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Reputation Management

Image im Netz: Die "Spitze des Eisbergs" polieren

Irmela Schwab Veröffentlicht am 27.07.2012 - 12:44 Uhr

Image im Netz: Die "Spitze des Eisbergs" polieren

Vor ein paar Jahren war der Hype groß, es hieß: Reputation Management ist Pflicht! Doch dass jedes Unternehmen, das im Rampenlicht steht, einen Reputationsberater dafür benötigt, ist wohl nicht zwangsläufig so. Zum einen können über zunehmend mehr Gratis-Tools von Google, Yahoo und jüngst Microsoft (Brandify) Privatpersonen bis hin zu Selbstständigen und Großunternehmen ihren Ruf selbst überprüfen. Zum anderen werden Warnungen vor Beratern, die für viel Geld eine lupenreine Weste verschaffen, immer lauter: Im Dezember warnte der Ripoff Report etwa vor unlauteren Methoden mancher Reinwasch-Firmen, die potenziellen Kunden negative Kommentare über sie im Netz senden - und damit zu bedrängen versuchen.

Doch die Möglichkeiten sind anscheinend auch für die Profis begrenzt. Wie Ruf-Manager wie Profil Defender auf ihrer Website beschreiben, ersetzen sie vor allem negative gegen positive Einträge, indem sie mehr positive Äußerungen viral - vor allem via SEO - verbreiten. Also alles kein Hexenwerk. Negative Kommentare für immer aus dem Netz zu eliminieren, ist dagegen ein Ding der Unmöglichkeit. "Man kann keine negativen Kommentare entfernen", zitiert das "Wall Street Journal" in einem Bericht Brent Franson, Vice President Sales von Reputation.com - dem Erfinder und Marktführer der Zunft. Ziel sei es vielmehr, so Franson weiter, sicher zu stellen, dass "die Spitze des Eisbergs" gut aussehe. Nach diesem Schema sieht der Reputation-Manager auch die Top-Suchergebnisse seines eigenen Unternehms im grünen Bereich. Das bedeutet wohl im Umkehrschluss: Wer nur Positives über eine Person findet, sollte bei den Suchergebnissen von hinten anfangen...

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