Tanja Todt, Netzeffekt.
Tanja Todt, Netzeffekt. © Foto:Netzeffekt

Digitaljobs im Porträt | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ein ... Head of Digital Analytics?

Einleitung

Name: Tanja Todt

Position: Head of Digital Analytics

Unternehmen: Netzeffekt

Alter: 30

Ausbildung:  Bachelor of Science (B.Sc.) der Faktultät Medien und Informationswesen an der Hochschule Offenburg

 

Was machst du?

Bei Netzeffekt, der Performance Agentur von Jung von Matt, bieten wir datengetriebenes Performance Marketing mit Blick auf Personalisierung und zielgerichtete User-Ansprache.

Ich verantworte den Aufbau des Bereichs Digital Analytics & Business Intelligence. Der Bereich umfasst verschiedene Tätigkeitsfelder: Von der Datenstrategie-Beratung, über die Trackingkonzeption, die Auswahl der geeigneten Tools und deren Setup, Visualisierung der Daten bis hin zu Analysen der Daten zur Identifikation und Bewertung der wesentlichen Erfolgsfaktoren und Ableitung geeigneter Handlungsmaßnahmen.

Dabei berate ich unsere Kunden beim Auf- und Ausbau ihrer Datenstrategie und begleite die Umsetzung dazu. Das Ziel ist es, die Daten aus verschiedenen Bereichen (z.B. Marketing Performance, Nutzungsverhalten auf der Webseite, Umsätze etc.) zu kombinieren und so aggregiert zur Verfügung zu stellen, dass auf einen Blick Erkenntnisse gewonnen und Handlungsempfehlungen zur Optimierung abgeleitet werden können.

Wir prüfen, welche Ziele der Kunde hat und welche Maßnahmen er zur Erreichung der Ziele plant. Darauf basierend können wir notwendige Daten definieren, die zur Erfolgsmessung benötigt werden und - falls nötig - zusätzlich neue Daten erfassen.

Die meisten Kunden haben einen beachtlichen Schatz an Daten, die aber nur in einzelnen Reports zur Verfügung stehen und unter Mehraufwand aufbereitet werden müssen.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Bereits in meinem Studium der Medien und Informationswesen habe ich ein breites Spektrum erlernen dürfen: Eine Kombination aus Wirtschaft, Gestaltung, Technik und Informatik.

Dieser generalistische Schwerpunkt hat sich auch in meiner Trainee-Ausbildung und in meinem ersten Job als Produktmanager fortgesetzt. Dadurch habe ich gelernt, vernetzt zu denken und Einblicke in die verschiedenen Bereiche bekommen. Zusätzlich habe ich gelernt, die Sprache der einzelnen Bereiche zu sprechen. Dies kommt mir heute als Übersetzer zwischen Business Owner und IT wieder zu gute.

Währenddessen habe ich meine Leidenschaft für Zahlen und analytische Zusammenhänge entdeckt und die Chance ergriffen, als eine neue BI-Abteilung aufgebaut wurde. In einem kleinen Team, das neu aufgebaut wird und stetig wächst, muss jeder erst mal alles machen. Das war eine super Schule für mich.

Schildere möglichst anschaulich ein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Besonders spannend sind die Projekte, die mehrere Kompetenzbereiche vereinen und wo ein Rädchen in das andere greift. So haben wir beispielsweise Kundenprojekte, für die wir die Performance-Vermarktung steuern, die Werbemittel und Landingpages innerhalb der Kreationsabteilung dazu bauen und die Kombinationen der Werbemittel und Landingpages datengetrieben und personifiziert ausspielen und testen. Die Basis dafür bilden immer Daten, um die bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Hier definieren wir zuvor ein Datenkonzept, implementieren das Tracking und erstellen einen Performance Report, der dem Kunden visuell über ein interaktives Reportingtool zur Verfügung gestellt wird. Dadurch können wir die ganze Prozesskette vom Traffic-Einkauf, über die Aussteuerung der Werbemittel & Landingpages, dem Nutzerverhalten auf der Webseite bis hin zur Umsatzgenerierung darstellen. Spannend wird es dann, diese Daten im Zusammenhang zu analysieren. So lassen sich schnell Erkenntnisse, Hypothesen und neue Tests generieren.

Der Mehrwert besteht hier auch in den Nutzungsdaten auf der Landingpage. Oftmals steuere ich sehr gut den Traffic-Einkauf und messe den Output. Warum ein Nutzer ggf. nicht konvertiert, kann ich nur durch die zusätzliche Analyse des Verhaltens auf der Seite ermitteln. Durch diese übergreifende Analyse ergeben sich wesentliche Indikatoren und Performance-Treiber.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Begeisterung und Neugierde für neue Themen und Herausforderungen. Meine lösungsorientierte Arbeitsweise und mein analytisches Denken helfen dabei, Zusammenhänge schnell zu erfassen und die nötigen Schritte in die Wege zu leiten.

Wichtig ist auch das Verständnis von Kundenbedürfnissen und die Übersetzung in konzeptionelle und technische Anforderungen. Zudem sollte man Spaß an jeglicher Art von Toolnutzung haben.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

-       Ein Ziel zu verfolgen und dies dann auch tatsächlich umsetzen zu können.

-       Mutige und experimentierfreudige Kunden.

-       Die Themenvielfalt innerhalb eines Projekts und die verschiedenen Fachbereiche, mit denen man zu tun hat, sowie ein motiviertes und engagiertes Team

 

Mein Job ist unverzichtbar, weil …

-       Daten die Verbindung aller Bereiche sind

-       Auf Grundlage der Daten neue Insights generiert werden

-       Das Geschäftsverständnis gefördert wird

-       Zielgruppen segmentiert und analytisch analysiert werden können.

 

Wenn du nicht Head of Digital Analytics wärst, was wärst du dann?

Leiterin eines riesigen, blühenden Urban Gardens in München ;-)

Was macht eigentlich ein ... Head of Digital Analytics?

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