Linkedin | | von Annette Mattgey

Wenig Loyalität bei Führungskräften

Knapp jede zweite Fach- und Führungskraft steht Jobangeboten grundsätzlich offen gegenüber und würde diese auf ihr Potenzial prüfen (47 Prozent). Mehr Herausforderungen und eine Stelle, die besser zu den eigenen Gaben und Fähigkeiten passt, sind dabei die entscheidenden Kriterien. Das ergab eine Studie des Business-Netzwerks Linkedin. Die Angaben kommen von 18.000 Befragten aus 26 Ländern.

Für jeden dritten, der explizit wechselwillig ist, ist die Suche nach einem herausfordernderen Job der wichtigste Aspekt (35 Prozent), gefolgt von Stellenprofilen, die besser zu den eigenen Fähigkeiten passen und Möglichkeiten, bei einem neuen Arbeitgeber schneller Karriere zu machen (beide 29 Prozent). Ein wohlklingenderer Titel hingegen ist für 42 Prozent nicht wichtig.

Geld hilft, Leute abzuwerben

Fach- und Führungskräfte, die nicht aktiv suchen, aber für gute Angebote offen sind, würden sich hingegen eher durch ein höheres Gehalt oder Zusatzleistungen zu einem Wechsel motiviert fühlen (39 Prozent). Knapp jeder Dritte aus dieser Gruppe würde sich gegebenenfalls mit der Aussicht auf eine bessere Work-Life-Balance ködern lassen (31 Prozent). Neue Herausforderungen spielen aber im Gegensatz zu den aktiv Suchenden nur für weniger als ein Fünftel (18 Prozent) eine Rolle.

Die Hälfte achtet auf ein aktuelles Job-Profil 

Um ihre Karriere weiter voranzutreiben, baut knapp die Hälfte der deutschen Befragten auf das Engagement in professionellen Netzwerken und hält ihren Lebenslauf immer auf dem neuesten Stand (beide 49 Prozent). Auch "Vitamin B" wird genutzt: Etwa jeder Dritte hat in der Vergangenheit bereits über Kollegen, Freunde oder Familienmitglieder von einer neuen Karrierechance gehört (34 Prozent). Jeder Fünfte hat sich zumindest schon einmal gedanklich mit dem Schritt in die Selbstständigkeit befasst. Nur sieben Prozent haben Möglichkeiten zur beruflichen Veränderung bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber wahrgenommen.

Auch international stehen die meisten Fach- und Führungskräfte Jobangeboten generell offen gegenüber (84 Prozent). Lediglich jeder Sechste ist definitiv nicht an Anfragen interessiert (16 Prozent). Eine Stelle, die den Kandidaten beruflich voranbringt, ist besonders den suchenden Brasilianern, Russen und Spaniern wichtig (52 versus jeweils 48 Prozent). Mit einem höheren Gehalt und Sonderleistungen sind im internationalen Vergleich vor allem die Befragten aus Indonesien, Hongkong und Spanien zu locken (41, 43 und 48 Prozent).

An einem Stellenprofil, das besser zu den eigenen Fähigkeiten passt, sind Niederländer, Finnen und Schweden interessiert (36 und jeweils 33 Prozent). Im neuen Job herausgefordert werden möchten hingegen besonders die Befragten in Schweden, Norwegen, Deutschland und Russland (51, 38 und jeweils 35 Prozent). Auf der Suche nach einer besseren Work-Life-Balance führen die Befragten aus Neuseeland, Malaysia, Brasilien und Australien das Feld an (31 versus 30 und 25 Prozent).

Wenig Loyalität bei Führungskräften

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