Claudia Kimich | | von Claudia Kimich

Zeit für die Wende: Schluss mit "Ja, aber"

"Ja, aber" ist von uns gegangen, verstorben bereits vor vielen, vielen, vielen Jahren. Der verwitterte Grabstein befindet sich auf dem Münchner Westfriedhof, dritte Reihe, viertes Grab von links.

 

Der tragische Unfall liegt bereits viele Jahre zurück und trotzdem ist "Ja, aber" in aller Munde.

Und was macht es da?

Blockieren, Verantwortung abgeben und wunderbare Ausreden beschaffen, ja das konnte es schon zu Lebzeiten ausgezeichnet. Diese meist sehr erfolgreiche Taktik des Ausbremsens wurde dem "Ja, aber" dann zum Verhängnis: es stieß ungebremst mit der TATKRAFT zusammen und war sofort tot.

Doch wie kam es dazu?

Blicken wir zurück:

"Ja, aber" fuhr in voller Fahrt an den Menschen vorbei und trällerte:

♫♫♫   Ich will was Sinnvolles tun, ABER ich muss ja meine Rechnungen bezahlen.

JA ich ändere was, ABER wie und wann soll ich das bloß machen.

JA, ich übernehme die neue Aufgabe, ABER ich weiß nicht, ob ich das kann... ♫♫♫

"Ja, aber" grinste zufrieden in den Rückspiegel, wieder hatte es geschafft, dass die Menschen, den ersten Teil gar nicht gehört oder bereits wieder vergessen hatten und bis zu den Knien in Selbstzweifel, schlechtem Gewissen und Schuldzuweisungen standen. Sie palaverten und palaverten und palaverten, getan wurde – wie meistens - nichts. Zufrieden blickte "Ja, aber" über die Schulter zurück und flitzte in Richtung Marktplatz, um noch mehr Unzufriedenheit, Neid und schlechte Laune zu verbreiten.

Auf dem Markplatz hatten sich die TATKRAFT, die GELASSENHEIT und das SELBST-WERT-GEFÜHL getroffen und planten die Umsetzung ihrer Luftschlösser.

Lasst uns unseren Traum leben!

Was soll uns schon passieren! Alles wird gut!

Wir können und schaffen das, es bringt guten Umsatz und es fühlt sich gut an.

Während sie sich gegenseitig ermutigten, wurden sie immer größer und größer und füllten bald den ganzen Platz aus. "Ja, aber" schoss um die Ecke und stieß mit dem Bein der TATKRAFT zusammen. Diese merkte es kaum. "Ja, aber" wurde gegen die Wand aus SELBST-WERT geschleudert und brach sich sofort das Genick. Die GELASSENHEIT schüttelte den klebrigen Klotz vom Bein, streckte sich nochmal und los ging's in Richtung Luftschloss-Realisierung! "Ja, aber" möge in Frieden ruhen.

Die Moral von der Geschicht: Trau Dich, steh zu Dir und sei kein "Ja, aber"-Wicht!

Sachdienlicher Hinweis:

"Ja, aber" gehört zu den Unwörtern, die Ihren Geist und Ihre Lust am Tun klein halten. Lassen Sie es ganz weg oder ersetzen Sie es durch UND.

Sie werden sehen: Es funktioniert sehr gut und hilft beim Kurswechsel enorm!

Claudia Kimich ist einer der "Digital Leader", eine feste Gruppe von Bloggern, die ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreitet. Mehr zum Autor und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite.

Zeit für die Wende: Schluss mit "Ja, aber"

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