Große Marken wie Dell, Ford, H&M und Pepsi haben schon mehrere hunderttausend Follower bei Google+. Doch gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen sieht Matthias Berger viel Potenzial, einen neuen Zugangsweg zu ihren Zielgruppen zu finden. Berger ist Managing Partner bei Berger Baader Hermes in München und baut für seine Digital-Agentur derzeit eine eigene Präsenz bei Google+ auf. Exklusiv für Lead Digital stellt er seine wichtigsten fünf Regeln vor:
1. Eigene Erfahrung machen. Der erste Schritt ist es, persönliche Erfahrungen durch die private Nutzung von Google+ zu sammeln. Dabei geht es darum, Multiplikatoren und Influencern zu folgen. Aber auch den Wettbewerbern - von denen man sich unbedingt differenzieren sollte. Dann geht es darum, eigene Posts zu setzen und zu beobachten und wie sie viral verbreitet werden. Daran lässt sich sehr schnell erkennen, was ankommt und was nicht - und man kann seine eigene individuelle Mehrwert-Strategie für Google+ definieren. Übrigens: Bald gibt es in Deutschland den Dienst Google+ Ripples, der die Posts analysiert.
2. Qualität sticht Quantität. Botschaften über alle Social Networks hinweg sollten unique und auf die Markentonalität der jeweiligen Follower, Fans und Circles abgestimmt sein. Bevor man eine eigene Präsenz startet, sollte man genug Inhalte sammeln und rund ein Dutzend Beiträge vor dem offiziellen Start ins eigene Profil einpflegen. Warum? Die User beurteilen ihr Google+-Profil und entscheiden dann, ob sie ihm folgen - oder eben nicht.
3. Mehrwert schaffen. Wie bei anderen Social Networks auch, ist es entscheidend nicht platt zu werben, sondern wirkliche Konversation zu betreiben, zu networken, die Community zu involvieren, Stammkunden oder das Recruitment zu pflegen. Das kann über Inhalte geschehen - wie Posts, Links, vor allem auch Fotos und Videos - oder über Service- und Customer Care-Funktionen. Die Einteilung der Follower in die Circles, Google Docs oder Hang outs kann prima für Gewinnspiele, Support, Produkt- oder Dienstleistungserklärungen in Live Webinaren genutzt werden. Wichtig ist es, die Besonderheiten und Unterschiede zwischen den Präsenzen auf Google+ und Facebook herauszuarbeiten und zu vertiefen.
4. Follower sammeln. Um Follower zu generieren, sollte die Google+ Seite prominent auf ihrer Website eingebunden werden sowie in sämtlichen E-Mail Signaturen. Dafür kann auch kostenlose URL-Dienste wie zum Beispiel gplus.to genutzt werden, die einen lesbaren Re-Direct auf die eigene Google+ ID einrichtet. Follower können auch über Google Adword Anzeigen gesammelt werden, und über Posts in anderen Social Network-Präsenzen wie Facebook oder Twitter. Etwa: „Sie nutzen auch G+? Wir sind jetzt auch dabei!“ Dazu eine Begründung, warum man folgen sollte und welche Besonderheiten bei Google+ geboten werden.
5. Nicht aufgeben. Das A&O ist, das Profil zu pflegen, es aktuell zu halten und neue Features zu testen und die Reaktionen der Follower zu messen. Denn eines wird die Google+-Seite auf jeden Fall beeinflussen: die bessere Darstellung des Unternehmens im Google Suchergebnis.
Dieser Blogeintrag wurde verfasst von:
Irmela
Schwab