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Geo-Targeting

Kate Owen, Digital Element: „Geografische Onlinewerbung kann den Response verdreifachen“

Christian Gehl Veröffentlicht am 30.04.2012 - 11:00 Uhr

Kate Owen, Digital Element: „Geografische Onlinewerbung kann den Response verdreifachen“
Foto: © digital element

Kampagnen möglichst gezielt zu verbreiten, ist das Ziel jedes Werbetreibenden. Mit Hilfe von IP-Intelligenz lassen sich Werbemittel nach geografischen Kriterien im Netz streuen – der Nutzer bleibt dabei anonym. Als einer der führenden Anbieter auf diesem Gebiet gilt das britische Unternehmen Digital Element. Im Gespräch mit LEAD digital sagt Europa-MD Kate Owen, wer Geo-Targeting sinnvoll einsetzen kann.

In welchen Situationen würden Sie gerne Werbung empfangen, die sich nach Ihrem Aufenthaltsort richtet?

Zum Beispiel am Flughafen. Ich surfe gerade mit meinem Smartphone, und sehe dabei die Werbung eines lokalen Taxiunternehmens, das mir eine günstige Fahrt in die Innenstadt verspricht. Das fände ich nützlich. Oder ein Restaurant in der Nähe bietet ein günstiges Mittagsmenü an. So sieht ein sinnvoller Einsatz unserer Geo-Targeting-Lösungen aus.

Lokale Handywerbung also…

Nicht nur. Tatsache ist aber, dass 80 Prozent des mobilen Web-Traffics (an Page-Views gemessen) über WiFi-Verbindungen läuft, womit dem Nutzer für ihn relevante, seinem Standort angepasste Werbung und Inhalte gezeigt werden kann – ohne dass er irgendetwas von sich preis geben muss. Doch natürlich funktioniert Geo-Targeting auch auf Desktop-PC’s, Laptops usw. Die kann dann zum Beispiel ein Autohersteller nutzen, um nach Kategorien in bestimmten Regionen zu werben – Region A erhält SUV-Werbung, Region B Kompaktwagen-Werbung etc.

Wie hoch ist die Erfolgsrate von Geo-Targeting?

Kunden haben von Kampagnen berichtet, die mittels Geo-Targeting gestreut wurden und einen um 30 bis 300 Prozent höheren Response als traditionelle Onlinewerbung erzielten. Zudem wird das Geld auch deshalb effizienter eingesetzt, weil Streuverluste auf ein Minimum reduziert werden. Noch bessere Resultate erzielen Werbetreibende, wenn sie Geo-Targeting mit anderen Targeting-Techniken wie z.B. Uhrzeit-Targeting kombinieren, also zum Beispiel in bestimmten Regionen zu Business-Zeiten werben wollen.

Wie eng lässt sich Werbung auf diese Weise streuen?

Mit unserer Technik ist Geo-Targeting bis auf fünfstellige Postleitzahlen oder äquivalent weltweit steuerbar. In den USA werben bereits sehr viele Unternehmen so, etwa Sportmodehersteller, die in Südkalifornien und Florida mit Bademode präsent sein wollen, aber in den Rocky Mountains eher mit Wanderschuhen.

Gut für mittelständische Unternehmen…

Exakt. Nicht nur nationale und internationale Werbetreibenden können deren Botschaft sinnvoll geografisch personalisieren; KMU’s haben fast noch mehr Potential mit Geo-Targeting-Lösungen. Sie können damit auch auf sprachliche Besonderheiten der Region eingehen, Sprüche etwa, Dialekte sind möglich oder Bezüge auf lokale Persönlichkeiten. Werbung kann insgesamt intelligenter eingesetzt werden ... und dabei profitieren alle.

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