Thomas Vollmoeller hat seinen Blog-Beitrag in einem Café in Sydney geschrieben.
Thomas Vollmoeller hat seinen Blog-Beitrag in einem Café in Sydney geschrieben. © Foto:Xing

New Work | | von Annette Mattgey

Xing-Chef Thomas Vollmoeller macht Sabbatical

Es ist der beste Job, den Thomas Vollmoeller je hatte: CEO des Karriere-Portals Xing. Trotzdem nimmt er sich nun eine berufliche Auszeit. Was er sich persönlich davon verspricht und welches Signal er damit setzen will, schreibt er in einem Blogbeitrag.

Warum jetzt ein Sabbatical?

"Ich will mich bewusst für einen begrenzten Zeitraum aus dem Tagesgeschäft herausziehen. (..) Dem Teil des Lebens Raum geben, der im Alltag fast immer zu kurz kommt. Nachzudenken, Bücher zu lesen, Abstand zu bekommen,  Vertrautes aus der Distanz neu zu betrachten, sich selbst zu hinterfragen, eine andere Sicht auf die Dinge zu entwickeln." 

Was in der heutigen Arbeitswelt schiefläuft:

"Noch ist die Realität in den Unternehmen in Deutschland nach allem was ich sehe weit entfernt vom Ideal des New Work. Flexibilität wird erwartet, aber nicht gewährt. Querdenkertum wird in Sonntagsreden gefordert, einstellen tut man dann aber die immer gleichen Klone."

Wie verändert sich unser Miteinander gerade?

"Ich finde, die Buntheit, Vielfalt, Diversität (...) toll. Sie ist ehrlicher, denn die früher verlangte Total-Aufgabe seiner selbst für die Firma hat ohnehin nie jemand geleistet, sondern lediglich gespielt. Sie bietet mehr Chancen, wenn stromlinienförmige Lebensläufe nicht mehr das zentrale Kriterium dafür sind, ob jemand ein geeigneter Kandidat für einen bestimmten Job ist oder nicht."

Wie Vorgesetzte und Unternehmen darauf reagieren müssen:

"Ich bin davon überzeugt: Wer reife, autonome und innovative Mitarbeiter haben möchte, muss ihnen auch auf Augenhöhe begegnen. Die Zeiten des unternehmensinternen Feudalismus sind endgültig vorbei. Die Revolution hat begonnen,  das Internet sorgt für Transparenz, der Fachkräftemangel in vielen Branchen für eine Machtverschiebung hin zu den Talenten. Und das ist gut so. Gut für das Betriebsklima, gut für den Einzelnen, gut für die Unternehmen, die motiviertere und somit leistungsfähigere Mitarbeiter haben. Ich glaube, um diese Entwicklung weiter voranzutreiben und aktiv zu fördern, muss man auch als Vorstand und Geschäftsführer mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, dass Dinge okay sind. Dass es okay ist, ein Privatleben zu haben. Dass es okay ist, Dinge in Frage zu stellen, Spaß zu haben bei der Arbeit. Und sich ab und zu eine Auszeit zu wünschen."

Den vollständigen Blogbeitrag lesen Sie bei Xing im Insider-Profil von Thomas Vollmoeller.

Xing-Chef Thomas Vollmoeller macht Sabbatical

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