Die Agenturen EnorMedia und Feinrot arbeiten vorübergehend in der Ausstellungshalle von Bürausstatter Schumacher.
Die Agenturen EnorMedia und Feinrot arbeiten vorübergehend in der Ausstellungshalle von Bürausstatter Schumacher. © Foto:Markus Monecke, Studio M

Office Design | | von Frauke Schobelt

Warum zwei Agenturen in eine Möbelhalle ziehen

Bei der Oldenburger Werbeagentur EnorMedia gerät gerade einiges in Bewegung. Das Unternehmen gründet seine Kreativabteilung aus, die künftig unter dem Namen Feinrot firmiert. Außerdem plant die Agentur einen Umzug in ein neues Quartier, weil das aktuelle Bürogebäude aus allen Nähten platzt. Bis der Umbau fertig ist, wagt Unternehmensgründer Jan Janssen ein Experiment: Die Agenturen ziehen vorübergehend mit rund 30 Mitarbeitern in die Ausstellungshalle eines Büromöbelherstellers.

In dem Übergangsdomizil können die beiden Agenturen testen, wie es sich in einem Open Office arbeiten lässt. Die Ausstellungshalle von Büroausstatter Walther Schumacher in Oldenburg bietet flexible, modulare Arbeitsplätze, Besprechungs- und Lounge-Möbel sowie Hilfsmittel für Großraumbüro. Die Halle wird den Bedürfnissen der Agenturen angepasst.

Foto: Markus Monecke, Studio M

Foto: Markus Monecke, Studio M

Die Idee zum Umzug entstand spontan. Schumacher ist langjähriger Kunde von EnorMedia. Da bot es sich an, den Spezialisten das Bürokonzept für den künftigen Standort entwickeln zu lassen. Lars Andresen, Geschäftsführer von Schumacher, empfahl ein offenes Bürokonzept. Dies ermögliche Arbeit in flexiblen Teams und kurze Informationswege, außerdem biete es Inspiration -  wenn die Umgebung stimmt. Beim Beratungsgespräch in der Ausstellungshalle stellte sich heraus, dass das neue Büro ähnliche Ausmaße haben wird. Warum also nicht das Konzept zuvor testen?  

Zunächst jedoch mussten die verschiedenen Arbeitsweisen definiert werden. Während bei EnorMedia viel telefoniert wird und die Mitarbeiter meist an ihrem festen Platz zu finden sind, sind die Feinrot-Mitarbeiter mehr in Meetings oder in kleinen Arbeitsgruppen. Aber auch sie brauchen Arbeitsplätze, an denen sie konzentriert und alleine arbeiten können. Für alle Arbeitssituationen gibt es im Übergangsbüro nun einen Platz: Abgeschlossene Räume für Vieltelefonierer, kleine Nischen für spontane Kurzmeetings, Gruppenarbeitsplätze für Team-Working, Lounge-Möbeln zum Zurückziehen und ein Café-Bereich für das soziale Miteinander. Für EnorMedia und Feinrot eine Art Generalprobe, bis sie dann 2016 mit einem bereits getesteten Bürokonzept das neue Domizil beziehen können.

Lars Andresen (Schumacher), Jan Janssen (EnorMedia): Foto: Markus Monecke, Studio M.

Lars Andresen (Schumacher), Jan Janssen (EnorMedia): Foto: Markus Monecke, Studio M

Warum zwei Agenturen in eine Möbelhalle ziehen

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