Dominic Schäfer, Brandlocal.
Dominic Schäfer, Brandlocal. © Foto:Brandlocal

Job-Porträt | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Leiter Geo Intelligence?

Wer in der Schule kein Mathegenie war, kann es trotzdem in einer Media-Agentur weit bringen. Das beweist Dominic Schäfer, Gruppenleiter Geo Intelligence bei Brandlocal.

Name: Dominic Schäfer

Position: Gruppenleiter Geo Intelligence bei Brandlocal (gehört zum Media-Agenturnetz von Crossmedia)

Alter: 33

Ausbildung: Klassischer Diplomstudiengang in Geographie an der Uni Bonn

Was machst du?

Das menschliche Handeln impliziert immer einen Raum. Meine Aufgabe bei Brandlocal ist es, diese Räume sichtbar zu machen und unterschiedlichste Entwicklungen sowie Handlungen zu erfassen. Dazu setzen wir ein Geographisches Informationssystem ein. Dort können unterschiedlichste Arten von räumlichen Daten erfasst, aufbereitet, analysiert und zu konkreten Empfehlungen für unsere Kunden abgeleitet werden. Zentraler Bestandteil sind dabei natürlich Handlungsempfehlungen für den Mediaeinsatz, damit die Botschaften auch räumlich genau an die Menschen gerichtet werden kann, für die sie gedacht sind. Aber wir unterstützen unsere Kunden auch bei Fragen, die weit über Mediafragen hinausgehen, z. B. in Fragen der Expansionsplanung.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?  

Reiner Zufall. Zumindest standen Mediaagenturen nicht unbedingt auf meiner Liste möglicher Beschäftigungsfelder nach dem Studium. Aber wenn man darüber nachdenkt, merkt man schnell, dass Mediaagenturen gerade Geographen heute gut gebrauchen können. So bin ich zunächst als Trainee bei Crossmedia, der Muttergesellschaft von Brandlocal, eingestiegen.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Ein Kunde kam mit einem ganz klassischen Anliegen auf uns zu: Er fragte, wo er am besten seine Handzettel verteilen könnte. Daraus ist dann ein Projekt entstanden, in dessen Rahmen wir die Grundlagen erarbeitet haben, europaweit auf Knopfdruck den zu erwartenden Umsatz bei Standortneueröffnungen bzw. -verlagerungen zu berechnen. Dazu haben wir Kundendaten, Distanzmatrizen und weitere externe Faktoren in das Modell einfließen lassen. Durch die anschließende Automatisierung bei uns im Geographischen Informationssystem durch ein Python-Script konnten wir dieses Modell europaweit für den Kunden skalieren und dem Kunden somit einen echten Mehrwert bieten.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Ich behaupte mal, es ist mein Interesse für Daten. Dabei war ich in der Schule weit davon entfernt, ein Mathegenie zu sein. Ich hatte noch nicht mal wirklich Interesse an Mathematik oder Informatik. Im Studium hat sich das schnell geändert. Die konkreten Bezüge von Daten und räumlichen Entwicklungen fand ich einfach spannend. Im Alltag hilft es mir heute sehr, die immer größere Datenflut aus einer ständig wachsenden Anzahl von Datenquellen zu ordnen, zu hinterfragen und auf die Sinnhaftigkeit in der Nutzung zu prüfen. Die Hülle und Fülle an Daten können einem nämlich schnell die Sinne vernebeln.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht mir es, aus unterschiedlichen Datenquellen und mit Rückgriff auf geographische Methoden, Analysen für die diversen Fragestellungen unserer Kunden zu entwickeln. Die Ergebnisse in konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten, die dem Kunden auch wirklich einen Mehrwert bieten. Wichtig dabei ist, immer offen für neue Datenquellen zu sein und diese immer zu hinterfragen und nicht blind zu nutzen.

Mein Job ist unverzichtbar, weil

ja jeder sonst die gleiche Werbung bekäme.

Wenn du nicht Gruppenleiter Geo Intelligence wärst, was wärst du dann?

… das kann ich gar nicht so leicht beantworten, weil alles so, wie es ist, wirklich gut ist.

Was macht eigentlich ... ein Leiter Geo Intelligence?

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