Bei Google ganz oben auf der Trefferliste stehen - davon träumen viele Unternehmen und viele lassen sich den strategischen Vorteil einiges kosten. Was ihnen SEO-Berater empfehlen, mag sein Geld wert sein. Doch mit ein paar Kniffen können sie schon selbst für bessere Sichtbarkeit sorgen. Im Facebook-Chat mit junction, dem internationalen iPad-Magazin aus dem Verlag Werben & Verkaufen, verriet Onmarketing-Chef Ralf Zmölnig die wichtigsten Regeln.
Regel eins: Inhalte sind König, Nützlichkeit ist Kaiser. Seine Website mit relevanten Keywords anzureichen und sie mit anderen Seiten zu verlinken, sei sicherlich richtig. „Die Keyword-Dichte ist aber nicht der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Zmölnig. Suchmaschinen wie Google suchen nicht nach Keywords, sondern versuchen die besten Suchergebnisse für ihre User zu liefern. Die Qualität der Suchergebnisse könne Google zum Beispiel auch über die Verweildauer der User auf einer Seite bemessen, bevor sie die nächste Suche starten. „Kommt ein Suchender nach einem Klick auf ein Ergebnis sehr schnell zur Suche zurück, drängt sich die Vermutung auf, dass das Ergebnis nicht hilfreich war.“ Weil es also darum geht, die Erwartungen des Users möglichst umfassend zu erfüllen, sind Keywords nicht das A&O.
Regel zwei: Je mehr wertvolle Informationen eine Seite beinhaltet, desto leichter wird sie gefunden. Ein gutes Beispiel sieht Zmölnig in der Website von Holidaycheck. „Die Seite hat alle wichtigen Informationen, ist mit Social Networks verlinkt und am Ende stehen noch die relevanten Keywords, die für die Suche - auch intern - wichtig sind“, so der SEO-Experte.
Die Suche auf Mobilgeräten funktioniere ähnlich wie die im stationären Web. Allerdings sind viele mobile Seiten noch nicht ausreichend dazu in der Lage, auf Smartphones und Tablets gelesen zu werden. Weil viele unterwegs ihre Informationen in weniger Zeit bekommen möchten, sollten die mobilen Versionen laut dem Onmarketing-Chef dafür optimiert und gestrafft sein.
In der sozialen Suche, also in der Verknüpfung von Suche mit dem sozialen Portal Google+, sieht Zmölnig vielversprechende Ansätze. „Wenn ich zum Beispiel nach einem neuen Rad suche, hilft es mir, wenn mir meine Freunde ein paar Tipps dazu geben. Deshalb ist es nützlich, wenn die Suchmaschine die Suchergebnisse mit den Ergebnissen meines sozialen Umfeldes anreichert.“ Doch auch diese Empfehlungen lassen sich beeinflussen - theoretisch zumindest. „Die Arbeit, die ein Unternehmen dazu investieren müsste, wäre immens“, sagt Zmölnig. Gute Ansätze für die Verknüpfung von Onlinemarketing und Social hat für den SEO-Spezialisten etwa der Modeartikler Hugo Boss. Mit der Aktion Model Contest hat das Unternehmen versucht, seine crossmedialen Aktivitäten - wie z.B. auf Facebook, YouTube – zu vernetzen, um damit den „Social Spread“ zu forcieren.
Das führt zu Regel drei: Je mehr verschiedene Portale mit den Unternehmens eigenen Inhalten befüllt werden, desto höher die Chance, dass diese Inhalte von anderen wahrgenommen werden. Und die Sichtbarkeit steigt – auch bei der sozialen Suche.
Dieser Blogeintrag wurde verfasst von:
Irmela
Schwab