Studie: Die besten und die schlechtesten Job-Standorte in Deutschland
© Foto:Stadt Regensburg

Arbeitsmarkt | | von Annette Mattgey

Studie: Die besten und die schlechtesten Job-Standorte in Deutschland

Großstädte sind keine Garantie für gute Aussichten auf einen neuen Job. München hat seinen Spitzenplatz verloren, besagt die aktuelle Studie der Meta-Jobsuchmaschine www.adzuna.de. Bewerber sollten Städte wie Regensburg, Ingolstadt und Darmstadt in Betracht ziehen, denn dort ist die Anzahl von Bewerbern pro freier Stelle am niedrigsten. Oberhausen ist dagegen die Stadt mit dem schwierigsten Arbeitsmarkt in Deutschland.

Adzuna hat die größten 75 Städte in Deutschland anhand der Wettbewerbsintensität ihres Arbeitsmarktes beurteilt. Dabei wurde Adzunas Index von über 400.000 aktuellen Stellenanzeigen mit den Januar-Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit ins Verhältnis gesetzt, um die Wettbewerbssituation in jedem lokalen Arbeitsmarkt zu errechnen. Adzuna analysierte dabei auch die Berufsbezeichnungen und Berufskategorien, um die am stärksten nachgefragten Berufe zu ermitteln.

Die besten Standorte – Regensburg, Ingolstadt und Darmstadt bieten Stellensuchenden die besten Chancen, da in allen drei Städten weniger als zwei Arbeitslose einer freien Stelle gegenüberstehen. Im Vergleich zum Frühjahr 2013 hat München seinen Spitzenplatz verloren, obwohl die Situation sich auch dort noch verbessert hat, was den enormen Aufschwung in den besten drei Städten besonders hervorhebt. Der Arbeitsmarkt in Darmstadt ist zudem interessant, da hier Stellen für Berater aktuell über zehn Prozent der freien Stellen ausmachen, was überdurchschnittlich hoch ist. Unter den Bundesländern ist Baden-Württemberg führend, während die Wettbewerbsfähigkeit von Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz in den letzten sechs Monaten gesunken ist.

Die schlechtesten Standorte – Oberhausen ist die Stadt mit dem schwierigsten Arbeitsmarkt in Deutschland: 28 Arbeitslose kommen hier auf einen freien Job. Gelsenkirchen weist nur geringfügig bessere Werte auf, und Duisburg, Bochum und Dortmund komplettieren die fünf schwächsten Standorte in Deutschland, die alle in Nordrhein-Westfalen liegen. Berlin, oftmals als das Sorgenkind der Republik dargestellt, steht verhältnismäßig gut da: hier kommen aktuell zwölf Bewerber auf ein Jobangebot -  eine enorme Verbesserung im Vergleich zum Frühjahr 2013.

Die stärksten Berufsgruppen – IT und Beratung sind die Top-Branchen mit den meisten Stellenangeboten und weisen aktuell über 80.000 Offerten aus. Technikerstellen, Buchhaltung & Finanzwesen sowie Gastronomie kommen zusammen ebenfalls auf 78.000 freie Jobs.

Die besten Standorte:

Rang Stadt Bewerber pro Stelle
1 Regensburg    1,1
2 Ingolstadt    1,2
2 Darmstadt    1,3
4 Stuttgart    1,4
5 München    1,5

Die schlechtesten Standorte:

Rang Stadt Bewerber pro Stelle
1 Oberhausen    28
2 Gelsenkirchen    26,3
2 Duisburg    19,3
4 Bochum    15,8
5 Dortmund    13,5

Bundesländer-Rangliste

Rang Bundesland Bewerber pro Stelle
1 Baden-Württemberg 3,8
2 Hamburg    3,9
3 Bayern 4,0
4 Hessen 5,4
5 Bremen 9,4
6 Nordrhein-Westfalen 10,5
7 Niedersachsen 10,7
8 Berlin 11,4
9 Rheinland-Pfalz 12,2
10 Schleswig-Holstein 12,8
11 Thüringen 14,2
12 Sachsen 14,5
13 Saarland 15,9
14 Mecklenburg-Vorpommern 20,6
15 Sachsen-Anhalt 21,9
16 Brandenburg 27,2
     
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