Der App-Markt boomt: 962 Millionen Programme wurden im Jahr 2011 von deutschen Mobilfunknutzern heruntergeladen. Die Wachstumsraten sind dabei enorm: die Download-Zahlen lagen 2011 um 249 Prozent über denen des Vorjahres. Das hat der Verband Bitkom zusammen mit den Marktforschern von research2guidance ermittelt. Auch die Umsätze der kleinen mobilen Helfer kann sich sehen lassen. Die Einnahmen haben sich mehr als verdoppelt und summierten sich auf 210 Millionen Euro. Dabei sind nur zwölf Prozent aller Apps kostenpflichtig, 88 Prozent sind für den Nutzer nicht mit Zahlungen verbunden.
Weitere Einnahmequelle ist die Werbung, die via Apps vertrieben wird. „Derzeit entsteht eine eigenständige App-Ökonomie, die neue Geschäftsmodelle und hoch interessante Anwendungen für das mobile Internet entwickelt“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Friedrich Joussen im Vorfeld des Mobile World Congress, der kommende Woche in Barcelona stattfindet. „Apps können auf unterschiedlichen Wegen Umsätze generieren: über den Verkaufspreis, kostenpflichtige Services innerhalb der App oder durch Werbung“, sagte Joussen. Die meisten Apps dienten Unternehmen und anderen Organisationen aber dazu, ihren Kunden und Partnern zusätzliche Services anzubieten. Weltweit stehen nach Bitkom-Schätzungen rund 1 Million Apps für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme zur Verfügung. Treiber der Entwicklung ist die stark zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet Computern. Für 2012 prognostizieren die Bitkom-Experten, dass die Anzahl der verkauften Smartphones die der normalen Handys übersteigen wird.

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Annette
Mattgey