Was macht eigentlich  ... ein Creative Director Digital?
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Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich ... ein Creative Director Digital?

Jedes Projekt ein Abenteuer - mit dieser Einstellung geht Jens-Michael Blümel an seine Arbeit als Creative Director Digital bei der Agentur TWT. Auch als Pilot hätte er gerne seinen Lebensunterhalt verdient. Was beide Jobs verbindet: Ohne Teamwork geht es nicht. 

Name, Position: Jens-Michael Blümel, Creative Director Digital bei TWT Interactive Group

Alter: 31

Ausbildung: Mediengestalter Digital & Print

Was machst du?

Das kann ich meinen Eltern schon nie so ganz erklären, aber ich versuche es mal: In meiner Position als Creative Director gestalte ich die Zukunft der Markenkommunikation in all ihren Facetten. Ich verantworte den kreativen Bereich bei SHIFT, der Strategieeinheit von TWT, und sorge gemeinsam mit meinem Team dafür, dass unsere Kunden ihre Berührungspunkte optimal auf ihre Kunden oder Konsumenten zuschneiden. Als Creative Director in einer Digitalagentur gestalte ich mit exzellenter Kreation die Touchpoints aus Nutzersicht – nicht aus Sicht der Unternehmen. Nur wer Relevanz und Mehrwert erzeugt, kann Konsumenten und Kunden dauerhaft überzeugen. Wir machen Marken also nicht zu Absendern von Werbebotschaften, sondern zu echten Problemlösern für deren Zielgruppe.

Wie bist du zu der Aufgabe gekommen?

Mit 15 habe ich mein erstes Schülerpraktikum in einer Werbeagentur absolviert.Damals nannte man das noch "360 Grad-Agentur". Seitdem hängt mein Herz am kreativen Arbeiten in Agenturen. Ich habe jede erdenkliche freie Minute genutzt, um möglichst viel Zeit in der Agentur verbringen zu können. Das hieß für mich, 50 Kilometer Fahrtweg aus meinem Heimatdorf bis nach Aachen. Die Leidenschaft und Begeisterung für das kreative Arbeiten sind bis heute geblieben. Meine Ausbildung zum Mediengestalter Digital & Print habe ich in einer Kölner Agentur erfolgreich durchlaufen und kam vor fünf Jahren als Art Director zu TWT.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Alltag am meisten? Warum?

Begeisterungsfähigkeit. Darüber hinaus bin ich grundsolider Optimist. Man muss für das, was man tut, brennen und positiv sein. Wer von seinen eigenen Ideen nicht überzeugt ist, wird auch den Kunden nicht von diesen überzeugen können. Ich kann mich jeden Tag aufs Neue für tolle kreative Ideen und innovative Technologien begeistern. In den meisten Agenturen entstehen sehr viele gute Ideen. Ob sich eine Idee verkaufen lässt, liegt in vielen Fällen einzig und allein an der Art der Präsentation. Nur wer optimistisch ist und die Begeisterung auf den Kunden übertragen kann, wird am Ende des Tages alle Vorteile der Idee präsentieren können. Authentizität ist hierbei das A und O.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Dass ich durch die eigene Kreativität die Welt von morgen mitgestalten kann. Da wir für Kunden gänzlich neue digitale Ökosysteme schaffen, ist für mich jedes Projekt ein Abenteuer. Der Spaß am Gestalten steht dabei für mich im Zentrum. Dinge entstehen zu lassen, die Menschen so sehr begeistern, dass sie sie in ihr alltägliches Tun aktiv einbinden, ist für mich die größte Motivation. Für jeden Kreativen sollten die Analyse-Ergebnisse mindestens genauso wichtig sein, wie das optische Endergebnis. Wenn der Endverbraucher in unseren digitalen Services, Apps, Produkten und Websites Mehrwert sieht, weiß ich, dass ich meinen Job richtig gemacht habe. Kreation ist aber keine One-Man-Show. Die gemeinsame Ideenfindung in einem guten Team, bestehend aus völlig unterschiedlichen Charakteren und Skill-Sets, ist extrem spannend. Wir nennen das bei uns gerne "Die beste Idee gewinnt – egal von wem sie kommt, ob CD oder Azubi". Diese Suche nach der Nadel im Heuhaufen kann man nicht alleine bewältigen, sondern nur mit einem starken Team.

Mein Job ist unverzichtbar, weil….

… bei einem Creative Director alle Fäden zusammenlaufen. Ich bin Schnittstelle zum Kunden für alle kreativ strategischen Fragen. Meine Aufgabe ist es, alle Puzzleteile einer Vision so zusammenzufügen, dass sie ihre bestmögliche Umsetzung finden kann. Dabei motiviere ich mein Team jeden Tag aufs Neue, das Beste für unsere Kunden und auch deren Kunden zu geben, um Kommunikationslösungen zu schaffen, die andere lieben.

Wenn du nicht Creative Director Digital wärst, was wärst du dann?

… dann wäre ich Pilot. In meiner Zeit bei der Luftwaffe hat mich beispielsweise die humanitäre Arbeit im Tsunami-Gebiet in Südostasien sehr beeindruckt. Auch das Teamwork dort hat mich nachhaltig begeistert. Ein Pilot im Einsatz ist ebenfalls kein Einzelkämpfer, sondern nur so gut, wie das eingespielte Team am Boden.

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