Junge Zielgruppen - zahlreiche Studien belegen das - surfen lieber im Internet als klassische Medien zu nutzen. Wer das akzeptiert hat, kann davon profitieren: Der US-Sender ABC zeigt wie es geht. Der Broadcaster betreibt seinen eigenen Channel auf YouTube, und auch Sendergrößen wie Late Night-Talker Jimmy Kimmel hat dort eine eigene Präsenz.
Mit dem "The Jimmy Kimmel live Channel" ist es dem ABC-Talkmaster gelungen gegen namhafte Konkurrenten wie Jay Leno (NBC) und David Letterman (CBS) Boden wettzumachen. In den vergangenen sechs Monaten ist die Zuschauerschar um 2,8 Prozent auf 1,8 Millionen Menschen angestiegen - während sie bei Leno und Letterman geschrumpft ist; das berichtet das "Wall Street Journal". Die beiden Talkmaster sind bei YouTube zwar auch zu finden, jedoch stammen die hochgeladenen Clips von YouTube-Usern. Ebenso verhält es sich in Deutschland: Während private Sender in Deutschland ihren Content bisher lieber auf der eigenen Plattform bündeln, sind ARD und ZDF mit eigenen Kanälen auf YouTube präsent.
Dabei birgt das Content-Sharing auf der sozialen Plattform großes Potenzial. Nicht nur, um junge Zielgruppen zu locken, sondern auch um zweitverwertetes Filmgut zu vergolden: Der Jimmy Kimmel-Channel, der Senderclips und Restmaterial aus dem Schnitt beinhaltet, hat im vergangenen Jahr Schätzungen zufolge ein bis zwei Millionen Dollar über Werbung eingenommen. Keine schlechte Summe.
Auch Zeitungen entdecken YouTube als Turbo für Eigenmarketing und Reichweite: Im Februar hat das Wall Street Journal seine Präsenz ausgebaut. Jedes Buch der Zeitung hat einen eigenen Kanal: Anfang Februar ist die Lifestyle-Rubrik Off Duty hinzugekommen. "Die Menschen gucken immer mehr - häufiger und quer über alle Plattformen hinweg", sagt Sprecherin Sara Blask auf Anfrage von Lead Digital. "Unser Ziel ist es, unsere Leser auf allen diesen Kanälen mit unseren Inhalten zu versorgen, wo sie sie gerade haben wollen."
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Irmela
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