Gehaltsstudie | | von Anja Janotta

Wo die besten Einstiegsgehälter gezahlt werden

Wo verdient man am meisten? Wer bekommt die besten Einstiegsgehälter? Und welches Bundesland ist Gehaltsspitzenreiter in Deutschland? Das Vergleichsportal Gehalt.de hat für eine Verdienst-Topografie fast 450.000 Gehaltsdaten ausgewertet.

In Süd- und Westdeutschland arbeitet sich es demnach am besten, denn die besten Gehälter werden in den Postleitzahl-Regionen 8, 6, 7, 4 und 5 gezahlt. Ist der Arbeitgeber hingegen im Zahlenbereich 0 oder 1 beheimatet, sieht es schlechter aus. Das gehaltsstärkste Bundesland ist demnach Baden-Württemberg, am meisten verdient ein Arbeitnehmer in München (+20 Prozent über Durchschnitt), Stuttgart (+19 Prozent) und Düsseldorf (+14 Prozent). Die hinteren Ränge belegen Schwerin (-26 Prozent), Magdeburg (-23 Prozent) und Erfurt (-20 Prozent).

Wer als Student demnächst einen neuen Job antritt, kann ebenso vor allem im Süden auf hohe Einstiegsgehälter hoffen. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt verdienen Uniabsolventen in Baden-Württemberg mit einem Plus von 7,5 Prozent mehr Lohn am besten. Die hinteren Ränge belegen auch bei dieser Vergleichsgruppe die neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Stadtstaaten wie Hamburg oder Berlin sind zwar beliebt, die Löhne jedoch geringer.

Laut der Untersuchung ist das Gehaltsniveau in allen neuen Bundesländern unterdurchschnittlich. Das Schlusslicht bildet Mecklenburg-Vorpommern mit rund 27 Prozent weniger Gehalt. Es folgen Sachsen-Anhalt (-26 Prozent), Brandenburg (-23 Prozent), Sachsen (-21 Prozent) und Thüringen (-20,5 Prozent). Die Hauptstadt Berlin liegt mit knapp sieben Prozent im unteren Mittelfeld. Spitzreiter ist Baden-Württemberg mit einem überdurchschnittlichen Gehalt von plus acht Prozent. Es folgen Hessen (+7 Prozent), Hamburg (+5,6 Prozent), Bayern (+3,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+1 Prozent).

 

Und dann zeigen sich weitere strukturelle Schwächen: Nach wie vor verdienen Frauen weniger als Männer. Je nach Bundesland ergeben sich laut Studie deutliche Entgeltlücken – die größte im Bestverdienerland Baden-Württemberg. Hier bekommen Arbeitnehmerinnen 37 Prozent weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Aber hier sind auch die Löhne am höchsten. Einzig in Hessen (93,3 Prozent) und Hamburg (89,4 Prozent) verdienen Frauen im Schnitt besser als in Baden-Württemberg (87,1 Prozent). Mit rund 17 Prozent ist die Lücke in Mecklenburg-Vorpommern am kleinsten. Doch die Statistik täuscht auch hier: In diesem Bundesland werden jedoch auch die geringsten Gehälter gezahlt. 

Wo die besten Einstiegsgehälter gezahlt werden

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