Die gute Absicht hat sich ins Gegenteil verkehrt: Unter dem Hashtag McDstories sollten Nutzer positive McDonald's-Erlebnisse schildern. Binnen kurzem dominierten jedoch die Kritiker das Twitter-Gespräch.Ursprünglich hatte McDonald's zwei Werbe-Tweets lanciert, die dazu aufriefen, eigene Geschichten zu twittern. Der eigens kreierte Hashtag #McDstories wurde von der Twitter-Community gut angenommen - doch nicht im Sinne des Burgerbraters. Von verdorbenem Essen bis hin zu den schlechten Arbeitsbedingungen reichten die kritischen Bemerkungen. Sie dominierten die unter dem Hashtag zu findenden Tweets. Am Ende gab McDonald's auf und zog die Kampagne zurück. Rick Wion, Social Media-Chef bei McDonald's USA, bekannte, dass das Unternehmen "Notfallpläne" für solche Fälle habe. Die Zahl negative Kommentare sei nach dem Rückzug innerhalb einer Stunde von 1600 auf einige Dutzende zurückgegangen. "In dem Maß, wie Twitter sein Angebot ausweitet, lernen wir aus unseren Erfahrungen dazu", so Wion.
Twitter bietet seit kurzem "promotete Tweets" und "promotete Accounts" an, um künftig mehr vom Werbekuchen abzubekommen. Allerdings soll die Dosis nicht zu hoch sein, um User nicht zu verschrecken. 2011 beliefen sich die Werbeeinnahmen auf rund 150 Millionen Dollar. Promotete Tweets werden ja nach Engagement abgerechnet: es kommt darauf an, wie viel antworten, verlinken oder retweeten. Twitter-Chef Jack Dorsey geht von einer Beteiligungsquote von drei bis fünf Prozent bei den Twitter-Kampagnen aus.
Dieser Blogeintrag wurde verfasst von:
Annette
Mattgey