Roland Fiala arbeitet bei Productsup.
Roland Fiala arbeitet bei Productsup. © Foto:Productsup

Digital-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ein ... VP Engineering ?

"Ein Team zu haben ist mehr wert als jedes noch so gut gemeinte Incentive", ist Roland Fiala, VP Engineering bei Productsup, überzeugt. Womit er sich in seinem Alltag sonst noch beschäftigt.

Name: Roland Fiala

Position: Vice President Engineering

Unternehmen: Productsup

Alter: 34

Ausbildung: Diplom-Wirtschaftsinformatiker

Was machst du?

Wir von Productsup stellen unseren Kunden eine Enterprise-SaaS-Solution für Feedmanagement zur Verfügung, mit der man einfach und ohne technisches Knowhow seine Produktdaten in jeden verfügbaren Marketing-Kanal exportieren kann. Dazu bieten wir nicht nur einfache Export-Möglichkeiten, sondern eine Vielzahl von Services zur Datenbereinigung, -anreicherung und -modifizierung. Hierbei setzen wir auf State-of-the Art-Technologie und ein kompetentes Expertenteam. Meine Aufgabe umfasst hierbei die Prozess- und Strategieoptimierung, den Ausbau des Entwicklerteams und das Vorantreiben der Bereiche Entwicklung und Produktmanagement.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Ich war lange Jahre bei Searchmetrics als Entwickler, Teamleiter, Director und letztendlich als Vice President Engineering beschäftigt. In dieser Zeit habe ich mich nicht nur persönlich stark weiterentwickelt, sondern habe auch ein Firmenwachstum begleitet von 0 auf über 200 Mitarbeiter. Die Phasen, die ein Unternehmen in dieser Zeit durchmacht, sind prägend für das weitere Wachstum und ich konnte viele dieser Entscheidungen und daraus folgenden Konsequenzen mit eigenen Augen sehen. Nach elf Jahren war es dann einfach an der Zeit für eine neue Herausforderung. Fündig geworden bin ich dann letztlich bei Productsup.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Mich begeistern vor allem technische Projekte. Eines davon ist unser neuer Video-Designer. Dieses Projekt war und ist eines meiner ersten Projekte bei Productsup. Als ich das Projekt übernommen habe, gab es bereits einen Prototypen, den es galt "Production-Ready" zu machen. Der Video-Designer ist vor allem deshalb spannend, weil es einerseits technisch eine Herausforderung ist, für hunderttausende Produktdaten dynamisch Produktvideos zu generieren, andererseits aber auch aus Unternehmenssicht ein super spannendes Thema darstellt.

Wenn man bedenkt, dass Produktvideos ein Vielfaches an Klicks generieren als statische Bilder, dann ist das ein Thema, bei dem jeder Performance-Marketer sofort hellhörig werden muss. Durch Productsup sind unsere Kunden in der Lage, mit nur wenigen Klicks eine dynamische Komponente in ihren Feed zu integrieren, die sofort den Traffic steigern kann. Für die Erstellung der Videos ist keinerlei Fachwissen erforderlich. Einfach eines unserer Templates auswählen oder ein eigenes mit dynamischen Komponenten unserer Bibliothek erstellen und fertig. Für das anschließende Rendering der Produktvideos ist es uns egal, ob der Feed 100 oder 1 Million Produktdaten enthält. Unser System skaliert dynamisch mit der Anzahl der Anfragen und ist dabei stets performant.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Ich kann ziemlich schnell den Kern eines Problems erfassen und pragmatische Lösungen entwickeln. Das hilft oft bei komplexen Problemen und vor allem bei der Arbeit mit Spezialisten, die ja grundsätzlich zu tief in ihren Themen stecken. Außerdem denke ich, dass ich eine gute Menschenkenntnis habe, die mir dabei hilft, die richtigen Leute in einem Team zu vereinen, sodass es am Ende produktiv und mit Spaß an der Arbeit vorangeht. Ach, und mein Sinn für Humor ;-).

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten?

Was macht am meisten Spaß? Man darf nicht stehenbleiben. Es muss quasi immer einen nächsten Schritt geben, ein weiteres Ziel, welches sich zu erreichen lohnt. Das kann ein Proof of Concept für die Einführung einer neuen Technologie sein oder aber die Entwicklung von Features zur Erschließung eines weiteren Markts oder auch einfach neue Prozesse, die wiederum das Team stärken. Der wichtigste Faktor für Spaß an der Arbeit ist aber immer noch der Teamspirit. Auch wenn das ein wenig abgedroschen klingt, ist es doch ein absoluter Motivationsfaktor. Ein Team zu haben, was zusammenhält, in guten wie in schlechten Zeiten, ist mehr wert als jedes noch so gut gemeinte Incentive.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

… man nicht einfach Standardprozesse auf ein Team bügeln kann. Man braucht Menschen, die technisch fit sind, aber gleichermaßen verstehen, wie man ein Team produktiv macht und noch wichtiger, wie es produktiv bleiben kann. Gerade in Wachstumsphasen kann man so viel falsch machen.

Wenn du nicht VP Engineering wärst, was wärst du dann?

Eine Frage, die ich mir nie wirklich gestellt habe. Ich wollte schon immer Softwareentwickler sein und würde diesen Weg auch immer wieder einschlagen, da mich diese Rolle sehr glücklich macht. Wenn ich es mir aber aussuchen müsste, wäre Testfahrer für Motorräder wahrscheinlich auch nicht die schlechteste Wahl ;-).

Was macht eigentlich ein ... VP Engineering ?

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