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Real Time Bidding

Warum Echtzeit-Auktionen die Fernseh-Planung revolutionieren

Irmela Schwab Veröffentlicht am 02.08.2012 - 15:32 Uhr

Warum Echtzeit-Auktionen die Fernseh-Planung revolutionieren
Foto: © JEFF CONNELL/PR NEWSWIRE/Newscom

In den USA ist Real Time Bidding bereits ein Hit: Laut IDC Research sollen die Umsätze von Real Time Bidding in den USA von derzeit zwei Milliarden auf fünf Milliarden Dollar bis zum Jahr 2015 steigen. Daran soll Video-Advertising einen großen Anteil haben, schätzt Forrester. Der Marktforscher prognostiziert eine Verdoppelung der Umsätze mit Echtzeit-Auktion von Bewegtbild-Werbeplätzen von 387 Millionen Dollar (2012) auf 667 Millionen Dollar (2013). 

Ashley Swartz geht sogar soweit, eine Revolution der konventionellen Strukturen des TV-Markts zu prophezeien. Swartz, die ehemals Senior Vice President Interaktive TV Practice Lead bei Digitas in New York war und nun ihre eigene Beratungsagentur Furious Minds für Video-Advertising gegründet hat, sagt: "Der größte Shift bei den TV-Werbebudgets findet von TV zu Video-Portalen statt." Bereits jetzt arbeiten Premium-Video-Vermarkter wie AOL, YouTube und Yahoo über die Digital Content Newfronts daran, TV-Werbekunden zum Auftritt auf ihren Plattformen zu überreden und stellen dazu sogar die Währung GRP zur Verfügung, um die Planung zu erleichtern.

Um sich auf die Prozesse einzustellen, die der voraussichtlich im Jahr 2016 54 Milliarden Dollar schwere Video-Advertising-Markt mit sich bringt, werden sich die Strukturen in den Media-Agenturen verändern, glaubt Swartz. Über die Echtzeitvermarktung und den involvierten Exchange-Servern geht die Macht zurück an den Einkäufer. Der Grund: Es gibt mehr Preis-Transparenz bei Kauf und Verkauf des Werbeinventars. Als Folge müssen bei kurzfristigen Kampagnen-Optimierungen nicht mehr Agenturen und Vermarkter Deals aushandeln, über die der Werbungtreibende im Nachgang informiert wird. 

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