Gastbeitrag |

Warum Marketing und IT einen gemeinsamen Chef brauchen

Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Marketing und IT bietet Unternehmen insbesondere in Zeiten von Big Data viele Vorteile. Welche das sind und warum es sich deshalb lohnt zwischen den beiden Bereichen eine strategische Partnerschaft aufzubauen, erläutert Volker Wiewer, Vice President International Teradata eCircle.

Daten gewinnbringend nutzen

Marketingentscheider werden und müssen ihre Entscheidungen zunehmend auf Basis von Daten treffen. Der Grund dafür: Sie müssen für ihre Budgets kämpfen, ihre Ausgaben rechtfertigen und Erfolge nachweisen – und das bei sinkenden Ressourcen und steigenden Anforderungen. Über diverse Kanäle wird eine unendliche Menge an Datenpunkten in die Unternehmen gespült – die Daten sind also vorhanden, nur können sie oft noch nicht gewinnbringend genutzt werden. Dafür müssen Marketingentscheider mit den IT-Experten zusammenarbeiten, die ihnen genau bei dieser Aufgabe zur Seite stehen.

Datensilos auflösen und Informationen zentral speichern

Marketing, IT und auch alle anderen Unternehmensbereiche müssen Zugriff auf sämtliche vorhandene Informationen über Kunden, Aktivitäten und Abläufe haben. Dadurch wird eine vollständige und aktuelle Sicht auf den Kunden überhaupt erst möglich. Nur dann können personalisierte Marketingkampagnen entwickelt und durchgeführt und Kunden optimal betreut werden. Wenn jemand beispielsweise eine E-Mail an das Unternehmen gesendet hat und kurz darauf im Call-Center anruft, muss der Call-Center Mitarbeiter diese Information bereits haben. Deshalb ist es wichtig, dass Datensilos aufgelöst und die Informationen zentral gespeichert sowie verwaltet werden. Auch für die Geschäftsführung ist dies ein kritischer Punkt: Sie muss jederzeit entscheidungsrelevante Daten nutzen können, um möglichst schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Verwaltungsaufwand minimieren und Effizienz steigern

Wenn alle Unternehmenseinheiten auf die gleichen Daten zugreifen und diese zentral verwendet werden, verringert sich der Verwaltungsaufwand des Einzelnen – was wiederum die Effizienz erhöht. Zudem können Workflows besser aufeinander abgestimmt und wirksamer gesteuert werden. Marketingkampagnen werden nachvollziehbar, Budgets können einzelnen Aktivitäten zugeordnet und der Erfolg dieser Aktivität gemessen werden. Das Marketing kann so rechtzeitig die richtigen Maßnahmen weiterverfolgen oder Aktivitäten beenden und alle Ressourcen bei den erfolgversprechendsten Kampagnen einsetzen.

Kommunikation verbessern

Durch einheitliche und aktuelle Daten, kann nicht nur effizienter kommuniziert werden, sondern auch konsistent – sowohl intern als auch extern. Die Inhalte können, basierend auf den vorhanden Daten, auf die Wünsche und Präferenzen der Kunden abgestimmt werden. Zudem wird auch die Kommunikation intern erleichtert, denn Marketingerfolge können nachgewiesen werden.

Kundenzufriedenheit nachhaltig steigern

Kunden erwarten heute über alle Kontaktpunkte und Kanäle eine personalisierte Ansprache, die ihre Wünsche, Vorlieben und Aktionen in Echtzeit berücksichtigt. Mit Hilfe der IT kann die Vielzahl an Kundendaten zentralisiert, sinnvoll strukturiert, ausgewertet und so für das Marketing nutzbar gemacht werden. Der Kunde kann sich auf diese Weise z.B. über hochpersonalisierte Newsletter freuen. Außerdem werden beispielsweise doppelte Ansprachen oder falsch platzierte Angebote vermieden. Der Kunde fühlt sich in seinen Bedürfnissen ernstgenommen und ist zufriedener.

Compliance-Aktivitäten bündeln und zentral steuern

Compliance ist nichts Neues – Unternehmen mussten schon immer Gesetze einhalten. Doch die Welt wird komplexer und Verstöße immer härter geahndet. Dabei liegt die Verantwortung auf vielen Schultern. Das Unternehmen kann die wachsende Zahl an Richtlinien, Vorgaben und rechtlichen Vorschriften, etwa zu Gouvernanten, Datenschutz, Lizenzrecht, Urheberrecht usw., besser und sicherer einhalten, wenn die Daten zentralisiert gebündelt und auch zentral nachverfolgt werden können.

Risikomanagement richtig betreiben

Unternehmen werden ihr Social Media Monitoring zunehmend in bestehende Risikomanagement-Prozesse integrieren müssen. Um auch hier für ausreichende Sicherheit und kontrollierten Zugang zu sorgen, ist eine enge Einbindung der IT in die Marketing­aktivitäten unerlässlich.

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