Arbeitsmarkt | | von Annette Mattgey

Zehn Digi-Jobs, die 2015 unverzichtbar sind

Egal ob Shopping, Telefonie, Marketing, Old Economy oder Startup: Die Digitalisierung beeinflusst massiv die Unternehmensstrategien. Dafür sind völlig neue Stellenprofile notwendig. Für digital-affine Talente bietet das große Chancen. Katharina Wolff, Gründerin von Premium Consultants, der Personalberatung für die Digitalwirtschaft, zeigt, welche Positionen durch die Digitalisierung unverzichtbar werden und in Unternehmen deshalb besonders gefragt sind.

1. Chief Digital Officer

Gerade in Unternehmen der Old Economy, in denen die Digitalisierung noch nicht so weit fortgeschritten ist, sorgt ein Chief Digital Officer für Schwung. Anders als der CIO kümmert er sich dabei nicht nur um die Technik, sondern identifiziert Zukunftsmärkte, sorgt dafür, dass das Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt ist und auch in zehn Jahren noch wächst, wenn sich die Märkte verändert haben. Er treibt alle digitalen Themen voran und zieht dabei auch die restlichen Mitarbeiter mit. Gab es 2013 weltweit nur 488 solcher Stellen, soll sich ihre Anzahl laut dem Netzwerk CDO Club schon bis zum Ende des Jahres verdoppeln.

2. Scrum Master

In immer größer werdenden Software-Developer-Teams ist Struktur unabdingbar. Ein besonders beliebter agiler Prozess für Softwareentwicklung und Projektmanagement ist der so genannte Scrum, bei dem durch klare Rollenverteilung sichergestellt wird, dass alle aktuell anstehenden Aufgaben in den unterschiedlichen Teams reibungslos funktionieren. Der Scrum Master sorgt hier für die nötige Koordination und Ordnung im dynamischen Prozess, achtet darauf, dass Regeln befolgt werden und hält dem Team so den Rücken frei. Als Coach, Mentor und Vermittler ist er eine Schnittstelle im Prozessmanagement, auf die kein Digitalunternehmen verzichten kann. (Mehr Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Scrum)

3. Mobile Developer

Inzwischen sind über 40 Millionen Deutsche im Besitz eines Smartphones. Eine riesige Zielgruppe, die Unternehmen nur über mobile-optimierte Inhalte, Apps und Co. erreichen können. Kein Wunder also, dass talentierte Mobile Developer ganz oben auf der Personaler-Wunschliste vieler Unternehmen stehen. Besonders begehrt sind natürlich auch hier vor allem Programmierer für iOS und Android.

4. Data Warehouse Manager

Im Zuge der Digitalisierung werden auch in Unternehmen täglich unzählige digitale Daten erfasst, gesammelt und im so genannten Data-Warehouse gespeichert. Um die Daten z.B. für Entscheidungsprozesse sinnvoll nutzbar zu machen, bedarf es besonders in größeren Unternehmen eines Data Warehouse Managers. Er ist für die Konzeption, Einführung und oft auch die Administration von Projekten zuständig und verfügt meist über einen Informatik- oder betriebswirtschaftlichen Hintergrund.

5. Social Media Manager

Inzwischen schon bekannter, aber noch lange nicht in allen Unternehmen vorhanden, ist der Social Media Manager. Als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden sorgt er dafür, dass Marketing endlich nicht mehr einseitig, sondern im Dialog stattfindet – eine Entwicklung, der sich alle Unternehmen stellen müssen, um auch zukünftig erfolgreiche Kundenkommunikation zu betreiben.

6. E-Commerce Manager

Egal ob frisch gestarteter Online-Shop oder alt-eingesessenes Handelsunternehmen, sobald Waren über das Netz verkauft werden, brauchen Firmen einen E-Commerce Manager, der den E-Commerce-Auftritt von Sortimentauswahl, über Retourenmanagement bis hin zu Inkassoverfahren verantwortet. Er wirkt an der Schnittstelle zwischen Einkauf, Produktion und Waren-, Lagerwirtschaft eines Unternehmens und muss neben E-Business-Kenntnissen natürlich auch Führungsqualifikationen mitbringen. Besonders in der Old Economy, die ihre Angebote nach und nach digitalisieren, entstehen immer mehr Stellen für E-Commerce-Profis.

7. Games Artist oder Games Developer

Einen der rasantesten Aufstiege hat in den letzten Jahren die Games-Branche hingelegt. Allein das Hamburger Vorzeige-Startup Goodgames beschäftigt mittlerweile mehr als 1000 Mitarbeiter und der Bedarf an talentierten Games Artists oder Games Developern steigt weiter. Begabte Programmierer, die in der Spieleindustrie Fuß fassen wollen, brauchen nicht nur die nötigen Coding-Skills, sondern natürlich auch viel Kreativität, um die komplexen virtuellen Welten zum Leben zu erwecken. Neben Informatikern und Grafikdesignern, die sich hier spezialisiert haben, finden inzwischen auch viele Absolventen zertifizierter Studien- und Ausbildungsangebote Zugang zur Branche.

8. Realtime-Advertising Manager

Im Marketing hat nach der Digitalisierung die Automatisierung für große Veränderungen gesorgt. Der Begriff Realtime Advertising steht jedoch nicht nur für eine automatisierte, sondern auch für eine datengestützte Werbeplanung. Entscheidend ist nicht das "System", sondern der Kopf dahinter, der Zielgruppen und Kampagnenziele kenn und die Regeln vorgibt. Platzierungen und Ad-Impressions sind das eine, gleichzeitig sollte der Realtime Advertising Manager im Auge behalten, wann innovative Sonderwerbeformen, Native Ads oder Content Marketing besser geeignet sind, um die Werbeziele zu erreichen. (Mehr zum Thema RTA in unserer Serie "Realtime Advertising. Digitales Marketing in Echtzeit. Strategien, Konzepte und Perspektiven.")

9. Magento Developer

In der boomenden E-Commerce-Branche hat besonders ein Shop-System die Nase vorn: Magento. Es wird auf einem Prozent aller Webseiten eingesetzt und ist damit die meistverbreitete reine Onlineshopsoftware. Kein Wunder, dass der Bedarf an Magento Developern, die sich um die logistische Anbindung an den E-Commerce-Shop kümmern, riesig ist. Talentierte Entwickler können die benötigten Fähigkeiten über ein Zusatzzertifikat erlangen.

10. Feel Good Manager

Mit dem Aufweichen der Grenzen zwischen Arbeit und Privatem sowie der ständigen Erreichbarkeit und Beschleunigung, die die Digitalisierung für Mitarbeiter bedeutet, braucht es natürlich nicht nur Experten für technische Herausforderungen. Um das seelische Wohl des Teams kümmern sich inzwischen in vielen Digitalunternehmen so genannte Feel Good Manager. Mit Feingefühl, ausgeprägter sozialer Ader und wertvollen Soft Skills sorgen sie auch in den stressigsten Phasen für gute Stimmung und Motivation.

Zehn Digi-Jobs, die 2015 unverzichtbar sind

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Nachgehakt: Was macht eigentlich...eine Community Managerin?

von Annette Mattgey

Vom App Developer bis zum Scrum Manager: LEAD digital stellt die begehrtesten Jobs in der Digi-Branche vor. Heute im Porträt: Sandra-Kristina Fries, 26 Jahre, Community Managerin bei Community Life, einem Startup, das Versicherungsleistungen komplett online anbietet.

Name, Position: Sandra-Kristina Fries, Community Managerin

Alter: 26

Ausbildung: Kauffrau für Versicherungen und Finanzen Fachrichtung Versicherungen

1. Was machst du (in 3 Sätzen)?

Als Community Managerin pflege ich unsere Customer Communities, helfe via Live-Chat oder berate per E-Mail oder ganz klassisch per Telefon – so wie der Mensch am anderen Ende es gerade möchte. Zudem bin ich als Schnittstelle zur IT für Wünsche und Verbesserungsvorschläge unserer Kunden da. Anregungen unserer Kunden fließen beispielsweise in die Weiterentwicklung unserer Website.

2. Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen?

Den Anstoß gab mein Abteilungsleiter meines ehemaligen Arbeitgebers – einem Lebensversicherer. Hier bei Community Life kann ich meine Kenntnisse als Community Managerin bei einem rein digital arbeitenden Versicherungsanbieter noch stärker einbringen.

3. Welche Eigenschaft hilft Dir in Deinem Alltag am meisten? Warum?

Ich bin sehr flexibel. Das hilft mir, schnell zwischen den verschiedenen Kanälen zu wechseln und über jedes Medium für den Kunden da zu sein.

4. Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Am wichtigsten ist mir, dass alles, was ich in die Hand nehme, auch in meinen Händen bleibt und ich dem Kunden von A bis Z helfen kann.

Besonderen Spaß macht mir, dass mein Job so abwechslungsreich ist. Ich weiß nie, welche Nuss ich als nächstes knacken muss – sowohl fachlich als auch technisch.

5. Mein Job ist unverzichtbar, weil…

…Service unverzichtbar und die Zukunft der Versicherung digital ist.

6. Wenn du nicht Community Managerin wärst, was wärst du dann?

Ich würde wahrscheinlich auch im Kundenservice arbeiten.

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Nachgehakt: Was macht eigentlich...ein App Developer

von Annette Mattgey

Vom Games Artist bis zum Scrum Manager: LEAD digital stellt die begehrtesten Jobs in der Digi-Branche vor. Heute im Porträt: João Santos, der das Team der App Developer der Agentur Rabbit Mobile leitet.

Name, Position: João Santos, Head of Development, Rabbit Mobile (www.rabbit-mobile.de)

Alter: 26

Ausbildung: Master of Science in Electronic and Computer Engineering

1. Was machst du (in 3 Sätzen)?

Als Head of Development bei Rabbit Mobile verantworte ich die technische Implementierung aller von uns entwickelten Applikationen, egal ob es sich dabei um native iOS- und Android-Apps handelt oder um webbasierte Anwendungen. In Lissabon, Portugal, leite ich ein Team aus talentierten Entwicklern. Gemeinsam hauchen wir den von unserem Design-Team erdachten Konzepten Leben ein.

2. Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen?

Mitte 2012 lebte und arbeitete ich als Mobile-App-Entwickler in Lissabon. Die Gelegenheit, für Rabbit Mobile zu arbeiten, ergab sich zufällig über einen Kontakt zum Geschäftsführer Tim Wiengarten und nach ein paar Gesprächen war klar, dass ich ab Oktober als iOS- und Android-Software-Entwickler in Frankfurt arbeiten würde. Nach einem Jahr schlug ich vor, in Lissabon ein eigenes Entwickler-Team aufzubauen. Wir sahen das als tolle Chance für das Unternehmen, weil man in Lissabon leicht kreative und talentierte Entwickler findet. Und da das gesamte Software-Development-Team ohnehin schon in Lissabon saß, wurde ich Head of Development. Vor Ort kann ich alle Prozesse viel enger kontrollieren und steuern.

3. Welche Eigenschaft hilft Dir in Deinem Alltag am meisten? Warum?

Meine Hartnäckigkeit, Liebe für meine Arbeit und eine Prise Perfektionismus haben mir geholfen, die Qualität meiner Arbeit auf ein Level zu bringen, mit dem ich selbst, das Unternehmen und unsere Kunden zufrieden sind.

4. Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Normalerweise antworten wir auf diese Frage immer "Die Kundenmeinung ist das Wichtigste". Das ist wahr, aber noch davor musst du deine Erwartungen an dich selbst erfüllen. Wenn du nicht an deine Arbeit glaubst, wird es auch kein Kunde tun. Aus diesem Grund ist es für mich am wichtigsten, dass wir Anwendungen programmieren, die mich stolz machen, die unsere Kunden stolz machen und die tatsächlich Tools darstellen, die den Arbeitsalltag verbessern.

5. Mein Job ist unverzichtbar, weil…

… es manchmal schwierig ist, ein Team zu einem gemeinsamen Ziel zu lenken. Menschen sind sehr unterschiedlich, jeder hat seine eigene Art zu arbeiten. Daher versuche ich tagtäglich neben dem Programmieren, meinen Teammitgliedern dabei zu helfen, großartige Leistungen zu erreichen, sie zu motivieren und auf die aktuelle Arbeit einzuschwören.

6. Wenn du nicht Mobile-App-Entwickler wärst, was wärst du dann?

Ich kann mir nicht vorstellen, in irgendeinem anderen Wirtschaftszweig als der IT-Welt zu arbeiten. (Vielleicht noch als Restaurantkritiker, bringt mir Essen und ich bin glücklich.) Seit meiner Jugend hat es mich immer mehr fasziniert, herauszufinden, wie Dinge funktionieren. Ich habe an meinen Spielzeugen herumgebastelt, sie auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt.

                                                                                                                                            

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Was macht eigentlich ... ein Scrum Manager?

von Annette Mattgey

Agile Führung statt starre Hierarchien: Wer die bisherigen Strukturen verändern will, braucht Mitarbeiter, die dafür ausgebildet sind, z.B. einen Scrum Manager. Scrum ist eine Methode, (Software-)Projekte in kleine Häppchen aufzuteilen. Endlose Team-Meetings und bürokratische Hürden werden vermieden. LEAD digital stellt in loser Reihenfolge die begehrtesten Jobs in der Digi-Branche vor. Heute im Porträt: Boris Gloger, Business Coach und Scrum Master.

Name, Position: Boris Gloger, Gründer und Geschäftsführer der Boris Gloger Consulting

Alter: 45

Ausbildung: Certified Scrum Trainer (2004), Studium der Philosophie und Soziologie an der TU Darmstadt

1.       Was machst du (in 3 Sätzen)?

Als Scrum Master ist es meine Aufgabe, ein interdisziplinäres Team zu führen. Also nicht nur Software-Entwickler, sondern ein Team, dessen Mitglieder aus verschiedenen Personen unterschiedlicher Abteilungen stammen. Sie eint eines: Sie wollen gemeinsam etwas liefern. Die Führung meinerseits erfolgt dabei nicht disziplinarisch.

2.       Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Bevor wir mit Scrum begonnen haben, war ich Teamleiter. Ich bin zu jedem Meeting gegangen, habe die Informationen zusammengetragen und einmal im Jahr eine Beurteilung geschrieben. Heute sorge ich täglich dafür, dass mein Scrum-Team effektiv arbeiten kann. Ich moderiere Meetings, kümmere mich "auch" um die Sorgen meines Teams, helfe dem Product Owner, sein Produkt zu definieren und bewege meinen Abteilungsleiter dazu, unsere Probleme zu  lösen.

3.       Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Persistent sein (nicht aufgeben). Hindernisse für ein Team aus dem Weg zu räumen, ist nicht einfach, macht nicht immer Spaß - aber mein Team braucht mich am meisten dafür.

4.       Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Zu sehen, wie ein Team hoch motiviert seinen Job macht, weil es ihn freiwillig macht. Sie gemeinsam um ein Taskboard stehen sehen, weil sie gemeinsam einen Tag  planen. Dann zu sehen, wie sie sich freuen, wenn der Fachbereich zufrieden nach Hause geht, weil er die Funktionalität bekommen hat, die er haben wollte. Das ist doch cool!

5.       Mein Job ist unverzichtbar, weil…

…wir eine neue Art der Führung brauchen. Eine, die nicht auf Anweisungen basiert, sondern auf Rahmenbedingungen. Scrum setzt diesen Rahmen und meine Aufgabe als Scrum Master ist es, diesen Rahmen zu erschaffen und ihn durchzusetzen.

6.       Wenn du nicht Scrum Master wärst, was wärst du dann?

Die Rolle des Product Owners (was man früher als Auftraggeber bezeichnet hätte) möchte ich unbedingt einmal ausprobieren. Hier werden ebenfalls vollkommen neue Fähigkeiten von Produkt-Entwicklern und Managern erwartet. Ich hätte große Lust, das einmal auszuprobieren.

Wer mehr über Scrum erfahren will, findet hier einen guten und durchaus amüsanten Einstieg. 

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Was macht eigentlich ... ein Game Designer?

von Annette Mattgey

 Von Casual Games bis zu aufwändigen Fantasiewelten - alles ist möglich in der Spielebranche, in der es zahlreiche Digitaljobs gibt. LEAD digital stellt in loser Reihenfolge die begehrtesten Jobs in der Digi-Branche vor. Heute im Porträt: Vanessa Glöckler, Game Designerin bei Goodgame Studios.

Name: Vanessa Glöckler

Alter: 26

Position: Game Designer

Unternehmen: Goodgame Studios

1. Was machst du?

Ich bin für die Planung und Konzeption von Spielmechaniken und -inhalten zuständig. Ich entwickle den Charakter und die Funktion verschiedener Inhalte, ob Figuren, wie zum Beispiel die Lilli von Goodgame Big Farm, Gebäude oder Features, und auf dieser Grundlage wird alles graphisch von der Art Abteilung umgesetzt und von den Programmierern implementiert. Außerdem arbeite ich Konzepte für neue Spiele-Ideen aus und schaue, was im Spiel gut funktionieren kann.

Bei Goodgame Studios produzieren wir Browser- und Mobile Games; ein Produkt dieser Art kann in wenigen Monaten erstellt werden. Ich lerne hier viele verschiedene Features und Mechaniken kennen, habe direkten Kontakt mit den Spielern und erreiche auch Leute, die sich nicht als "Gamer" bezeichnen würden. Außerdem ist die ganze Branche noch relativ jung deshalb gibt es immer neue Marktentwicklungen und Ideen.

2. Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Zuerst wollte ich eigentlich Filmregisseurin werden, habe mich aber dann aufgrund meiner Spieleaffinität für Game Design entschieden. Nach meinem Praktikum im Rahmen eines Orientierungsjahres in der Redaktion eines Spielemagazins studierte ich an der Games Academy in Frankfurt. Mit meinem Abschluss in Game Design war ich zunächst in München bei einem Spiele-Startup tätig, bis ich 2011 nach Hamburg zu Goodgame Studios ging.

3. Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Job am meisten? Warum?

In meinem Job bei Goodgame Studios muss ich unter anderem Daten, Spielverhalten und Mechaniken analysieren und bewerten können, um dadurch Funktionalität im Spiel zu erzeugen. Eine gute visuelle Vorstellungskraft und gute Menschenkenntnis sind ebenso unerlässlich wie strukturiertes Vorgehen und eine ausgeprägte Problemlösefähigkeit. Ich muss wissen, was den Menschen Spaß macht, um dementsprechend das Spiel zu designen.

4. Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Am wichtigsten ist für mich die Herausforderung, ansprechende und gleichzeitig funktionelle Inhalte für unsere Spiele zu erstellen. Das Design muss ansprechend sein und ein stimmiges Gesamtbild ergeben, denn es soll die Nutzer motivieren, im Spiel zu bleiben. Ich muss die Komplexität eines Produkts bis in das kleinste Detail verstehen und natürlich auch die Spieler selbst. Es ist immer schön, wenn ich Feedback von ihnen bekomme, denn das motiviert mich natürlich.

5. Mein Job ist unverzichtbar, weil …

… es sonst keine funktionierenden und unterhaltsamen Spiele geben würde. Ich entwickle mit meinem Team neue Konzepte für Spiele und wir bilden die Schnittstelle für viele Abteilungen. Wir sind ein wichtiger Ansprechpartner für das Produktmanagement, müssen alle Details im Überblick haben und durch unsere Arbeit den Spielspaß garantieren.

6. Wenn du nicht Game Designer wärst, was wärst du dann?

Ich hätte auf jeden Fall einen Beruf im Medienbereich gewählt. Ich wäre wahrscheinlich Grafik Designer geworden. Vielleicht aber auch Filmregisseurin.

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Was macht eigentlich ... ein Realtime Advertising-Manager?

von Annette Mattgey

Realtime Advertising ist eine der neuesten Disziplinen im Onlinemarketing-Bereich. Daher ist Michal Nachmani auf ihrer Position als EU Publisher Development Director vor allem mit der Akquise neuer Vermarktungspartner beschäftigt. Aber ihre Funktion bei Mythings hat noch mehr Facetten.

Name: Michal Nachmani

Alter:  33

Ausbildung:  Bachelor in IT-Management. Seit 2004 in der Online Marketing-Branche tätig.

Position: EU Publisher Development Director

Unternehmen: Mythings

1.       Was machst du (in 3 Sätzen)?

Bei Mythings verantworte ich den Media-Einkauf für Europa. Das heißt: Ich leite den strategischen Ausbau dieses Bereichs in den einzelnen Märkten und kümmere mich um Aufgaben wie neue Realtime Bidding-Anschlüsse oder Direkt-Kooperationen mit Top-Vermarktern. Darüber hinaus analysiere ich kontinuierlich die Aktivitäten und Performance aller bestehenden Partner und sorge dafür, dass unsere Media-Kampagnen mit dem industriellen Standard übereinstimmen.

2. Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Bevor ich bei Mythings anfing, sammelte ich bereits im Content Management, im Suchmaschinenmarketing und im Affiliate Marketing sowie im Display Advertising Erfahrung. Der Media-Bereich gefiel mir dabei am besten. Jedoch wollte ich nicht klassische Display-Vermarktung machen, sondern neue Werbemöglichkeiten wie das Retargeting erforschen. Gerade der Media-Einkauf stellt hier noch einmal eine besondere Herausforderung dar.

3. Welche Eigenschaften helfen dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Zum einen meine Kreativität. Sie lässt mich in unserer dynamischen Branche schnell Lösungen finden. Zum anderen mein technisches Know-how aus der Uni. Damit kann ich die Funktionsweise und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten von Retargeting noch besser verstehen.

4. Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Ganz klar das Mitwirken am Produkt selbst und den damit verbundenen internen Prozessen. Hier kann ich sowohl meine Erfahrung als auch mein Know-how mit einbringen. Besonders gut gefällt mir auch die Dynamik unserer Branche.

5. Mein Job ist unverzichtbar, weil …

 … er ein nötiger Bestandteil des Ökosystems der Werbebranche ist.

6. Wenn du nicht im Realtime-Bidding-Bereich arbeiten würdest, was wärst du dann?

Wahrscheinlich Journalistin ;)

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