Wir wissen auch nicht, was die anderen 40 Prozent so machen.
Wir wissen auch nicht, was die anderen 40 Prozent so machen. © Foto:Adobe

Adobe Digital Roadblock Report 2016 | | von Frank Zimmer

Wie Marketing-Entscheider sich und ihre Kunden sehen

Nicht jeder Marketingentscheider ist für die digitale Transformation geschaffen. Manche blockieren sie, andere lassen sich vermeintlichen heißen Scheiß aufschwatzen und werfen Budgets zum Fenster hinaus. Der Grat zwischen Ignoranz und Naivität ist schmal – wie in den meisten Branchen. Aber wie sehen sich die Marketer selbst? Und was glauben sie von ihren Kunden? Dieser Frage ging das Marktforschungsinstitut Edelman Intelligence im Auftrag von Adobe nach. Es befragte rund 1.300 Marketingverantwortliche in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Hier sind die Ergebnisse:

Zwei von drei Marketern fühlen sich gut

63 Prozent in Deutschland und 65 Prozent in allen drei Ländern zusammengerechnet glauben, sie seien schon heute "bestens" für den digitalen Wandel gerüstet.

Jeder zweite Marketingentscheider hält sich sogar für eine Digital-Granate

48 Prozent der befragten Marketer in Deutschland, Frankreich und Großbritannien würden sich als "Treiber des digitalen Wandels" bezeichnen. In Deutschland sogar 54 Prozent.

Aber jeder Vierte sieht die Digitalisierung als Bedrohung

Für 24 Prozent sind die Gefahren der Digitalisierung gravierender als die Chancen. Im europäischen Schnitt liegt der Anteil der Digital-Skeptiker bei nur 20 Prozent.

Und vier von zehn Marketern zweifeln an ihrer Zukunftsfähigkeit

40 Prozent der deutschen Marketing-Entscheider machen sich ernsthaft Sorgen, ob ihre Fähigkeiten wirklich ausreichen, um die anstehenden Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern (Europa: 44 Prozent).

Wie Marketer die Konsumenten sehen

73 Prozent der deutschen Marketing-Entscheider glauben, dass Konsumenten mehr "begeisternden Content" wollen. 70 Prozent vermuten, dass Kunden und Markenfans auf jeden Post und jede Anfrage eine sofortige Antwort erwarten (Europa: 74 Prozent). 62 Prozent glauben an an personalisierte Ansprachen. Und 67 Prozent halten mobil optimierte Inhalte auf dem Smartphone oder Wearable für wichtig. (Die anderen 33 Prozent würden wir gerne mal kennenlernen).

Wie wichtig ist Marketing im Unternehmen überhaupt?

In Deutschland manchmal nur mittelwichtig. 55 Prozent der befragten Marketing-Entscheider gaben an, dass ihre Abteilung Einfluss auf die generelle Ausrichtung des Unternehmens hat. Im vorigen Jahr waren es noch 63 Prozent. Rechnet man Frankreich und UK dazu, ergibt sich ein europäischer Schnitt von 63 Prozent (Vorjahr: 65 Prozent). Trotz des gefühlten Bedeutungsverlustes sehen sich 60 Prozent der Deutschen in der Verantwortung, den Gesamtumsatz ihres Unternehmens anzukurbeln. Was die anderen 40 Prozent den Tag über machen, wissen wir nicht.

Weitere Informationen zum Adobe Digital Roadblock Report 2016 gibt es hier.

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