Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Game Designer?

 Von Casual Games bis zu aufwändigen Fantasiewelten - alles ist möglich in der Spielebranche, in der es zahlreiche Digitaljobs gibt. LEAD digital stellt in loser Reihenfolge die begehrtesten Jobs in der Digi-Branche vor. Heute im Porträt: Vanessa Glöckler, Game Designerin bei Goodgame Studios.

Name: Vanessa Glöckler

Alter: 26

Position: Game Designer

Unternehmen: Goodgame Studios

1. Was machst du?

Ich bin für die Planung und Konzeption von Spielmechaniken und -inhalten zuständig. Ich entwickle den Charakter und die Funktion verschiedener Inhalte, ob Figuren, wie zum Beispiel die Lilli von Goodgame Big Farm, Gebäude oder Features, und auf dieser Grundlage wird alles graphisch von der Art Abteilung umgesetzt und von den Programmierern implementiert. Außerdem arbeite ich Konzepte für neue Spiele-Ideen aus und schaue, was im Spiel gut funktionieren kann.

Bei Goodgame Studios produzieren wir Browser- und Mobile Games; ein Produkt dieser Art kann in wenigen Monaten erstellt werden. Ich lerne hier viele verschiedene Features und Mechaniken kennen, habe direkten Kontakt mit den Spielern und erreiche auch Leute, die sich nicht als "Gamer" bezeichnen würden. Außerdem ist die ganze Branche noch relativ jung deshalb gibt es immer neue Marktentwicklungen und Ideen.

2. Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Zuerst wollte ich eigentlich Filmregisseurin werden, habe mich aber dann aufgrund meiner Spieleaffinität für Game Design entschieden. Nach meinem Praktikum im Rahmen eines Orientierungsjahres in der Redaktion eines Spielemagazins studierte ich an der Games Academy in Frankfurt. Mit meinem Abschluss in Game Design war ich zunächst in München bei einem Spiele-Startup tätig, bis ich 2011 nach Hamburg zu Goodgame Studios ging.

3. Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Job am meisten? Warum?

In meinem Job bei Goodgame Studios muss ich unter anderem Daten, Spielverhalten und Mechaniken analysieren und bewerten können, um dadurch Funktionalität im Spiel zu erzeugen. Eine gute visuelle Vorstellungskraft und gute Menschenkenntnis sind ebenso unerlässlich wie strukturiertes Vorgehen und eine ausgeprägte Problemlösefähigkeit. Ich muss wissen, was den Menschen Spaß macht, um dementsprechend das Spiel zu designen.

4. Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Am wichtigsten ist für mich die Herausforderung, ansprechende und gleichzeitig funktionelle Inhalte für unsere Spiele zu erstellen. Das Design muss ansprechend sein und ein stimmiges Gesamtbild ergeben, denn es soll die Nutzer motivieren, im Spiel zu bleiben. Ich muss die Komplexität eines Produkts bis in das kleinste Detail verstehen und natürlich auch die Spieler selbst. Es ist immer schön, wenn ich Feedback von ihnen bekomme, denn das motiviert mich natürlich.

5. Mein Job ist unverzichtbar, weil …

… es sonst keine funktionierenden und unterhaltsamen Spiele geben würde. Ich entwickle mit meinem Team neue Konzepte für Spiele und wir bilden die Schnittstelle für viele Abteilungen. Wir sind ein wichtiger Ansprechpartner für das Produktmanagement, müssen alle Details im Überblick haben und durch unsere Arbeit den Spielspaß garantieren.

6. Wenn du nicht Game Designer wärst, was wärst du dann?

Ich hätte auf jeden Fall einen Beruf im Medienbereich gewählt. Ich wäre wahrscheinlich Grafik Designer geworden. Vielleicht aber auch Filmregisseurin.

Was macht eigentlich ... ein Game Designer?

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht