Neben den Großen der Zunft etablieren sich immer mehr Nischen-Netzwerke, die Menschen nach ihren Hobbies und persönlichen Vorlieben gruppieren. Jüngstes Beispiel: OverCoffee. Hier geht es um "Kaffee, Menschen, Reisen und alles, was bei einer Tasse Kaffee passieren kann." Anmelden kann man sich auch via Facebook - was beweist, dass die kleineren Netzwerke ganz gut im Windschatten von Facebook existieren können. In den "CoffeeStories" erzählen die Nutzer ihre persönlichen Erlebnisse. Unter "Connections" lässt sich das nächstgelegene Café finden oder ein neues hinzufügen. Für Europa listet die Seite nur wenige Adressen - je eine in Kroatien und den Niederlanden sowie drei in Großbritannien. Deutschland ist noch ein völlig weißer Fleck. OverCoffee denkt aber auch an den Genuss zuhause und offeriert verschiedene Kaffeesorten, Kaffeemaschinen und Tassen im Onlineshop. Der Trend zum hochwertigen Kaffeegenuss hat noch weitere neue Seiten hervorgebracht, etwa den Abo-Dienst Kopi. Auch er versucht, mit seinem Facebook-Account Kontakt zu seinen Nutzern zu knüpfen. In der realen Welt gelingt das bereits ganz gut: Kopi belieferte die London Fashion Week.
Für Marketer lohnen die neu aufkommenden Netzwerke durchaus einen zweiten Blick. Ihre Nutzer sind möglicherweise engagierter und bessere Multiplikatoren als eine Vielzahl von Facebook-Fans. Einige Webshops haben damit schon positive Erfahrungen gemacht. Viel versprechende Beispiele für Nischen-Netzwerke sind etwa Pinterest, Foodily und Snapette.
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Annette
Mattgey