Was macht eigentlich ... ein Requirements Engineer?
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Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Requirements Engineer?

Ihre Funktion ist bares Geld wert, aber die wenigsten Agenturen haben sie bisher besetzt. Christine Fronia ist Requirements Engineer bei der Multimedia- und E-Commerce-Agentur Hmmh, die seit Mitte vergangenen Jahres zu Plan.net gehört. Bevor die Arbeit richtig losgeht, klärt sie erstmal mit allen Beteiligten, was ihnen wichtig ist. Und sie behält auch währenddessen die Fäden in der Hand. 

Name, Position: Christine Fronia, Team Managerin Requirements Engineering (RE)

Alter: 50

Ausbildung: Studium der Informatik zu einer Zeit, als es noch Floppys gab 

Unternehmen: Hmmh multimediahaus, Bremen

Was machst du?

Zu den Aufgaben eines Requirements Engineers gehört die Analyse, Dokumentation, Abstimmung und Verwaltung der Anforderungen aller Projektbeteiligten. Im Umfeld der agilen Software-Entwicklung bei hmmh ist der Requirements Engineer vor allen Dingen mit der Detaillierung und Dokumentation von Anforderungen beschäftigt. Ein Requirements Engineer ist das fachliche Gehirn im Erstellen eines Produkt-Backlogs und in den Umsetzungsprojekten. Meine Aufgabe als Team Managerin in diesem Gebiet verstehe ich darin, Änderungen und Weiterentwicklung zu fördern und zu fordern.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

In meiner Zeit als Datenbankentwicklerin habe ich mich schnell nach vielfältigen und klaren Möglichkeiten zum Austausch mit dem Kunden gesehnt. Als ich dann das Gebiet des RE entdeckte, hat mich sofort interessiert, wie Anforderungen zwischen Kunde, Entwicklung, Test und Anwender besser ausgetauscht und vermittelt werden können. Darauf habe ich mich gestürzt. Heute liegt mir der Einsatz des RE in der agilen Softwareentwicklung sehr am Herzen.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

In meiner Zeit als Requirements Engineer hat mir am meisten geholfen, dass ich Interesse am Menschen habe und analytisch denken kann. Das ist nötig, weil man viel zwischen verschiedenen Disziplinen vermitteln, darzustellen und klären muss. Als Team Managerin kommen andere Eigenschaften hinzu. Um Weiterentwicklung zu fördern und zu fordern, übe ich mich darin, Leute aus ihrer Komfortzone zu holen. 

Was ist dir an deiner Arbeit am wichtigsten? Was macht dir am meisten Spaß?

Meinen Kunden mit RE mehr Transparenz zu bieten, das ist die wichtige Basis. Darauf bauen dann viele Benefits auf. Was mir persönlich am meisten Spaß macht: Durch unsere verschiedenen Kunden bekomme ich Einblick in verschiedene Branchen. Das ist sehr spannend. Mehr über Agilität zu lernen und die Arbeit mit meinen RE-Kollegen im Team ist eine große Motivation.

Mein Job ist unverzichtbar, weil …

Unverzichtbar sind die Aufgaben, die ein Requirements Engineer im Projekt wahrnimmt. Die Analyse der Anforderungen spart bares Geld, indem Fehlentwicklungen frühzeitig vermieden werden. Das permanente Detaillieren und Abstimmen der Anforderungen unterstützt die Entwicklung. Außerdem ist die Entwicklungsdokumentation essentiell, wenn man Systeme betreiben und warten will. 

Solange es die vielen Hürden zwischen agiler und nicht-agiler Welt gibt, habe ich noch was zu tun. In einer agilen Welt ist mein aktueller Job verzichtbar.

Wenn du nicht Team Managerin im Requirement Engineering wärst, was wärst du dann?

… immer noch ich – mit einer anderen tollen Aufgabe. 

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