Diese Berufsgruppen sind am stärksten bei Linkedin vertreten.
Diese Berufsgruppen sind am stärksten bei Linkedin vertreten. © Foto:Linkedin

Microsoft und Linkedin | | von Annette Mattgey

Was die Verknüpfung von Microsoft und Linkedin bringt

Heute feiert das Karriere-Netzwerk Linkedin das Erreichen der magischen Schwelle von 500 Millionen Mitgliedern. Durch die Kombination mit Software-Produkten von Microsoft - Resultat der Übernahme im vergangenen Jahr - lässt sich das Portal noch besser für die eigenen Vertriebs- und Networking-Zwecke einsetzen. 

"Jeder einzelne neue Kontakt eröffnet durchschnittlich Verbindungen zu 400 neuen Personen, mit denen man in Kontakt treten und eine Beziehung eingehen kann, um seine Karriere voranzutreiben. Jedes neue Mitglied bedeutet daher zusätzliche Möglichkeiten", sagt Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich Rekrutierungslösungen und Mitglied der Geschäftsleitung Linkedin Deutschland, Österreich, Schweiz.

Für Microsoft-Kunden, die die Cloud-Plattform Dynamics 365 verwenden, ist der Zugang zu Linkedin nun noch leichter. Bereits ab Juli könnten Kunden auch in Deutschland innerhalb der Dynamics-Plattform bruchlos auf Linkedins "Sales Navigator" und den "Recruiter" für das Personalmanagement zugreifen, kündigte Microsoft an. Damit seien die Daten aller Systeme inklusive Office 365 auf einer Plattform zusammengefasst zugänglich, erklärte Microsoft-Manager James Philips der dpa. Unternehmen könnten mit Hilfe künstlicher Intelligenz damit ihre Geschäftsprozesse fundamental verändern.

Microsoft hatte die Pläne für die Übernahme des Karrierenetzwerks im vergangenen Juni angekündigt. Im Dezember gab schließlich auch die EU-Kommission Grünes Licht. Im Gegenzug sicherte Microsoft zu, Linkedin nicht in das Betriebssystem Windows fest zu verankern. Den Kauf hat sich der Softwarekonzern satte 26,2 Milliarden Dollar kosten lassen - und stach damit den Mitinteressenten Salesforce aus. Der ungewöhnlich hohe Kaufpreis hatte für viel Spekulation über Microsofts Strategien und Pläne gesorgt.

Existierende Anwendungen vor allem für das Kundenmanagement und die Personalverwaltung seien bislang häufig fragmentiert und die Informationen nur in Silos getrennt verfügbar, schreibt Microsoft-Manager Scott Guthrie in einem aktuellen Blogeintrag. Dynamics 365 biete bereits eine einheitliche Cloud-Plattform, die sich den jeweiligen Ansprüchen individuell bausteinartig anpassen lasse.

Mit der Integration des Linkedin-Sales-Navigator hätten die Nutzer künftig auch direkten Zugriff auf die professionellen Netzwerke von 500 Millionen Fachleuten, die sich direkt per In-Mail oder Messaging kontaktieren ließen. Damit könnten Verkaufs-Teams stets auf aktualisierte Daten zugreifen, die besten Ansprechpartner identifizieren und problemlos den Kontakt halten.

Für eine optimierte Personalpflege kündigte Microsoft am Montag die Anwendung "Dynamics 365 for Talent" an, in die Linkedins Recruiting-Plattform integriert werden soll. Die Einbindung solle die Personalverwaltung erheblich erleichtern. So biete das Linkedin-Netzwerk direkten Kontakt zu den besten Talenten bei der Suche nach Arbeitskräften sowie Werkzeuge für die Mitarbeiterpflege und Weiterbildung, heißt es in dem Blog-Eintrag.

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