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Facebook-IPO

Fab-Chef Roman Kirsch: „Facebook ist ein Garant für Werbeerfolg"

Annette Mattgey Veröffentlicht am 18.05.2012 - 14:45 Uhr

Fab-Chef Roman Kirsch: „Facebook ist ein Garant für Werbeerfolg"
Foto: © Pressefoto

Der Hype um den Börsengang von Facebook kommt heute zum Höhepunkt: An diesem Freitag startet der reguläre Handel mit den  Aktien des Internet-Unternehmens an der NASDAQ. Nicht zuende sind allerdings die Diskussionen, wie sich das Zuckerberg-Imperium in Zukunft schlagen wird.  Roman Kirsch (Foto), Europa-Chef des Design-Shopping-Clubs Fab, ist von Facebook und der Wirkung auf seine Firma überzeugt. "50 Prozent der neuen Mitglieder und des Umsatzes kommen über Social Media." Bastian Scherbeck. Geschäftsführer der Agentur We are social, pflichtet bei: "Bei Facebook lassen sich potenzielle Einnahmequellen im Überfluss finden."

Demnächst wird die Anbindung des Online-Händlers Fab an Social Media sogar noch stärker werden. Unter dem Titel Fab 3.0 ist in den USA gerade ein Redesign online gegangen.  In einer Echtzeit-Anzeige lässt sich jederzeit per Bild und Text verfolgen, was die Freunde gerade liken oder kaufen. Die Angebote sind besser sortierbar (nach Farbe, Kategorie und Preis) und geben Auskunft, wie häufig sie bei Twitter, Pinterest und Facebook geteilt wurden. Dafür tut Fab auch einiges: Daas Unternehmen schaltet Display-Ads, mit und ohne sozialen Kontext, nutzt  Facebook Offers und macht dort Angebote für Bestands- und Neukunden (z.B. Gutscheine, exklusive Sales, etc.) und ist in die Timeline seiner Follower integriert. Getargetet wird auch, und zwar nach Geschlecht, Alter,  Interessensgruppen und Regionen.

"Ohne Facebook wäre der Erfolg von Fab nicht darstellbar“, erklärt Kirsch. "Aktuell gibt es noch relativ wenige E-Commerce-Unternehmen, die sich über Facebook vermarkten können. Wenn man aber weiß, wie die sozialen Mechanismen funktionieren, dann ist Facebook in jedem Fall ein Garant für den Erfolg. 50 Prozent unseres Umsatzes und unserer neuen Mitglieder gewinnen wir über soziale Medien“, so Roman Kirsch weiter. Vor allem die "Social Proof-Komponente" helfe beim Geschäft. „Wenn viele etwas kaufen, dann überzeugt mich das auch. Es gibt nichts Schöneres, als Dinge von Freunden anstatt nur von Werbetreibenden empfohlen zu bekommen.“ Und da sind auch die Conversion rates höher:"Die Click-throughs für Ads mit sozialem Kontext haben eine 50 Prozent höhere Conversion. Beim Einkaufsverhalten ist der Unterschied noch stärker. Dreimal so viele Leute kaufen Produkte, wenn diese von Freunden gekauft wurden, als ohne diese Information." Bereits ganz am Anfang auf dem Weg vom Interessenten zum Kunden hilft Facebook über eine wichtige Schwelle: Dank Facebook Connect sei der Anmelde-Aufwand für Neukunden minimal. Zum anderen sei die neue Timeline sehr hilfreich für Werbetreibende: "In den USA gibt es schon die Möglichkeit, die Lieblingsprodukte einer Person seitlich an der Timeline anzuzeigen“, so Kirsch.

Mehr Engagement wünscht sich Kirsch jedoch von Facebook, wenn es um den Kontakt zu Werbungtreibenden geht:"Aktuell hat Facebook es noch nicht im Fokus, es Werbetreibenden leicht zu machen. Mit neuen Innovationen ist da noch viel möglich“, prognostiziert Kirsch. Auch Bastian Scherbeck sieht weiteres Entwicklungspotenziel bei Facebook: "Mit der Kriegskasse, die Zuckerberg beim Börsengang eingenommen hat, lässt sich einiges anstellen: Ich erwarte eine erneute Steigerung der Geschwindigkeit in Produktentwicklung wie Zukäufen." Gerade dabei hat sich Zuckerberg geschickt angestellt, findet der Agentur-Chef: "Durch die Akquisition von Unternehmen wie Instagram, Glancee, Gowalla, Beluga, Snaptu, Friend.ly und Friendfeed, hat Zuckerberg gezeigt, dass er konstant am Ball bleibt und mit Erfolg externe Ideen und Technologien in das Unternehmen bringt, welche Facebook stets einen Schritt voraus sein lassen - und potenzielle zukünftige Wettbewerber aus dem Markt nehmen."

Auch wenn sich General Motors von Facebook als Werbekanal zurückzieht will, so bleiben doch noch genügend andere Möglichkeiten. So hat Ford bekundet, weiterhin in Werbung auf Facebook investieren zu wollen. Scherbeck erwartet zudem, "dass Facebook das Angebot an Werbeformaten konstant weiterentwickeln wird - und sich damit auch die Einnahmen aus diesem Bereich positiv verändern, wenn auch langsamer als bisher". An zukunftsträchtigen Einnahmequellen herrscht keine Mangel, findet Scherbeck: Von Mobile Advertising über den Aufbau eines Display Advertising Networks bis zu weiteren Spiel- und Quiz-Apps und sogar Micro-Payments reicht seiner Meinung nach das Potenzial.
 

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