Titus Lam, Demand Generation Manager und Digital Marketing Strategist bei Spiceworks.
Titus Lam, Demand Generation Manager und Digital Marketing Strategist bei Spiceworks. © Foto:Spiceworks

Digital-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ein ... Demand Generation Manager?

Trotz aller Zahlen kommt es auf die Kreativität an. Das ist Titus Lam, der beim IT-Netzwerk Spiceworks arbeitet, wichtig.

Name: Titus Lam

Position: Demand Generation Manager und Digital Marketing Strategist

Unternehmen: Spiceworks

Ausbildung: Werbung

Was machst du?

Als Demand Gen Manager und Spezialist für digitales Marketing unterstütze ich die für technisches Marketing verantwortliche Spiceworks-Mitglieder bei der Umsetzung von Content und Kampagnen. Ich bin sozusagen ihre erste Anlaufstelle auf Spiceworks. Mit Hilfe von Social Media, Display-Ads und Suchmaschinen-Marketing bringe ich sie außerdem dazu, sich in unserer Community mit anderen Marketing-Experten und IT-Einkäufern zu vernetzen und auszutauschen.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Ich habe Werbung studiert, aber als ich meinen Abschluss machte, fand gerade der Wandel vom traditionellen technischen Marketing zum Digitalmarketing statt. Heute, zehn Jahre später, ist dieser Wandel drastisch zu spüren. Im B2B-Bereich wird bereits mehr für digitales Marketing ausgegeben als für herkömmliche Maßnahmen. Ich habe mich daher entsprechend umorientiert und halte mich immer auf dem neuesten Stand, was die aktuellen Trends in der IT-Branche betrifft. Ein wichtiges Erfolgskriterium im digitalen Marketing.

Schildere möglichst anschaulich dein Projekt, das dich besonders begeistert hat.

Zu den faszinierendsten Projekten meiner bisherigen Laufbahn zählt der Bericht Spiceworks State of IT, eine einmal im Jahr erscheinende Studie über IT-Budgets und IT-Trends. In diesem Jahr haben wir sie erstmals mit Account-basierten Maßnahmen vermarktet: Anstatt alle Tech-Marketing-Verantwortlichen anzuschreiben, haben wir uns auf einige wenige strategische Accounts beschränkt und die Ansprache dabei individuell auf die einzelnen Stufen im Sales Funnel zugeschnitten - etwa auf die reine Demand-Generierung oder die Beschleunigung der Sales-Pipeline: Das ist ein relativ neuer Ansatz im digitalen Marketing. Bislang war es ja eher üblich, breit angelegte Kampagnen zu fahren, um möglichst viele Klicks und Leads zu generieren. Dieses Projekt war dagegen sehr strategisch, sehr detailliert und personalisiert bis auf die Account-Ebene. Und in Sachen Engagement eine der erfolgreichsten Kampagnen, die auf Spiceworks gelaufen ist: Mit unserem strategischen Ansatz konnten wir die Engagement-Rate um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Als Demand-Generation-Experte ist man sehr Metrik-getrieben. Man hat immer ein konkretes Ziel - etwa ein höheres Engagement oder mehr qualifizierte Leads - und muss wissen, mit welchen Mitteln man es erreichen kann. Klar umrissene Ziele sind im digitalen Marketing entscheidend – ohne sie tappt man im Dunkeln und unternimmt zu viele Versuche, die keinen Erfolg bringen.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Dass es genug Raum für Kreativität gibt. Das ist in einem auf messbare Ergebnisse fokussierten Bereich wie dem Marketing besonders wichtig. Als ehemaliger Werbeleiter habe ich viel über kreatives Denken, Design und Urheberrechte gelernt. In der Werbung ist Kreativität entscheidend, um Aufmerksamkeit zu erregen und das Publikum zu halten. Im digitalen, metrik-getriebenen Marketing kann man sie jedoch leicht aus den Augen verlieren. Aber was einen guten Digital-Marketing-Experten von einem durchschnittlichen unterscheidet, ist seine Fähigkeit, die ihm zur Verfügung stehenden Tools kreativ einzusetzen. Denn letztlich geht es immer um Menschen, nicht um Zahlen. Das vergisst man oft in der digitalen Welt.

Mein Job ist unverzichtbar, weil…

Durch die Maßnahmen des digitalen Marketing kann ich die Brand Experience von Spiceworks erhöhen, noch bevor der Sales-Beauftragte auch nur eines unserer Informationsblätter gesehen hat. Es gibt viele Maßnahmen im Digital-Marketing, um die Markenaffinität zu verbessern. Wenn der Sales-Verantwortliche seine Broschüre zum Beispiel mit einer persönlichen Nachricht an den Hersteller versieht, wird er diesen mit Sicherheit leichter von seinem Unternehmen überzeugen.

Wenn du nicht Demand Generation Manager und Digital Marketing Strategist wärst, was dann?

Dann wäre ich Chef! Als Führungskraft braucht man ähnliche Qualitäten wie ein Digital-Marketing-Experte: Man muss die richtigen Techniken kennen, aber gleichzeitig kreativ sein. Ohne ein gewisses Maß an Kreativität bringt die beste Technik nichts.

Was macht eigentlich ein ... Demand Generation Manager?

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