Was bei Mails am meisten nervt
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Adobe-Studie | | von Annette Mattgey

Was bei Mails am meisten nervt

Bis zu 62 Arbeitstage verbringt der Deutsche mit seinem Mail-Account. Die meisten sind genervt von der Mail-Flut. Jeder Vierte ärgert sich regelmäßig über E-Mails, weil ein persönliches Gespräch deutlich besser gewesen wäre. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Adobe Studie, für die europaweit mehr als 3.000 Büroangestellte befragt wurden.

Ein weiterer Dauerbrenner: die falsche Adressaten-Auswahl. 17 Prozent bemängeln, dass Kollegen "allen antworten", obwohl der E-Mail-Inhalt gar nicht für alle bestimmt bzw. relevant ist. Auch den Vorgesetzten bei allem und jeden in Kopie zu setzen (15 Prozent), weitergeleitete Mails, die man längst erhalten hat (13 Prozent), und Kritik oder negatives Feedback via E-Mail (acht Prozent), kommen bei den Deutschen nicht allzu gut an.

Kampf den überfüllten Postfächer

Damit das Postfach nicht überquillt, haben sich 81 Prozent eine Strategie zurechtgelegt. 38 Prozent reagieren sofort auf eingehende E-Mails, um erst gar keinen Mail-Stau im Postfach aufkommen zu lassen. Nicht gelesene Newsletter werden von 35 Prozent regelmäßig abbestellt. Bei mehr als jeden Fünften hat es sich bewährt, nur die letzte E-Mail im Posteingang zu belassen – alle anderen werden gelöscht oder in entsprechende Ordner sortiert. 16 Prozent nutzen Filter oder Tags, um die Mail-Flut von vornherein einzudämmen.

Ohne E-Mail kann und wil keiner

Für jeden fünften deutschen Büroangestellten ist die Mail auch heute noch das bevorzugte Kommunikationsmittel, um sich mit Kollegen auszutauschen. Mehr als vier Stunden verbringen sie täglich damit, ihre privaten und beruflichen E-Mails zu checken. Dabei verschmelzen private und berufliche Nutzung immer stärker. Treiber dieser Entwicklung - der Trend zu Mobile. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) lesen ihre E-Mails regelmäßig auf dem Smartphone.

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Emojis greifen um sich

Die lustigen Zwinkergesichter machen auch vor der Bürokommunikation nicht halt. Emojis werden nicht nur im persönlichen Umfeld gerne genutzt. Viele scheuen sich auch nicht, ihrem Chef einen Smiley zu schicken.

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Marketing per Mail erwünscht

Wer sich über eine Marke informieren will, freut sich über Mails. Das sagen 55 Prozent der Deutschen. Sie wollen am liebsten per Mail kontaktiert werden. Damit die Werbe-Mail auch wirklich geöffnet und gelesen wird, muss sie jedoch den gestiegenen Anforderungen der Verbraucher gerecht werden. Knapp jeder zweite Deutsche (45 Prozent) ist beispielsweise genervt, wenn zu häufig E-Mails von ein- und derselben Marke eingehen. Zu lange und schlecht geschriebene Mailings sind für 33 Prozent der Grund, die digitale Post umgehend im Papierkorb zu versenken. Ähnlich sieht es bei den E-Mails aus, die auf dem Smartphone empfangen werden: Für jeden vierten Deutschen (26 Prozent) ist es ein absolutes "No-Go", wenn er erst endlos scrollen muss, um die gesamte E-Mail lesen zu können. Aber auch ein sperriges, nicht mobil-optimiertes Layout (22 Prozent) und lange Ladezeiten (17 Prozent) tragen dazu bei, dass deutsche Nutzer negativ aufs E-Mail-Marketing reagieren.

Mehr Infos hat Adobe in seinem Blog veröffentlicht, dazu weitere Infografiken.

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