Tony Findeisen arbeitet bei Spreadshirt.
Tony Findeisen arbeitet bei Spreadshirt. © Foto:Spreadshirt

Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ein ... Senior Frontend Architect?

Name: Tony Findeisen

Position: Senior Frontend Architect

Unternehmen: Spreadshirt

Alter: 29

Ausbildung: Ausbildung zum technischen Assistenten für Softwaretechnologie, BA-Studium Informatik an der Berufsakademie Sachsen (BA) in Leipzig.

Was machst du?

Als Frontend-Architect entwickle ich gemeinsam mit meinem Team moderne Anwendungen, die auf mobilen Geräten und auf dem Desktop laufen. Dabei ist es wichtig, sich in den Nutzer hinein zu versetzen, auf einfache Bedienbarkeit zu achten und aus Nutzertests entsprechende Schlüsse für die Weiterentwicklung zu ziehen. Außerdem arbeite ich gemeinsam mit den Kollegen vom Backend – das ist der Teil, den der Nutzer nicht zu sehen bekommt – an der Programmierschnittstelle (API).

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Das Aufgabengebiet eines Frontend-Entwicklers hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Angefangen habe ich als Actionscript-Entwickler zur Betreuung unseres T-Shirt-Designers bei Spreadshirt. Da Flash-Anwendungen nicht auf mobilen Endgeräten laufen und moderne Browser heutzutage alles bieten, was benötigt wird, um solch eine komplexe Anwendung mit Javascript (JS) zu bauen, setzen wir heute auf JS-Frameworks und Webanwendungen und nicht mehr auf Flash.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Am meisten hat mich der neue Checkout begeistert, den Spreadshirt 2014 gelauncht hat. Anfang 2014 stand fest, dass ein neuer mobiler Shop her muss. Das geht natürlich nicht ohne einen mobilen Checkout. Nach einer sehr kurzen Entwicklungszeit konnte dieser schon im dritten Quartal 2014 live gehen. Während der Entwicklung haben wir drei alte Checkouts zu einem zusammen geführt. Mit einer baukastenartigen Struktur haben wir dabei auch die Weichen für die weitere Entwicklung der Plattform gestellt, zum Beispiel für die Einführung von Payment per Amazon Ende 2015. Beim Single-Page-Checkout ist Spreadshirt nach wie vor Vorreiter. Die meisten Wettbewerber haben im mobil optimierten Bereich nichts Vergleichbares vorzuweisen. Der Checkout wird ständig verbessert und auf den neuesten Stand gebracht. Es macht mir Spaß, hier mit Hirnschmalz und Können zur Weiterentwicklung des Projekts beizutragen.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Voraussetzung sind ein breites Basiswissen von HTML, CSS, JS sowie ein Grundverständnis, wie das Web funktioniert, und welchen Sicherheitsbeschränkungen Browser unterliegen (Policies). Da ich keine Webseiten, sondern Webanwendungen entwickle, ist das Wissen über die Organisation von großen Anwendungen in Modulen und Komponenten extrem wichtig, um die Wartung und Konsistenz der Anwendung zu gewährleisten.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Am wichtigsten sind das Team, das Arbeitsumfeld und das Handwerkszeug. Nur wenn das gesamte Team – bestehend aus Product Owner, User Experience Designer, Entwickler, Qualitätssicherung und Operations – funktioniert, gemeinsam agiert und mitdenkt, kann man Produkte zügig entwickeln, zeitnah auf den Markt bringen und am Nutzer überprüfen.

Erstklassige technische Voraussetzungen sind ebenfalls extrem wichtig, um effizient in der Entwicklung, beim Testen und Veröffentlichen zu sein. Es ist für alle Seiten unbefriedigend und für das Unternehmen schädlich, wenn Projekte sich hinziehen, weil die täglich benötigte Software schlecht ist oder die interne Infrastruktur nicht mitspielt.

Den meisten Spaß habe ich, wenn sich ein grobes Anwendungskonzept im Team entwickelt und sich mit dem gewissen "Drive" ein tolles Produkt formt. Wenn man dann noch positives Feedback aus den Nutzertests bekommt, wie "Wow, das geht? Das ist ja genial!", und letztendlich eine Verbesserung der Conversion-Rate messbar ist, dann ist das natürlich ein tolles Gefühl.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

... der Mobile-Trend nicht zu bremsen ist und dieser mit guter, einfach bedienbarer Software auf den unterschiedlichsten Geräten einhergeht.

Wenn du nicht Frontend-Developer wärst, was wärst du dann?

Ich glaube, ich würde Produkte nicht mit Software, sondern mit Hardware erschaffen.

Was macht eigentlich ein ... Senior Frontend Architect?

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