Am Mittwoch abend hat der Hamburger Sportverein (HSV) die Chance, sich durch einen Sieg gegen Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga-Tabelle hochzuarbeiten. Im Internet hat der HSV den Spitzenplatz schon erreicht: Der Suchmaschinen-Spezialist Searchmetrics hat die SEO- und Social-Media-Performance der deutschen Fußball-Bundesliga analysiert. Der HSV hält seine Top-Position bei Google, während der FC Schalke 04 im Social Web am FC Bayern München vorbeizieht.
Am 24. August startete die Bundesliga-Saison 2012/2013. Doch während es für die Platzierung in der aktuellen Bundesliga-Tabelle reicht, wenn die Vereine an den Spiel-Tagen Top-Leistungen abrufen, müssen sie für Top-Platzierungen bei Google und im Social Web ganzjährig ihre Hausaufgaben machen. Mit der Performance in Web und Social Media hat sich Searchmetrics beschäftigt und zum Auftakt der aktuellen Spielsaison die SEO- und Social Media-Aktivitäten der deutschen Fußballclubs von September 2011 bis September 2012 analysiert. Der Anbieter von Search- und Social Analytics-Software für Unternehmen und Online-Agenturen legte dabei in der Bewertung der „Social Essentials“ die stärksten Social Media-Seiten (Facebook, Twitter und Google+1) zu Grunde, die beobachtet und nach den unterschiedlichen Aktivitäten gewichtet wurden. Anhand der jeweils ersten einhundert Plätze in den Google-Suchergebnissen erhoben die Analyse-Experten von Searchmetrics die SEO-Visibility und machen damit die Online-Präsenz der Club-Webseiten sichtbar.
Mit einem verblüffenden Ergebnis: Der aktuelle Tabellenführer in der Bundesliga, FC Bayern München, scheint seine Leistung bei Google und Facebook eher zu vernachlässigen. Zwar wird der Club seinem exklusiven Ruf gerecht und ist neben dem Tabellen-Sechsten Borussia Dortmund der einzige Fußball-Verein, der überhaupt in bezahlte Suchmaschinenwerbung bei Google investiert, doch im organischen Ranking müssen die Bayern die Spitzenplätze dem Hamburger SV und FC Schalke 04 überlassen, die hier schon in der Vorjahreswertung die besten Ergebnisse vorwiesen. Auch Borussia Dortmund, im vergangenen Jahr auf Rang fünf im SEO-Ranking, hat die Münchner inzwischen überholt. Es gibt jedoch auch noch weniger online präsente Clubs als den FC Bayern München. Schlusslicht in der Tabelle ist die SPVGG Greuther Fürth, hinter dem 1. FSV Mainz 05 und dem FC Augsburg.
Die SEO-Visibility der 1. Bundesliga im Detail
| 1. Bundesliga-Vereine
| SEO Visibility
|
|
|
|
| Hamburger SV
| 14.832
|
| FC Schalke 04
| 12.091
|
| Borussia Dortmund
| 11.268
|
| FC Bayern München
| 10.822
|
| VFB Stuttgart
| 9.733
|
| SV Werder Bremen
| 9.405
|
| Hannover 96
| 7.045
|
| Eintracht Frankfurt
| 5.993
|
| 1. FC Nürnberg
| 5.270
|
| Borussia Mönchen Gladbach
| 4.652
|
| Bayer 04 Leverkusen
| 4.366
|
| Sport-Club Freiburg
| 4.269
|
| VFL Wolfsburg
| 3.728
|
| 1899 Hoffenheim
| 3.110
|
| Fortuna Düsseldorf
| 3.090
|
| FC Augsburg
| 2.982
|
| 1. FSV Mainz 05
| 2.819
|
| SPVGG Greuther Fürth
| 1.220
|
Auch im Social Web sind die Vereine der 1. Bundesliga unterschiedlich stark präsent. Die aktive Interaktion mit der Community zahlt sich besonders für den FC Schalke 04 aus. Zahlreiche Postings, Bildstrecken, Gewinnspiele und die kontinuierliche Einbindung der Fans bescherten dem Verein nicht nur steigende Likes und Fans in den Sozialen Netzwerken, sondern auch spürbar mehr Sichtbarkeit auf den unterschiedlichen Plattformen. Mit ihrer Strategie dominieren die Schalker aktuell das Geschehen bei Facebook & Co.
Aber auch die anderen Vereine holen in Sachen Social Media auf und sorgen dafür, dass der letztjährige Social Media-Tabellen-Erste, FC Bayern München, trotz starker Online-Präsenz das Nachsehen hat. Die Bayern büßten ihre Spitzenposition ein und müssen sich in dieser Saison mit dem elften Platz zufriedengeben. Borussia Dortmund, der 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchen Gladbach, der Hamburger SV, Werder Bremen, Hannover 96, Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen sichern sich die Ränge vor den Bayern, und beweisen damit das richtige Gespür im Umgang mit den Social Media Tools.
Die Social-Visibility der 1. Bundesliga im Detail
| 1. Bundesliga-Vereine
| Social Visibility
|
|
|
|
| FC Schalke 04
| 795.880
|
| Borussia Dortmund
| 544.119
|
| 1. FC Nürnberg
| 482.337
|
| Borussia Mönchen Gladbach
| 366.469
|
| Hamburger SV
| 346.368
|
| SV Werder Bremen
| 301.236
|
| Hannover 96
| 228.406
|
| Eintracht Frankfurt
| 218.255
|
| VFB Stuttgart
| 174.826
|
| Bayer 04 Leverkusen
| 139.374
|
| FC Bayern München
| 102.928
|
| 1899 Hoffenheim
| 84.805
|
| Sport-Club Freiburg
| 66.451
|
| VFL Wolfsburg
| 46.482
|
| FC Augsburg
| 32.689
|
| 1. FSV Mainz 05
| 28.423
|
| SPVGG Greuther Fürth
| 15.620
|
| Fortuna Düsseldorf
| 2.953
|
In der zweiten Bundesliga liefern sich der FC St. Pauli und der 1. FC-Köln ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Sachen SEO-Sichtbarkeit. Abstiegsgefährdet bei Google sind dagegen der FSV Frankfurt 1899 und der FC Ingolstadt 04.
Die SEO-Visibility der 2. Bundesliga im Detail
| 2. Bundesliga-Vereine
| SEO Visibility
|
|
|
|
| FC St. Pauli
| 13.202
|
| 1. FC Köln
| 12.983
|
| 1. FC Kaiserslautern
| 4.640
|
| Hertha BSC
| 3.624
|
| SG Dynamo Dresden
| 3.555
|
| MSV Duisburg
| 3.255
|
| Eintracht Braunschweig
| 3.117
|
| VFL Bochum 1848
| 2.603
|
| FC Energie Cottbus
| 2.107
|
| 1. FC Union Berlin
| 1.745
|
| FC Erzgebirge Aue
| 1.479
|
| FC Ingolstadt 04
| 1.091
|
| FSV Frankfurt 1899
| 1.053
|
| SV Sandhausen 1916
| 641
|
Die größte Präsenz im Social Web hat ebenfalls der 1. FC Köln vor dem 1. FC Kaiserslautern. Weniger geliked oder in Postings auf Facebook & Co. erwähnt, wird hingegen der SV Sandhausen 1916. Auch FC Energie Cottbus und der FSV Frankfurt 1899 haben in Sachen Social-Media-Marketing Nachholbedarf.
Die Social-Media-Visibility der 2. Bundesliga im Detail
| 2. Bundesliga-Vereine
| Social Visibility
|
|
|
|
| 1. FC Köln
| 468.621
|
| 1. FC Kaiserslautern
| 437.539
|
| Hertha BSC
| 227.524
|
| 1. FC Union Berlin
| 140.223
|
| FC St. Pauli
| 83.453
|
| SG Dynamo Dresden
| 79.762
|
| MSV Duisburg
| 69.715
|
| Eintracht Braunschweig
| 34.896
|
| VFL Bochum 1848
| 32.054
|
| FC Erzgebirge Aue
| 23.044
|
| FC Ingolstadt 04
| 14.072
|
| FSV Frankfurt 1899
| 8.991
|
| FC Energie Cottbus
| 6.174
|
| SV Sandhausen 1916
| 2.824
|
Dieser Blogeintrag wurde verfasst von:
Annette
Mattgey