überzeugte Firmen-Chef Aguirre letztlich – allerdings nicht etwa durch arrangierte Treffen mit Politikern oder in Aussicht gestelle Vergünstigungen, sondern durch den Twitter-Einsatz der Bürger von Charlotte. Privatleute twitterten an den Social-Media-affinen Chiquita-Boss Aufrufe wie "Give @FdoAguirreCEO a follow. Tell him why you are #bananasforCLT. I love #Chiquita bananas. Great fuel for hikes, biking and kayaking“. Das entfachte einen regelrechten Twitter-Kampf, denn auch die Bürger von Cincinnati wollten nun Aguirre unter dem Hashtag #NoCincyBananaSplit zum Bleiben überreden. Letztlich bekam dann aber Charlotte den Chiquita Zuschlag. Die Tweets der Einwohner Charlottes hätten dazu beigetragen, dass Chiquita "sich willkommen fühlen würde“, so Aguirre bei der offiziellen Bekanntgabe der Entscheidung.
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