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Paid Content50

WPP schafft es als einziger Werbekonzern in die Top Ten der Digital-Unternehmen

Annette Mattgey Veröffentlicht am 07.08.2012 - 16:04 Uhr

WPP schafft es als einziger Werbekonzern in die Top Ten der Digital-Unternehmen

Bereits zum zweiten Mal macht sich das Tech-Blog paidContent die Mühe und listet, welche Medienunternehmen am stärksten vom digitalen Geschäft profitieren. Auf Platz eins hat es ganz klar Google mit Einnahmen in Höhe von 36,4 Mrd. Dollar geschafft. Immerhin ein Werbeunternehmen gelangte unter die Top Ten: WPP. 4,71 Mrd. Dollar kassierte WPP im Jahr 2011 durch sein Digitalgeschäft - das macht nach eigenen Angaben etwa ein Drittel aller Einnahmen aus. Damit schlägt das Unternehmen, das besonders durch Zukäufe von Digitalagenturen und in sich entwickelnden Märkten wächst, unter Martin Sorrells Ägide sogar den Software-Konzern Microsoft. Die Redmonder packen es knapp unter die ersten Zehn (3,93 Mrd.Dollar).

Hinter Google platzieren sich auf der Liste der Telekommunikationsdienstleister China Mobile, das Medienunternehmen Bloomberg, der Wissenschaftsverlag Reed Elsevier, Apple und Yahoo. Sie setzen zwischen fünf und 7,5 Mrd. Dollar mit digitalen Inhalten um. Während sich paidContent50 im vergangenen jahr auf US-Firmen beschränkte, verglichen die Redakteure in diesem Jahr weltweit die Zahlen aus dem jüngsten vollen Geschäftsjahr. Wenn möglich griffen sie auf veröffentlichtes Zahlenmaterial zu, forschten aber auch bei Analysten nach. Ihre Methode legen sie hier offen.  

Stark im digitalen Geschäfts sind auch die Werbekonzerne Dentsu, Omnicom und Publicis, die Plätze in den Top 20 erreichten. Als bestes deutsches Unternehmen eroberte Axel Springer den 33. Rang mit Umsätzen aus dem Digitalbereich in Höhe von 1,22 Mrd. Dollar.

In ihrer Analyse ist paidContent auf sechs Erkenntisse aus dem aktuellen Ranking gekommen. Der Weg der Onliner war lang - rund 20 Jahre, aber er hat sich ausgezahlt. 150 Mrd. Dollar nehmen die Top 50 pro Jahr ein, auch wenn das gerade mal 16,5 Prozent der Gesamtumsätze dieser Unternehmen sind. Wenn der Digitalanteil steigt, wird er auch nicht mehr länger unter "Sonstiges" versteckt, sondern offen ausgewiesen. Ein Trend, wie er etwa bei CBS zu beobachten ist. Recht erfolgreich, wenn auch wenig sexy: Fachinformationen. Mit B-to-B-Daten, die sich vom Print- zum Online-Geschäft wandeln, machen Bloomberg, Thomson Reuters, Wolters Kluwer, Dun & Bradstreet, Reed Elsevier und Informa rund 23,5 Mrd. Dollar. Eine gute Einnahmequelle ist auch das Werbegeschäft, doch vorne dabei sind nicht die werbefinanzierten Publisher, sondern Werbe- und Media-Firmen. 

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