Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Data Partnership Manager ?

Der Online-Marketing-Bereich Programmatic Advertising bringt völlig neue Berufsbilder hervor, die oftmals eine Kombination aus analytischem Verständnis und Kommunikationsfähigkeit verlangen. So auch bei Nico Effenberger, der als Media & Data Partnership Manager bei Spree7 arbeitet.

Name: Nico Effenberger

Alter:  37

Ausbildung:  Diplom-Betriebswirt (FH), seit 2010 in der Online-Marketing-Branche tätig.

Position: Media & Data Partnership Manager

Unternehmen: Programmatic-Advertising-Anbieter Spree7

Was machst du?

Meine Arbeit teilt sich in drei Aufgabenbereiche: Erstens, und das ist der Hauptteil, bringe ich bei Publishern die Konditionen für nicht öffentlich verfügbares Premiuminventar in Erfahrung bzw. verhandle diese für bestimmte Kunden in Form von Private Marketplaces und Preferred Deals. Darüber hinaus informiere ich unsere Analysten und Kundenberater zu den Inventaren von Publishern, Vermarktern und SSPs, welche über die offene Auktion angeschlossen sind. Hierfür erarbeite ich sowohl allgemeine als auch kundenspezifische Whitelists. Zu guter Letzt habe ich die Übersicht über die Anbieter von 3rd Party Data, unter deren Nutzung wir nach Targeting-Kriterien einkaufen. Dies alles mit dem Ziel, die bestmögliche Daten- und Inventarauswahl für unsere Kunden zu treffen, auf deren Basis unsere Analysten die Kampagnen weiter optimieren.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

In der Online-Marketing-Branche bin ich seit 2010 unterwegs. Zuvor habe ich nach einem Wirtschaftsstudium meine Lorbeeren in klassischen Werbeagenturen verdient. Unmittelbar vor meiner Anstellung bei Spree7 war ich bei einem AGOF-Vermarkter in Berlin als Portfoliomanager für die Betreuung und den Ausbau der Partnerseiten zuständig. Zu meinem Erfahrungsschatz gehört, das Portfolio von rund 40 Websites für Programmatic Advertising fit gemacht zu haben. Ich kenne also sowohl die Bedürfnisse der Vermarkter als auch die Vorbehalte und Unwägbarkeiten bei der Umstellung auf den programmatischen Handel. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich Viktor Zawadzki, CEO von Spree7, kennengelernt. Meine Erfahrungen auf Publisher-Seite bringe ich nun bei Spree7 ein, um Premiuminventare für unsere Kunden zu erschließen.

Welche Eigenschaften helfen dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Das sind zwei, auf den ersten Blick bisweilen gegensätzlich erscheinende, Eigenschaften: Zum einen sollte man eine sehr analytische Herangehensweise und schnelle Auffassungsgabe bei den zumeist doch sehr technischen Themen mitbringen. Zum anderen ist eine gehörige Portion Empathie erforderlich, um sich in seine Gesprächspartner hineinversetzen und Probleme von dessen Warte aus sehen zu können, was insbesondere bei der Erschließung neuen Inventars ausgesprochen hilfreich ist – letztlich hat man eben auch bei einer auf Automatisierung fokussierten Branche mit Menschen zu tun.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Zum einen habe ich in meinem Job in regelmäßigen Abständen Erfolgserlebnisse, was wichtig ist, um trotz nicht ausbleibender Stolpersteine langfristig Spaß zu haben. Da mein Aufgabenbereich sehr vielseitig ist und ich mit einer Vielzahl von Partnern und Kollegen interagiere, erhöhen sich natürlich die Chancen, hier und da neue Potenziale zu heben. Zum anderen ist es faszinierend, in einer noch so jungen und sich rasant entwickelnden Branche wie dem Online-Marketing neue Wege und Konzepte zu gestalten und damit direkt am Puls des technologischen Fortschritts zu sein. Zum Beispiel ist es immer wieder spannend, Publisher bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der programmatischen Verwertung ihrer Inventare mit Erfahrungen und Sichtweisen eines unabhängigen Einkäufers zu unterstützen. Jeder Fall ist anders und faktisch darf ich eine der größten Veränderungen in der Geschichte der werbefinanzierten Medien mitgestalten. Darüber hinaus bin ich bei Spree7 Teil eines großartigen Teams aus kleinen und großen Rebellen.

Mein Job ist unverzichtbar, weil …

... meine Kollegen und letztlich unsere Kunden mich als Schnittstelle mit Zugang zum Markt brauchen. Gerade Premiuminventar ist ein People Business, und wer sich in der Branche auskennt, kann für seine Kunden Inventare für programmatisch ausgespielte Kampagnen gewinnen, auf die andere nicht oder zumindest nicht in dieser Qualität zugreifen können.

 Wenn du nicht im Realtime-Bidding-Bereich arbeiten würdest, was wärst du dann?

Kein Scherz, mit meiner Affinität für Zahlen und Fakten wäre ich vielleicht Astronom geworden, hätte man mir nicht schon früh von dieser doch sehr trockenen Wissenschaft abgeraten. Da kamen mir Marketing und Innovationsmanagement als Studienschwerpunkte eher entgegen. Dass mich das - Stand heute - tatsächlich einmal zum Realtime Advertising als der Innovation im Marketing bringen würde, war damals noch gar nicht abzusehen.

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