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Fake-Likes

Falsche Fans im Social Web: Was Unternehmen sich davon erhoffen

Annette Mattgey Veröffentlicht am 17.12.2012 - 16:57 Uhr

Falsche Fans im Social Web: Was Unternehmen sich davon erhoffen
Foto: © istockphoto RF copyright 2007 Digital Planet Design Sean Locke

Eine Marke lebt vom Vertrauen. Doch damit ist es schnell vorbei, wenn man sich die Likes einfach kauft. Trotzdem können einige Unternehmen nicht widerstehen. LEAD digital-Autorin Yvonne Göpfert hat sich mit den Gründen genauer auseinander gesetzt. „Der Nachweis, dass ein Unternehmen Freunde gekauft hat, ist schwer. Eine Art ‚Siegel‘ für glaubwürdige Likes könnte die Lösung sein.“ Dafür plädiert Michael Dreusicke, Mitglied der „Like Detectives“, einer Gruppe von Social-Media- und Marketingberatern. Die Like Detec­tives haben sich zum Ziel gesetzt, endlich Transparenz in die Likes zu bringen, Manipulationen im Social Web aufzudecken und so das Vertrauen in Social-Media-Beurteilungen wieder zu stärken.

IT-Spezialist Barracuda geht davon aus, dass derzeit mindestens 70 000 gefälschte Twitter-Accounts und 83 Millionen unechte Facebook-Mitglieder existierten (Stand: Mai 2012). Das hat Auswirkungen auf die „Likes“. Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass bis 2014 zehn bis 15 Prozent aller Social-Media-Bewertungen gefälscht sein werden.

Gründe für Fake-Likes nach Recherchen von Autorin Yvonne Göpfert:

1. Push für die Kampagne: Eine Agentur kauft Likes, um den Erfolg einer Kampagne zu demonstrieren. Wenn das Kampagnenziel etwa lautet: „Wir wollen 10.000 Fans“, kann ein bisschen Nachkaufen nicht schaden – vor allem dann, wenn die Kampagne schlecht oder die Ziele zu hochgesteckt sind. Denn wären organisch nur 300 neue Fans dazugekommen, so wird durch den Zukauf doch noch das Ziel erreicht. Allerdings um den Preis von Authentizität. Achtung: Meist wird der Kunde hierüber im Unklaren gelassen.

2. Grundrauschen: Manchmal wünschen sich Firmen einfach ein bisschen Grundrauschen auf ihrer Seite. Gekaufte „Likes“ zu verschiedenen Postings sind ein Anfang, der – so die Rechnung – echte Besucher ebenfalls zu einem „Like“ ermutigt. Eine nachhaltige Diskussion lässt sich so jedoch nicht anzetteln.

3. Ausbooten von Konkurrenten: Manchmal wird auch die Konkurrenz aktiv und kauft „Likes“ für den stärksten Mitbewerber. Anschließend macht der Einkäufer über einen Dritten öffentlich, dass der Konkurrent mit unsauberen Methoden Aufmerksamkeit zu erringen versuche. Der Schaden für die Marke ist dann unausweichlich. Eine unsaubere und gleichermaßen gefährliche Strategie, wenn sie auffliegt.

Woran Sie gefälschte Fans erkennen und wie Sie für Abhilfe sorgen, erfahren Sie im vollständigen Artikel in der aktuellen Ausgabe von LEAD digital Nr. 25/2012, das Sie hier im Shop bestellen können. Weitere Themen: Recruiting, Link-Marketing und Social Videos.

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