Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Scrum Manager?

Agile Führung statt starre Hierarchien: Wer die bisherigen Strukturen verändern will, braucht Mitarbeiter, die dafür ausgebildet sind, z.B. einen Scrum Manager. Scrum ist eine Methode, (Software-)Projekte in kleine Häppchen aufzuteilen. Endlose Team-Meetings und bürokratische Hürden werden vermieden. LEAD digital stellt in loser Reihenfolge die begehrtesten Jobs in der Digi-Branche vor. Heute im Porträt: Boris Gloger, Business Coach und Scrum Master.

Name, Position: Boris Gloger, Gründer und Geschäftsführer der Boris Gloger Consulting

Alter: 45

Ausbildung: Certified Scrum Trainer (2004), Studium der Philosophie und Soziologie an der TU Darmstadt

1.       Was machst du (in 3 Sätzen)?

Als Scrum Master ist es meine Aufgabe, ein interdisziplinäres Team zu führen. Also nicht nur Software-Entwickler, sondern ein Team, dessen Mitglieder aus verschiedenen Personen unterschiedlicher Abteilungen stammen. Sie eint eines: Sie wollen gemeinsam etwas liefern. Die Führung meinerseits erfolgt dabei nicht disziplinarisch.

2.       Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Bevor wir mit Scrum begonnen haben, war ich Teamleiter. Ich bin zu jedem Meeting gegangen, habe die Informationen zusammengetragen und einmal im Jahr eine Beurteilung geschrieben. Heute sorge ich täglich dafür, dass mein Scrum-Team effektiv arbeiten kann. Ich moderiere Meetings, kümmere mich "auch" um die Sorgen meines Teams, helfe dem Product Owner, sein Produkt zu definieren und bewege meinen Abteilungsleiter dazu, unsere Probleme zu  lösen.

3.       Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Persistent sein (nicht aufgeben). Hindernisse für ein Team aus dem Weg zu räumen, ist nicht einfach, macht nicht immer Spaß - aber mein Team braucht mich am meisten dafür.

4.       Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Zu sehen, wie ein Team hoch motiviert seinen Job macht, weil es ihn freiwillig macht. Sie gemeinsam um ein Taskboard stehen sehen, weil sie gemeinsam einen Tag  planen. Dann zu sehen, wie sie sich freuen, wenn der Fachbereich zufrieden nach Hause geht, weil er die Funktionalität bekommen hat, die er haben wollte. Das ist doch cool!

5.       Mein Job ist unverzichtbar, weil…

…wir eine neue Art der Führung brauchen. Eine, die nicht auf Anweisungen basiert, sondern auf Rahmenbedingungen. Scrum setzt diesen Rahmen und meine Aufgabe als Scrum Master ist es, diesen Rahmen zu erschaffen und ihn durchzusetzen.

6.       Wenn du nicht Scrum Master wärst, was wärst du dann?

Die Rolle des Product Owners (was man früher als Auftraggeber bezeichnet hätte) möchte ich unbedingt einmal ausprobieren. Hier werden ebenfalls vollkommen neue Fähigkeiten von Produkt-Entwicklern und Managern erwartet. Ich hätte große Lust, das einmal auszuprobieren.

Wer mehr über Scrum erfahren will, findet hier einen guten und durchaus amüsanten Einstieg. 

Was macht eigentlich ... ein Scrum Manager?

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