Digi-Jobs | | von Annette Mattgey

Was macht eigentlich .. ein CG Developer?

Als Spieleprogrammierer hat Nikola Merkas seinen absoluten Traumjob gefunden. So wie sich Gamer in die Spielewelten hinabfallen lassen, taucht Merkas leidenschaftlich ins Programmieren ab. Dass aus den Spielereien auch hilfreiche Produkte für andere Bereiche entstehen, ist ein zusätzlicher Ansporn. Anlässlich der Gamescom stellt LEAD digital einige Berufe aus der Games-Branche vor.

Name: Nikola Merkas

Alter: 30

Position: CG-Developer (Computer Graphics)

Ausbildung: Bachelor of Science Game Programming

Unternehmen: Pixomondo Images

Was machst Du?

Als CG-Developer bei Pixomondo Images bin ich für die Anfertigung von konfigurierbaren Virtual Reality-Echtzeitanwendungen verantwortlich. Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit unterrichte ich verschiedene Themen der Spieleprogrammierung am SAE Institute.

Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?

Bereits vor meinem Game Programming Studium am SAE Institute Stuttgart habe ich praktische Erfahrung als Unity3D-Entwickler gesammelt. Während dem Studium habe ich mich weiter spezialisiert und verschiedene Projekte erfolgreich abgeschlossen. Darunter fällt auch das "Spiel des Friedens" für Studio Fizbin, welches 2015 den Deutschen Computerspielpreis in der Kategorie „Beste Innovation“ gewonnen hat. Da Pixomondo diverse Echtzeitprojekte in der Pipeline hatte und diese Position sehr gut zu meiner Expertise passte, bekam ich über das SAE Institute die notwendigen Kontakte. Dafür bin ich sehr dankbar.

Welche Eigenschaft hilft dir in deinem Job-Alltag am meisten? Warum?

Es ist das Zusammenspiel vieler wichtiger Eigenschaften, auf die es im Job-Alltag als Game Developer ankommt. Schnelle Auffassungsgabe, Begeisterung, Präzision, Kreativität und die Freude am Entwickeln bilden ein solides Fundament. Jedoch ist das Eintauchen und das "Sich-fallen-lassen-können" in die Materie die hilfreichste Eigenschaft für die erfolgreiche Arbeit als Spieleentwickler. Dieses Verhalten beobachte ich auch bei begabten Studenten. Diejenigen Student/innen, welche in ihrer Tätigkeit aufgehen, erzielen innerhalb kurzer Zeit bessere Ergebnisse und eignen sich neues Wissen schneller an. Da mein Herz für Computerspiele und interaktive Software schlägt, fällt mir das Eintauchen in die Programmierwelten sehr leicht.

Was ist dir an deinem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Ein gepflegtes und motiviertes Umfeld ist eine wichtige Rahmenbedingung. Ideal ist es, wenn die Erwartungen an die Umsetzung einer Idee, eines Projektes oder eines Spieles übertroffen werden - innerhalb von einem vorab vereinbarten Zeitfenster. Das führt häufig zur Begeisterung bei der Kundschaft. Aufgrund der zufriedenen Kundschaft erhalte ich regelmäßig neue Anfragen für Aufträge und habe zudem das positive Gefühl, etwas Gutes geleistet zu haben. Am meisten Freude empfinde ich jedoch, wenn ein Projekt vor der vorgegebenen Zeit fertiggestellt worden ist. Die verbleibende Zeit investiere ich für die Ausarbeitung von Details und Nice-To-Have Features.

Mein Job ist unverzichtbar, weil …

Menschen wie wir geniale Ideen zur Wirklichkeit werden lassen können. Einerseits bereiten wir mit Computerspielen unzähligen anderen Menschen eine große Freude, anderseits können die daraus resultierenden technischen Neuerungen vielseitig eingesetzt werden. Ich denke hierbei an Head-Up-Displays mit Wärmebilderkennung für die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung. Oder an die erfolgreiche Behandlung von Menschen mit Höhenangst und anderen Phobien mithilfe von VR-Anwendungen. Die Anzahl der Möglichkeiten ist enorm und viele davon sind unverzichtbar.

Wenn du nicht Spieleentwickler wärst, was wärst du dann?

Dann würde ich diesen Beruf erfinden! Das, was ich mache, ist für mich ein absoluter Traum und ich bin jeden Tag dafür dankbar, dass ich damit erfolgreich bin.

Was macht eigentlich .. ein CG Developer?

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