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Couponing

Damit der Deal nicht zur Katastrophe wird: Tipps fürs Coupon-Marketing

Kerstin Mattys Veröffentlicht am 11.06.2012 - 14:00 Uhr

Damit der Deal nicht zur Katastrophe wird: Tipps fürs Coupon-Marketing
Foto: © Unternehmensfoto

Deal-Experte Mathias Jacobs verrät fünf einfache Regeln, um eine Gutschein-Aktion zum Erfolg zu führen. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Vergleichsplattform www.tagesangebote.de.

1. Nicht die Butter vom Brot nehmen lassen: Erfolg ist Verhandlungssache

Das Aufsetzen eines Deals ist für Unternehmer unkompliziert. Die Erstellung der Landing-Page, entsprechende Werbemaßnahmen sowie die redaktionelle Gestaltung und Zahlungsabwicklung des Deals übernehmen die Couponing-Anbieter. Der Unternehmer muss lediglich die Rahmenbedingungen aushandeln und die inhaltlichen Details zum Angebot mitteilen. Doch genau hier kann es mitunter schwierig werden, denn gerade Unerfahrene neigen dazu, den Vorgaben der Anbieter einfach zuzustimmen. Auf diese Weise kommt im schlimmsten Fall eine Aktion zustande, die dem Unternehmen auf lange Sicht eher schadet als nutzt. Die Devise heißt deshalb: stets den eigenen Vorteil im Auge behalten und die günstigsten Konditionen aushandeln. Auch wenn hierfür etwas Verhandlungsgeschick erforderlich ist, die Vorgaben der Anbieter müssen keinesfalls kommentarlos hingenommen werden. Im Endeffekt sind die Dienste auf die Unternehmer angewiesen und nicht umgekehrt.

2. Nicht zu viel und nicht zu wenig: Dealpreis und Provision

Alle Couponing-Anbieter leben von der Provision der Angebote, die im Normalfall 50 Prozent des Dealpreises beträgt und fällig wird, sobald ein Deal gemacht wurde. Bei prozentualen Nachlässen muss der Deal jedoch nicht zwangsläufig auch beim Anbieter eingelöst worden sein. Um finanzielle Einbußen für nicht eingelöste Deals zu vermeiden, sollte deshalb gerade bei attraktiven Angeboten die Provision nachverhandelt werden. Gerade bei der Provision ist es sicherlich nicht leicht, die Anbieter von einer günstigeren Verteilung zu überzeugen. Unternehmer mit trendigen oder praktischen Leistungen sollten es aber in jedem Fall versuchen. Auch der vorgeschlagene Dealpreis vom Anbieter sollte gut durchdacht werden. Da das Ziel einer Couponing-Aktion in den meisten Fällen die Gewinnung neuer Bestandskunden ist, sollte der Preis angemessen für die erbrachte Leistung sein und niemals zu niedrig gewählt werden. Extreme Schnäppchenjäger, die nur wegen des Angebots ins Geschäft kommen, lassen sich in den seltensten Fällen zu Bestandskunden umwandeln.

3. Kurz und limitiert: Laufzeit und Deal-Anzahl

Ohne Nachverhandlung werden alle Deals in der Regel 24 Stunden auf der Plattform präsentiert und können innerhalb dieser Zeit von beliebig vielen Käufern erworben werden. Die Gutscheine sind danach im Normalfall 24 Monate lang gültig. Gerade kleine Unternehmen werden auf diese Weise oft von dem großen Erfolg der Aktion regelrecht überrollt und können die vielen Kunden nur unzureichend bedienen oder müssen die Kooperation zwei Jahre lang "abarbeiten". Deshalb gilt es, für die Aktion stets einen sinnvollen zeitlichen Rahmen zu verhandeln und die Deal-Anzahl unbedingt auf die Möglichkeiten des eigenen Unternehmens zu limitieren.

4. Günstiger Preis verlangt entsprechende Leistung: Umfang des Deals

Was Unternehmer niemals vergessen sollten: Finanziell lohnen sich Couponing-Aktionen in den seltensten Fällen. Es geht vielmehr primär um Bekanntheitssteigerung und die Erweiterung des Kundenstammes. Die angebotene Leistung sollte dementsprechend so gewählt werden, dass sie einerseits nicht zu viele Kosten verursacht, andererseits aber auch gut neben dem normalen Tagesgeschäft angeboten werden kann, ohne dieses zu beeinflussen. So kann man die Angebote zum Beispiel auf bestimmte Wochentage oder Uhrzeiten eingrenzen. Die Leistungen müssen zwar dennoch attraktiv für potenzielle Neukunden erscheinen, dürfen das Geschäft jedoch nicht in den Ruin treiben. Von der zeit- und kostenintensivsten Leistung ist dementsprechend abzusehen, auch wenn der Deal-Anbieter diese eventuell fordert.

5. Kundenansturm nutzen: Cross-Selling-Angebote

Der große Vorteil einer erfolgreichen Couponing-Aktion ist der Besucheransturm. Unternehmen wird die Möglichkeit gegeben, viele interessierte Kunden von den angebotenen Leistungen zu überzeugen. Das funktioniert natürlich am besten, wenn die zusätzlichen Angebote auf den Deal-Umfang abgestimmt sind und diesen optimal ergänzen.

Mathias Jacobs hat die Vergleichsplattform www.tagesangebote.de gegründet. Dort werden lokale Deals diverser Gutscheinanbieter aus den Bereichen Wellness, Gastronomie, Freizeit, Event und Reise gesammelt. Zusätzlich zur stationären Website sind alle Deals mobil per iPhone- oder Android-App abrufbar.

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