W&V Webinare
Automobil-Special
LEAD digital
MediadatenNewsletterAbo
  • Start
  • Magazin
  • Stellenmarkt
  • Social Media
  • E-Commerce
  • Mobile
  • Semseo
  • Admedia
  • Work
  • Specials
Send to
Drucken

Shades of Grey

Wie Erotik den E-Book-Markt auf Touren bringt

Frank Zimmer Veröffentlicht am 26.06.2012 - 12:30 Uhr

Wie Erotik den E-Book-Markt auf Touren bringt

Wer oder was verhilft dem E-Book endgültig zum Durchbruch? Amazon oder doch Apple? Darüber wird gerne in der Branche diskutiert. Dabei ist die Antwort doch so einfach. Sie lautet: Sex. Bernd Graff hat darüber einen lesenswerten Artikel im Feuilleton der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlicht. Seine These: Sex hat seit jeher die Medienindustrie vorangetrieben. Die erotischen Bücher von Pietro Aretino und Francois Rabelais stimulierten im 16. Jahrhundert das, was wir heute Print-Markt nennen. Obszöne Feldpost im Amerikanischen Bürgerkrieg unterstützte 300 Jahre später den Siegeszug der Fotografie und was Tutti-Frutti-TV und ähnliche Formate für das Privatfernsehen geleistet haben, das weiß nicht nur Hugo Egon Balder. Für die Internetwirtschaft des frühen 21. Jahrhunderts schließlich dürfte Erotik so wichtig sein wie die Automobilindustrie für das deutsche Bruttosozialprodukt.

Der amerikanische E-Book-Markt profitiert gerade vom Sado-Maso-Bestseller "Shades of Grey". Die Trilogie der bis dato unbekannten Autorin E.L. James (eine Art Joanne K. Rowling der Hardcore-Literatur) hat sich binnen sechs Wochen über 10 Millionen Mal verkauft und auch die deutsche "Bild"-Zeitung in Vorabdruck-Ekstase versetzt. Das besondere daran: Das 1200-Seiten-Opus verkauft sich als E-Book besser als in gedruckter Form. "Shades of Grey" wird überwiegend auf elektronischen Lesegeräten konsumiert (mehrheitlich von Frauen übrigens). Kindle und iPad bieten hier den Vorteil diskreter Beschaffung und noch diskreterer Lektüre.

In Deutschland kommt der erste Band am 9. Juli auf den Markt - gedruckt, elektronisch und als Hörbuch. Die offenbar sehnlichst erwartete Ausgabe der Bertelsmann-Tochter Goldmann führt bei Amazon.de schon jetzt die Print-Bestsellerlisten in den Kategorien"Erotik", "Belletristik/Gegenwartsliteratur" und "Belletristik/Liebesromane" an. Von der deutschsprachigen Kindle-Ausgabe ist ähnliches zu erwarten, zumal sie mit 9,99 Euro drei Euro günstiger ist als die gedruckte Fassung. Goldmann hat auch schon ein eigenes Blog zu "Shades of Grey" gestartet. Eine offizielle Facebook-Seite gibt es auch schon - wobei der deutsche Auftritt mit 167 Fans wohl noch ausbaufähig ist.

Die internationale Leserschaft bekennt sich schon freimütiger zur Sensations-Trilogie: 216.000 Fans sind auf www.facebook.com/FiftyShadesOfGreyTrilogy dabei. Wobei auch dieser Wert im Vergleich zur Zahl der weltweiten Leserinnen und Leser nicht sehr hoch ist. Aber das muss er wahrscheinlich auch nicht sein. Erotischer Content bleibt auch im Social-Media-Zeitalter eher Privatsache. Aus Sicht der bürgerlichen Leserschaft ist Pornografie vermutlich besser in den digitalen Tiefen des eigenen E-Readers aufgehoben, als im halböffentlichen sozialen Netzwerk oder im Wohnzimmer-Regal. Das ist eine große Chance für Buchverleger und so etwas wie Viagra für den gesamten E-Book-Markt.

Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren
Schnoors öffent­liche Bewer­bung: "Mit der Blamage rechnen" Mehr als eine Woche nahm sich Mike Schnoor Zeit, an seinem Blog-Bei­trag zu feilen, mit dem er seine Jobsuche anschob. Er sei... weiterlesen... Warum der Banner-Bann keinen zum Gewinner macht Stellen Sie sich vor, Sie gehen regel­mäßig in eine Kneipe, die das Bier kostenlos ausschenkt. Auf dem Tresen steht die Kasse –... weiterlesen... Polnisch-Ver­suche der US-Di­plo­maten werden zum Youtu­be-Hit Wer ins Ausland versetzt wird, plagt sich oft mit den Lauten der fremden Sprache. Wie die Mitar­beiter der polni­schen US-... weiterlesen... Krea­tive Jobsuche: Wie man sich selbst zum Amazon-Best­seller macht Erfin­de­risch muss man heut­zu­tage sein, um einen Job zu bekommen. Das dachte sich auch der fran­zö­si­sche Onli­ne-Krea­tive... weiterlesen...
hier werben plista Blume powered by plista
Send to
Drucken
Frank Zimmer

Dieser Blogeintrag wurde verfasst von:

Frank Zimmer

 

Kommentieren

 Ich habe die Netiquette gelesen und erkläre mich damit einverstanden.*
* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht
  • Vorheriger Blog
    zum Thema
  • Nächster Blog
    zum Thema
Top-AktuellTop-Geklickt
  • 24.05.2013 16:15 • Social Media Schwere Schelte für Dove: User fordern Rückzug aus FacebookAds
  • 24.05.2013 13:00 • Admedia Warum der Banner-Bann keinen zum Gewinner macht
  • 24.05.2013 09:44 • Work Schnoors öffentliche Bewerbung: "Mit der Blamage rechnen"
  • 23.05.2013 • Mobile Nur jeder zweite Mittelständler findet sich digital effizient
  • 23.05.2013 • Social Media "So schmeckt Bayern": Erdinger schneidet im Social Web am besten ab
Mehr Aktuelles aus
  • 20.05.2013 • Work Polnisch-Versuche der US-Diplomaten werden zum Youtube-Hit
  • 17.05.2013 • Admedia Wasser predigen, Wein trinken: "Adblock Plus handelt zynisch"
  • 24.05.2013 09:44 • Work Schnoors öffentliche Bewerbung: "Mit der Blamage rechnen"
  • 17.05.2013 • Work Audi, BMW und Microsoft sind die Arbeitgeber mit den besten Social Media-Auftritten
  • 22.05.2013 • Social Media Top oder Flop? Tag 3 entscheidet, was zum Viral-Hit wird
Anzeige
Folgen Sie uns!
 
 
Facebook
  Facebook    
RSS
  RSS
Facebook
Anzeige
Archiv
2013
  • Mai
  • April
  • März
  • Februar
  • Januar
2012
  • Dezember
  • November
  • Oktober
  • September
  • August
  • Juli
  • Juni
  • Mai
  • April
  • März
  • Februar
  • Januar
2011
  • Dezember
  • November
  • Oktober
  • September
Blogroll

HRmarketingblog

Kontakter Blog

Links

W&V

W&V Stellenmarkt

W&V Digital

W&V Karriere&Job

Kontakter New Media

Info

Mediadaten

Impressum

Disclaimer

Datenschutz

Abo

Jahresabo

Studentenabo

Schnupperabo

Testabo

Newsletter

RSS